Liste melden
Wenn Ihnen im Titel, der Beschreibung oder den Kommentaren zu den Objekten dieser Liste Äußerungen mit beleidigenden, schmähenden, herabsetzenden, pornographischen, werbenden oder in sonstiger Weise zu beanstandenden Inhalten auffallen, melden Sie diese bitte der Servicestelle der DDB.
Liste melden
Link auf diese Seite

10. Juni

Eine Liste von DDB Redaktion

Beschreibung:
Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ wird 1865 unter der Leitung von Hans von Bülow in München mit großem Erfolg uraufgeführt. 1929 wird der Entertainer Harald Juhnke geboren, der später unter Alkoholismus leitet. 1935 gründen sich die Anonymen Alkoholiker in den USA.

Erstellt: 10.06.2015, 14:31 Uhr
Letzte Änderung: 10.06.2018, 21:29 Uhr



Mehr von DDB Redaktion
  • 10.06.2015, 14:32 Uhr
    1865: Im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München wird Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ unter der Leitung von Hans von Bülow uraufgeführt. 1868 wird von Bülow auch die erste Aufführung der „Meistersinger von Nürnberg“ leiten. „Tristan und Isolde“ ist ein hoch emotionales Musikstück, das bereits bei seiner Uraufführung ein gewaltiger Erfolg ist. Die Geschichte stützt sich auf eine ursprünglich keltische Sage, die von Wagner weiterentwickelt wurde und auch Anregungen aus der Philosophie Arthur Schopenhauers enthält. Vorgeschichte zu Wagners „Tristan und Isolde“: Isoldes Verlobter Morold wird von Irland nach Cornwall geschickt, um das Land zu unterwerfen. Zurück kommt jedoch nur sein abgetrennter Kopf. Im Kampf hat Tristan zwar Morold besiegt, er wurde jedoch selbst durch einen vergifteten Splitter von Morolds Schwerts verwundet. Um an das Gegengift in Isoldes Hand zu gelangen wendet er eine List an und verkleidet sich als Spielmann. Isolde durchschaut jedoch die Täuschung, entdeckt den Splitter, versucht Rache zu üben – und beide verlieben sich ineinander. Tristan gesundet und schlägt seinem Herrn und Onkel König Marke vor Isolde zu heiraten, damit endlich Ruhe an der Front zwischen Irland und Cornwall einkehren kann. Marke möchte die beschwerliche Reise zu Isolde nicht mehr antreten und schickt ausgerechnet Tristan als Brautwerber. Akt 1: Isolde setzt mit dem Schiff von Irland nach Cornwall über und hat einige Zeit über ihre Situation nachzudenken. Sie erzählt ihrer Vertrauten Brangäne von ihrer tiefen Demütigung, von ihrem Liebsten Tristan dem alten König als Kriegspfand zugeführt zu werden. Isolde schickt Brangäne zu Tristan und bittet um ein Gespräch, das ihr über Tristans Gefolgsmann Kurwenal zunächst verwehrt wird. Dann erscheint Tristan doch. Sie erzählen sich noch einmal gegenseitig ihre Liebesgeschichte. Isolde verlangt von ihm Genugtuung für den Mord an Morold, er willigt ein. Isolde reicht ihm einen Trank „zu sühnen alle Schuld“, er trinkt und Isolde sieht mit dem nähen Tod des Geliebten keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Sie trinkt auch und beide taumeln. Statt im Jenseits landen beide jedoch im Siebten Himmel, weil Brangäne den Todestrank mit einem Liebestrank „verwechselt“ hat. Akt 2: Das Liebespaar trifft sich heimlich und singt sich gegenseitig Liebeslieder („O sink hernieder, Nacht der Liebe“). Am Ende werden sie von König Marke und seinem Gefolgsmann Melot erwischt. Das veranlasst Tristan zu einer Kurzschlusshandlung, er rennt in Melots Schwert. Akt 3: Der schwer verwundete Tristan ist im Fieberwahn und sieht Isoldes Schiff. Er erzählt der imaginären Geliebten sein schweres Leben. Als Isolde tatsächlich eintrifft, stirbt Tristan in ihren Armen. Kurz darauf treffen König Marke mit Gefolge und Brangäne ein. Marke kommt, um Tristan und Isolde miteinander zu vermählen – leider zu spät. In einem Monolog, der mit „Mild und leise wie er lächelt“ (Isoldes Liebestod) beginnt, stirbt auch Isolde. Melot und Kurwenal haben sich zwischenzeitlich gegenseitig umgebracht. Zurück bleiben König Marke und Brangäne und „die höchste Erfüllung der 2000-jährigen Entwicklung des Theaters“ (Zitat von Richard Strauss).
    von DDB Redaktion
  • 2

    Harald Juhnke

    "So liebt und küßt man in Tirol" (1961)
    10.06.2015, 14:32 Uhr
    1929: Der Schauspieler, Synchronsprecher, Musiker und Entertainer Harald Juhnke wird in Berlin-Charlottenburg geboren. Juhnke tritt 1948 erstmals in Berlin auf einer Bühne auf. Ab den 1950er Jahren wird er dann als Filmschauspieler bekannt. Zwischen 1952 und 1994 ist Juhnke als Synchronsprecher für verschiedene Charaktere (z. B. Marlon Brando in „Die Faust im Nacken“, Charles Bronson in „Ein Mann ohne Furcht“, Peter Sellers in „Der rosarote Panther“, Woody Allen in „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten …“) tätig. Ab 1977 ist Juhnke vermehrt im Fernsehen zu sehen, so erreicht er als Moderator von „Musik ist Trumpf“ bis zu 30 Millionen Zuschauer. Er ist oft im Smoking und Lackschuhen als sein Vorbild Frank Sinatra zu sehen. In den 1990er Jahren feiert Juhnke wieder vermehrt Erfolge als Filmschauspieler, z. B. in „Der Papagei“ (1992), „Der Hauptmann von Köpenick“ (1997) oder „Der Trinker“ (1995), in dem er seine Erfahrungen mit seiner eigenen Alkoholerkrankung verarbeitet. Im Laufe seines Lebens kommt es immer wieder zu alkoholbedingten Exzessen mit verschiedenen Delikten wie Trunkenheit am Steuer, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung und Beleidigung. Ende 2005 wird Juhnke mit akutem Flüssigkeitsverlust in ein Krankenhaus eingeliefert und muss danach künstlich ernährt werden. Am 1. April 2005 stirbt der Schauspieler im Alter von 75 Jahren an den Folgen seiner Krankheit.
    von DDB Redaktion
  • 3

    Anonyme Alkoholiker Karlsruhe - 20jähriges Bestehen der AA-Gruppe Karlsruhe

    24. Januar 1981, Stadtarchiv Karlsruhe, 8/BA Schlesiger 1981 Bildarchiv Schlesiger 1981
    10.06.2018, 21:29 Uhr
    1935: Die Selbsthilfegruppe „Anonyme Alkoholiker“ (engl. Alcoholics Anonymous) wird in Akron (Ohio), USA gegründet. Heute sind die Anonymen Alkoholiker eine weltweit agierende Selbsthilfeorganisation zur Förderung der Abstinenz vom Alkohol, die sich in einer Vielzahl lokaler Gruppen organisiert und deren Mitglieder sich regelmäßig treffen. Ziel ist die Bekämpfung des Alkoholismus, der nach der Auffassung der Anonymen Alkoholiker eine Krankheit ist, die der Einzelne nicht aus eigener Kraft besiegen kann.
    von DDB Redaktion
URL:
http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/user/56bf18c366c89d1915887decda83c0ab/favorites/GaibmOoJR0CBGUOC05kytA