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Kalenderblatt: 17. März
1813: Friedrich Wilhelm III. veröffentlicht den Aufruf „An Mein Volk“. Am selben Tag hatte Preußen Frankreich den Krieg erklärt und nun wendet sich zum ersten Mal ein preußischer Monarch direkt an sein Volk, das er auf einen harten, aber notwendigen Kampf einschwören will: „Brandenburger, Schlesier, Pommern, Litauer, ihr wißt, was ihr seid sieben Jahren erduldet habt […]. Bleibet eingedenk der Güter, die […] unsere Vorfahren blutig erkämpften: Gewissensfreiheit, Handel, Kunstfleiß und Wissenschaft. […] Selbst kleinere Völker sind für gleiche Güter gegen mächtigere Feinde in den Kampf gezogen und haben den Sieg errungen. Erinnert euch an die heldenmütigen Schweizer und Niederländer! […] Keinen anderen Ausweg giebt es als einen ehrenvollen Frieden oder einen ruhmvollen Untergang.“ Der Aufruf führt zur Bildung eines Volksheeres, das beim Befreiungskampf gegen Frankreich eine entscheidende Rolle spielt. Aber nicht nur die Männer werden von der Krone in die Pflicht genommen. Kurz nach dem Aufruf des Königs folgt – ebenfalls ein Novum – der „Aufruf der königlichen Prinzessinnen an die Frauen im preußischen Staate“, in dem die weibliche Bevölkerung zu Opfern für die Kriegsbemühungen angehalten wird: „Aber auch wir Frauen müssen mitwirken, die Siege befördern helfen […] Nicht bloß bares Geld wird unser Verein als Opfer dargebracht annehmen, sondern jede entbehrliche wertvolle Kleinigkeit: das Symbol der Treue, den Trauring, die glänzende Verzierung des Ohres, den kostbaren Schmuck des Halses.“
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