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30. Mai

Eine Liste von DDB Redaktion

Beschreibung:
Tod von zwei ganz unterschiedlichen französischen Nationalheiligen, das „War Requien“ ertönt erstmals, dritte Hochzeit von Heinrich VIII.

Erstellt: 29.05.2015, 15:42 Uhr
Letzte Änderung: 30.05.2017, 23:17 Uhr



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  • 1
    29.05.2015, 16:11 Uhr
    1431: Jeanne d’Arc wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Mit nur 19 Jahren verliert eine der faszinierendsten Frauengestalten der Geschichte ihr Leben. Im europäischen Spätmittelalter, in dem die traditionellen Rollenmuster den Frauen sehr wenig Spielraum lassen, bricht Jeanne d’Arc mit allen Konventionen. Nachdem sie im Alter von 13 Jahren zum ersten Mal Stimmen hört, die ihr befehlen, Frankreich von den Engländern zu befreien, gelingt es ihr als 17jährige tatsächlich, beim französischen Thronfolger vorgelassen zu werden und ihn von ihrer Sendung zu überzeugen. Der Kronrat lässt ihr eine Rüstung anfertigen, stellt ihr Soldaten zur Seite und schickt sind ins Feld, wo sie von Pfeilen verwundet wird, aber das Schlachtfeld nicht verlässt. Den französischen Truppen gelingt es in der Folge tatsächlich, die Engländer aus Schlüsselstellungen zu vertreiben, der Thronfolger kann in Reims zu König Karl VII. gekrönt werden, so wie es ihm Jeanne d’Arc prophezeit hatte. Ihr nächstes Unterfangen, die Befreiung von Paris, ist allerdings nicht erfolgreich. Sie wird an ihre Feinde verraten, gefangengenommen und nach einem Prozess auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich hat sich das Blatt allerdings endgültig für die Franzosen gewendet: Bis 1453 fallen, abgesehen von Calais, alle englisch beherrschten Gebiete zurück an Frankreich, wo Jeanne d’Arc bis heute als Nationalheldin verehrt wird.
    von DDB Redaktion
  • 29.05.2015, 16:11 Uhr
    1778: Tod Voltaires. Mit Voltaire (eigentlich François-Marie Arouet) verliert die Welt einen ihrer bedeutendsten Aufklärer und Philosophen. Voltaire hinterlässt über 700 Schriften, darunter Theaterstücke, Gedichte, Briefe, Erzählungen, Reden und Geschichtsbücher. Als Vorkämpfer der Toleranz und der Gedankenfreiheit wendet er sich gegen die Missstände des Absolutismus und die Vormacht der katholischen Kirche. In Frankreich fast zeitlebens von Zensur und Verfolgung bedroht, bereist Voltaire viele Länder Europas. In England verfasst er in den 1720er Jahren die „Lettres anglaises où lettres philosophiques“ (philosophische Briefe), die als erste programmatische Schrift der Aufklärung gelten können. 1750 reiste er nach Preußen an den Hof Friedrich des Großen, in den er die (vergebliche) Hoffnung setzt, seine Idealvorstellung des aufgeklärten Herrschers zu verwirklichen. Von der russischen Zarin Katharina der Großen, mit der ihn ein reger Briefwechsel verbindet, wird Voltaire sehr geschätzt. Es sind allerdings die kleinen Leute, die – nach der Französischen Revolution – viele von Voltaires Ideen, die auch als Wegbereiter der Revolution gelten, in die Tat umsetzen sollten. Der Leichnam des Philosophen wird 1791 von der Nationalversammlung ins Pariser Panthéon umgebettet. Die Grabinschrift lautet: „Als Dichter, Historiker, Philosoph machte er den menschlichen Geist größer und lehrte ihn, dass er frei sein soll“.
    von DDB Redaktion
  • 3

    War Requiem

    Inszenierung
    29.05.2015, 16:11 Uhr
    1962: Uraufführung von Benjamin Brittens „War Requiem“. Die Komposition war für die Einweihung des Neubaus der von deutschen Bomben zerstörten Kathedrale von Coventry in Auftrag gegeben worden. Das „War Requiem“ kombiniert die klassische Messe mit vertonten Gedichten von Wilfred Owen, dem bedeutendsten Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs in der englischen Literatur, der 1918 in Frankreich gefallen war. Das Werk stellt ein Angedenken an die Toten dar und ist von Brittens pazifistischer Haltung durchdrungen.
    von DDB Redaktion
  • 29.05.2015, 16:12 Uhr
    1536: Heinrich VIII. heiratet Jane Seymour. Der englische König ist für seinen Frauenverschleiß berüchtigt: „Divorced, beheaded, died; divorced, beheaded, survived.“ – mit diesem Verslein merken sich englische Schulkinder die Schicksale seiner insgesamt sechs Ehefrauen. Jane Seymour ist die dritte in dieser Reihe. Heinrich VIII. heiratet sie elf Tage nachdem er ihre Vorgängerin Anne Boleyn wegen Ehebruchs und Hochverrat hatte hinrichten lassen. Jane Seymour stirbt nach nur 17 Monaten Ehe am Kindbettfieber. Vorher hatte sie noch Heinrichs größten Wunsch erfüllt: Mit Eduard, dem späteren König Eduard VI., hat sie ihm einen legitimen Thronerben geboren.
    von DDB Redaktion
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