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14. Juni

Eine Liste von DDB Redaktion

Beschreibung:
München wird als Zankapfel aktenkundig, Berlin erhält Anschluss und in Marktbreit wird der Entdecker des grausamen Vergessens geboren

Erstellt: 13.06.2015, 13:47 Uhr
Letzte Änderung: 14.06.2018, 08:14 Uhr



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    Der Krieg und die Nerven

    Alzheimer, Alois. - Preuß & Jünger: Breslau, 1915
    18.12.2014, 23:11 Uhr
    1864: Alois Alzheimer wird im unterfränkischen Marktbreit geboren. Nach dem Abitur, das Alzheimer in Aschaffenburg ablegt, studiert er Medizin in Berlin, Tübingen und Würzburg, wo er 1888 promoviert wird. Im gleichen Jahr tritt er eine Stelle als Assistenzarzt an der Frankfurter „Städtischen Anstalt für Irre und Epileptische“ an. Dort behandelt er als Psychiater tagsüber Patienten und betreibt abends gemeinsam mit seinem Vorgesetzten und Freund Franz Nissl histologische und neurologische Forschungen. Alzheimer will der Psychiatrie „mit dem Mikroskop helfen“. 1894 heiratet er die reiche Witwe Cecilie Geisenheimer, wodurch er weitgehende finanzielle Unabhängigkeit erlangt und im weiteren Verlauf seiner Karriere die Stellen annehmen kann, die seinen Forschungsinteressen entgegen kommen. 1901 wird zum Schicksalsjahr für Alzheimer: Im Januar stirbt seine junge Frau und am 25. November trifft er auf seine berühmteste Patientin, die erst 51jährige Auguste Deter, an der er den ersten Fall der 1910 nach ihm benannten präsenilen Demenzerkrankung diagnostiziert und beschreibt. Nach weiteren beruflichen Stationen in Heidelberg und München wird Alzheimer 1912 ordentlicher Professor in Breslau, wo er 1915 überraschend verstirbt — im Alter von ebenfalls nur 51 Jahren.
    von DDB Redaktion
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    Verzeichniß der bei der Fernsprecheinrichtung in Berlin Betheiligten

    Erschienen in: Berliner Adreßbuch : für d. Jahr ... ; unter Benutzung amtl. Quellen ; 1882
    13.06.2015, 13:46 Uhr
    1881: ---=== Dank eines sachdienlichen Hinweises des Berliner Museums für Kommunikation am 14.06.2016 können wie die Veröffentlichung des ersten deutschen Telefonbuchs auf den 14. Juli (statt Juni) 1881 datieren. ===--- Das erste deutsche Telefonbuch wird am 14. Juli in Berlin ausgegeben. 1877, ein Jahr, nachdem Alexander Graham Bell den ersten praktisch brauchbaren Fernsprechapparat hatte bauen lassen, führte Generalpostmeister Heinrich von Stephan mit zwei Bell-Apparaten zu Erprobungszwecken das erste Telefongespräch in Berlin. Am 12. Januar 1881 wird die erste Zentralvermittlung im Telegraphenamt an der Französischen Straße in Betrieb genommen, über die sich 8 Teilnehmer „zu jeder Zeit beliebig miteinander unterhalten können“, wie die Berliner Börsenzeitung tags darauf berichtet. Die Gewinnung von Fernsprechteilnehmern gestaltet sich in den darauffolgenden Monaten schwierig. Zweifel an der Seriösität des „amerikanischen Schwindels“ und die hohen Kosten für einen Anschluss führen dazu, dass fast ausschließlich Banken und große Firmen von den Agenten des Reichspostamts geworben werden können. Am 14. Juni erscheint das erste Telefonbuch, von dem jedoch keine vollständige Ausgabe mehr erhalten ist und das im Berliner Volksmund „Buch der Narren“ heißt. Die neue Technik löst in der Bevölkerung neben Spott auch Bedenken aus, die wir heute ganz ähnlich aus der Diskussion um Windräder kennen, neben ästhetischen Gesichtspunkten sorgt man sich vor allem über vermeintliche Gefahren, so gibt es die Befürchtung, die Telefonmasten zögen Blitze an. Am 2. Juli kann die Börsenzeitung aber vermelden: „Die Berliner Fernsprech-Einrichtung entwickelt sich in erfreulicher Weise (...) Die starken Gewitter, die sich in voriger Woche über Berlin entluden und ohne die geringste Einwirkung auf die Drähte und Eisenständer, wie auf die gesammte Anlage blieben, haben manchen Zweifler bekehrt“. Zu diesem Zeitpunkt sind 119 Anschlussstellen in Betrieb, am 27. Juni werden 477 Telefongespräche geführt. Ein Jahr später füllt das „Verzeichnis der bei der Fernsprecheinrichtung in Berlin Betheiligten“ 3 Druckseiten, auf denen die bereits in der ersten Ausgabe verzeichneten Teilnehmer an ihren zweistelligen Telefonnummern zu erkennen sind – so hat z.B. die Deutsche Bank die Telefonnummer 46.
    von DDB Redaktion
  • 3

    Regesta imperii. 4,2,1, Ältere Staufer ; Die Regesten des Kaiserreiches unter Friedrich I.: 1152...

    Böhmer, Johann Friedrich ; Opll, Ferdinand. - Wien ; Köln ; Weimar : Böhlau, 1980
    13.06.2015, 14:17 Uhr
    1158: München wird erstmals urkundlich erwähnt. Kaiser Friedrich Barbarossa fällt in einem Streit zwischen dem Freisinger Bischof Otto und Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern, den Schiedsspruch, der von den Kanzleischreibern auf dem Augsburger Hoftag in einer Urkunde festgehalten wird, deren Inhalt auf S. 175 (Scanseite 185) dieses Bandes der regesta imperii beschrieben ist. Heinrich und Otto stritten um den Ort, an dem eine lukrative Salzhandelsroute die Isar überqueren sollte. Der Löwe hatte eine Brücke Ottos zerstört und selbst eine neue Brücke in der Nähe eines von ihm kontrollierten Markts „apud Munichen“ (dt. „bei München“) errichtet. Friedrichs Entscheidung fiel zugunsten Heinrichs aus, der die Markt-, Münz- und Zollrechte zugesprochen bekam und nur ein Drittel seines Profits an Bischof Otto abführen musste. Der Deutsche König war im Heiligen Römischen Reich auch als in Rom gesalbter Kaiser im Kreise der Reichsfürsten nur Erster unter Gleichen, der seine Macht innerhalb eines Systems von verwandtschaftlichen und vertraglichen Beziehungen laufend von Neuem aushandeln musste. Der „Augsburger Schied“ spiegelt das Bündnisgefüge in den ersten Jahrzehnten von Friedrichs Herrschaft wieder. Friedrich war mit beiden Streitparteien verwandt, Heinrich war sein Neffe mütterlicherseits und Otto ein Onkel von der väterlichen Seite der Familie. Otto hatte sich als Verfasser einer glorifizierenden Biografie Friederichs, den „Gesta Friderici“, die natürlich auch in der DDB zu finden sind, das Wohlwollen seines Neffen zu erschreiben versucht. Da der Staufer Friedrich 1152 vor allem dank der Unterstützung der Welfen zum König gewählt worden und der Welfe Heinrich danach sein enger Berater war, der Friedrich zudem in vielen militärischen Unternehmungen Heerfolge leistete, gingen Friedrichs Entscheidungen jedoch regelmäßig zugunsten Heinrichs aus. Aber auch diese enge Allianz sollte zerbrechen, als sich die Machtverhältnisse zwischen den Reichsfürsten verändern und Heinrich 1180 beide Herzogtümer verliert. Von da an bis zur Absetzung der deutschen Fürsten 1918 regiert in Bayern das Haus Wittelsbach.
    von DDB Redaktion
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