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26. Dezember

Eine Liste von DDB Redaktion

Beschreibung:
Der erste Märtyrer stirbt im Steinhagel, ein „Engel“ wird ermordet und ein Jahrhundertexperiment zerfällt, ..

Erstellt: 25.12.2015, 19:36 Uhr
Letzte Änderung: 26.12.2017, 21:13 Uhr



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  • 25.12.2015, 20:11 Uhr
    1985: Die Primatologin Dian Fossey wird in ihrer Forschungsstation Karisoke ermordet. Fossey war eine von ''Leakeys Angels'' – drei jungen Frauen, die der Anthropologe Louis Leakey Ende der 1960er Jahre mit Langzeitstudien der großen menschenähnlichen Affen beauftragte: Jane Goodall erforschte Schimpansen in Gombe (Tansania), Biruté Galdikas Orang-Utans auf Borneo und Dian Fossey Berggorillas an den Hängen der ruandischen Vulkane Karisimbi und Visoke. Alle drei revolutionierten die zoologische Feldforschung mit einer durch Beobachtung, Empathie und Geduld geprägten Annäherungsweise an ihre Studienobjekte, bei der nach langer Dauer schließlich der Kontakt durch die Primaten selbst initiiert wurde. In Dian Fosseys Fall dauerte es über zwei Jahre, bis sie von einem Gorillamädchen berührt wurde. Ihr gelang es, in mehrere Gorilla-Familien aufgenommen zu werden und dabei feste Beziehungen zu einigen Individuen aufzubauen – die intensivste Bindung bestand zu ''Digit'', den Fossey, in Ermangelung eines besseren Wortes als „Freund“ bezeichnete. Digit, inzwischen zu einem eindrucksvollen Silberrücken herangewachsen, wurde 1978 von Wilderern getötet und zerstückelt, woraufhin sich Fosseys erbittert und mit umstrittenen Methoden geführter Kampf gegen die Wilderei im Virunga-Nationalpark noch einmal intensivierte. Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1985 drang jemand in Fosseys Hütte ein und spaltete ihren Schädel mit einer Machete. Der Mörder wurde nie gefasst. Dian Fossey ist neben Digit begraben.
    von DDB Redaktion
  • ca. 36/40: Am 26. Dezember wird in vielen Kirchen der Stephanitag zum Gedenken an den Tod des ersten christlichen Märtyrers, des heiligen Stephans, gefeiert. Stephan wird in der biblischen Apostelgeschichte als Diakon, als Mitglied einer siebenköpfigen Kommission zur besseren Organisation der Sozialhilfe in der Jerusalemer Urgemeinde, eingeführt. Er ist sendungsbewusst und scheut vor keinem theologischen Disput, gerade mit den konservativen Diasporajuden, zurück - durch sein Charisma und seine rhetorische Begabung gewinnt Stephan zunächst viele dieser Auseinandersetzungen, zieht sich aber den Unmut immer weiterer Kreise zu. Gerüchte verfestigen sich zu Meinungen und schließlich wird gegen Stephan wegen „Lästerungen gegen Mose und gegen Gott“ und eines vermeintlichen Komplotts zur Zerstörung des Tempels eine offizielle Verleumdungsklage beim Hohen Rat, dem höchsten Gremium der jüdischen Selbstverwaltung in der römischen Provinz Judäa, eingereicht. Im Prozess verteidigt sich Stephan mit einer Rede, die gegen Ende in eine Anklage des Hohen Rats umschlägt. Daraufhin entlädt sich der Zorn der Zuhörerschaft: Stephan wird vor die Stadttore geschleift und gesteinigt. Als erster Mensch, der wegen seines Bekenntnisses zum Christentum getötet wurde, wird er seither als Erzmärtyrer verehrt.
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  • 3

    ˜Dieœ Desintegration der Sowjetunion durch die Nationen und Republiken

    Simon, Gerhard. - Köln : Bundesinst. für Ostwiss. und Internat. Studien, 1991
    26.12.2015, 10:07 Uhr
    1991: Der Oberste Sowjet beschließt die Auflösung der Sowjetunion. Durch Michail Gorbatschows „Glasnost und Perestroika“ waren ab Mitte der 1980er Jahre die desolate wirtschaftliche Lage (Resultat nicht zuletzt des jahrzehntelangen Wettrüstens mit den USA) und gesellschaftlich-politische Probleme des riesigen Vielvölkerstaats offenkundig geworden. Nach dem Fall der Berliner Mauer beschleunigten sich Separationsbewegungen – im März 1990 trat Litauen aus der Sowjetunion aus, Georgien, Estland und Lettland folgten. Am 19. August 1991 schlugen konservative Kräfte in der Kommunistischen Partei und der Armee zu: In einem Putsch wurde Gorbatschow abgesetzt und Panzer fuhren auf den Straßen Moskaus auf. Nach der Beendigung des Putsches durch den Präsidenten der russischen Teilrepublik und ehemaligen Moskauer Parteichef Boris Jelzin wurde Gorbatschow zwar wieder eingesetzt, seine Macht war aber gebrochen. Am 25. Dezember trat er als Präsident der Sowjetunion zurück. Die politische Nachfolge der Sowjetunion, z.B. im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, trat Russland unter der Führung Boris Jelzins an.
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