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29. Mai

Eine Liste von DDB Redaktion

Beschreibung:
Mit einem Fauxpas beginnt die Ära des Modernen Tanzes, Einstein wird zum Superstar und Mainz findet Anschluss an das Internet des 19. Jahrhunderts, ...

Erstellt: 28.05.2015, 23:23 Uhr
Letzte Änderung: 19.05.2018, 17:07 Uhr



Mehr von DDB Redaktion
  • 28.05.2015, 23:32 Uhr
    1910: Zur Ankurbelung der notleidenden örtlichen Wirtschaft ruft der 1903 gegründete Speyerer Verkehrsverein das Brezelfest ins Leben. Aus der Fördermaßnahme für die Speyerer Brauereien, Tabakfabrikanten und Brezelbäckereien entwickelt sich eines der größten Volksfeste am Oberrhein, das heute Jahr für Jahr von ca. 300.000 Menschen besucht wird.
    von DDB Redaktion
  • 28.05.2015, 23:35 Uhr
    1910: Beim ersten Speyerer Brezelfest wird mit Attraktionen nicht gegeizt: Zum Programm gehört ein Ballonaufstieg von Katharina „Käthe“ Paulus, einer Frankfurter Unternehmerin, die mit ihren Luftfahrtshows ganz Europa begeistert. Paulus gilt als erste deutsche Fallschirmspringerin und soll bis 1912, dem Ende ihrer aktiven Karriere, 516 Ballonaufstiege und 147 Fallschirmsprünge absolviert haben. Als gelernte Schneiderin stellt sie zunächst ihre Ballons und Fallschirme selbst her, woraus sich während des Ersten Weltkriegs eine kleine Fallschirmmanufaktur entwickelt. Käthe Paulus erfindet das bei Rettungsfallschirmen bis heute gebräuchliche Packverfahren und den nach ihr benannten „Paulushaken“ zum Öffnen des Fallschirms.
    von DDB Redaktion
  • 29.05.2015, 00:36 Uhr
    1912: Mit der Uraufführung von „L'après-midi d'un faune“ im Pariser Théâtre du Châtelet beginnt die Ära des modernen Tanzes. Das Ballett zur Musik Claude Debussys, die wiederum durch Stephane Mallarmés gleichnahmiges Gedicht inspiriert wurde, ist die erste große Choreographie des 22jährigen Vaslav Nijinsky, der selbst die Titelrolle des Fauns tanzt. Nijinskys Abkehr von überkommenen schauspielerischen Ausdrucksformen und die Dekonstruktion der raffinierten Ballettfiguren in elemtare, primtive Bewegungen ist in ihrer revolutionären Wirkung dem Kubismus in der Malerei vergleichbar und wird durch Léon Bakst' Bühnenbild und Kostüme verstärkt. Vor allem an der sexuellen Aufladung des Stückes entzündet sich der Zorn des Publikums und vieler Kritiker. Tags darauf zerreißt der Herausgeber der Tageszeitung Le Figaro die Aufführung auf der Titelseite; unter der Überschrift »Un faux pas« geißelt Gaston Chalmette die „abscheulichen, auf bestialische Weise erotischen Bewegungen und durch und durch schamlosen Gesten“.
    von DDB Redaktion
  • 4

    Donaueschingen: Donaueschinger Musiktage; Stadthalle; Igor Strawinsky dirigiert Südwestfunkorchester

    19. Oktober 1957, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg, W 134 (Neg. BaWü), Teil 2 Sammlung Willy Pragher I: Filmnegative Baden-Württemberg, Teil 2
    29.05.2015, 00:17 Uhr
    1913: Das Ballett „Le sacre du printemps'' wird uraufgeführt. Igor Strawinskys wilde Musik und vor allem Vaslav Nijinskys brachiale Choreographie sorgen für empörte Reaktionen beim Pariser Publikum. Es kommt sogar zu Handgreiflichkeiten - ein Skandal, von dem wochenlang weltweit berichtet wird, was dem geschäftstüchtigen Impressario der „Ballets Russes“, Sergei Djagilew, vermutlich nicht ungelegen kommt.
    von DDB Redaktion
  • 29.05.2015, 00:52 Uhr
    1919: Arthur Eddington fotografiert und vermisst auf der von ihm geleiteten Expedition auf die westafrikanische Vulkaninsel Principe im Golf von Guinea eine totale Sonnenfinsternis. Die Experimente sollen der Überprüfung von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie dienen, aus der sich ergibt, dass Sternenlicht durch eine große Masse wie die der Sonne abgelenkt werden sollte. Diese Ablenkung lässt sich durch den Vergleich von Sternenpositionen auf Fotoplatten feststellen, die um 1-2 Bogensekunden voneinander abweichen. Dazu fertigt Eddington zwei Aufnahmen an, eine, wenn die Sonne nicht zwischen Stern und Beobachter steht, sowie eine andere, wenn der Stern bei der Sonnenfinsternis gerade am Sonnenrand sichtbar ist. Da das Licht zur Sonne hingebogen wird, sieht es so aus, als sei das Sternbild bei der Sonnenfinsternis nach außen verschoben. Eddingtons Ergebnisse werden am 7. November auf der Titelseite der Londoner Times mit der Schlagzeile ''REVOLUTION IN SCIENCE/NEW THEORY OF THE UNIVERSE/NEWTONIAN IDEAS OVERTHROWN'' bekannt gemacht. Drei Tage später zieht die New York Times mit ''LIGHT ALL ASKEW IN THE HEAVENS / Men of Science More or Less Agog Over Results of Eclipse Observations / EINSTEIN THEORY TRIUMPHS / Stars Not Where They Seemed or Were Calculated to be, but Nobody Need Worry'' nach. Über Nacht wird Albert Einstein zu einem internationalen Wissenschaftssuperstar.
    von DDB Redaktion
  • 6

    Beschreibung und Abbildung des Telegraphen oder der neuerfundenen Fernschreibemaschine in Paris :...

    Chappe, Claude ; Baumgärtner, Adam Friedrich Gotthelf. - Leipzig : Baumgärtner, 1794
    29.05.2015, 00:43 Uhr
    1813: Die französische Telegraphenlinie von Metz nach Mainz wird eröffnet. Dabei handelt es sich um optische Telegraphen nach dem Semaphor-System der Gebrüder Chappe. Der Chappe-Telegraph revolutionierte während der Französischen Revolution die Kommunikation, statt zwei bis drei Wochen, die Briefe üblicherweise unterwegs waren, konnten wichtige Depeschen innerhalb einer Viertelstunde übertragen werden. Das etablierte Netz von Telegraphen-Linien wurde von Napoleon übernommen und ausgebaut. In der schnellen Informationsvermittlung sehen einige Wissenschaftler ein entscheidendes Geheimnis hinter Napoleons militärischen Erfolgen. Außerhalb des Militärs interessiert sich zunächst niemand so recht für das neue Medium, erst ab den 1830er Jahren entdeckt die sich international vernetzende Finanz- und Wirtschaftswelt die Vorteile, die ein Informationsvorsprung gegenüber der Konkurrenz haben kann.
    von DDB Redaktion
  • 7

    Umstellung des Karlsruher Fernsprechverkehrs von Handwählbetrieb auf automatisierten Betrieb.

    29. Mai 1954, Stadtarchiv Karlsruhe, 8/BA Schlesiger 1953-1954 Bildarchiv Schlesiger 1953-1954
    19.05.2018, 17:06 Uhr
    1954: In Karlsruhe wird die Vermittlung von Telefonaten außerhalb des Ortsnetzes auf ein automatisches Verfahren umgestellt. Karlsruhe ist relativ spät an der Reihe in dem Umstellungsprozess, der in Deutschland 1923 mit der Einrichtung der ersten automatischen Fernvermittlungsstelle im oberbayrischen Weilheim begonnen hat und 1966 mit der Verabschiedung der Telefonistinnen aus der letzten Handvermittlungsstelle abgeschlossen wird. Damit verschwindet das erst 1881 mit der Einrichtung des ersten öffentlichen Telefonnetzes in Berlin entstanden Berufsbild des „Fräuleins vom Amt“.
    von DDB Redaktion
  • 8

    "Ich bin ein Deutscher. Den Helden will ich gleichen, Will keinem Feinde weichen; Ich zieh das...

    29. Mai 1915, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, N 1/85 T 1 Nachlass Heinz Braun, Techniker (geb. 1927)
    29.05.2015, 00:04 Uhr
    1915: Die Feldpostkarte ist das populärste private Kommunikationsmittel des Ersten Weltkriegs. Heinrich von Stephan hatte 1870 die Postkarte erfunden, 1885 war die Bildpostkarte offiziell zugelassen worden. In der Deutschen Digitalen Bibliothek finden sich mehrere große Feldpostkartenkonvolute, die in ihrer für den heutigen Betrachter verkitscht-nationalen Ikonographie befremdlich anmuten.
    von DDB Redaktion
  • 9

    Bremen, Präsident-Kennedy-Platz 1

    Amerikanisches Generalkonsulat ...
    29.05.2015, 00:07 Uhr
    1917: John Fitzgerald Kennedy wird geboren. Nach dem 35. amerikanischen Präsidenten sind in Deutschland viele Straßen und Plätze benannt, beispielsweise in Bremen der Platz, an dem das 2003 geschlossene amerikanische Generalkonsulat steht. Als bedeutender Hafen, über den Handelsgüter und Auswanderer in die Neue Welt verschickt wurden, hat Bremen eine enge und weit zurückgehende Verbindung mit den Vereinigten Staaten. Bereits 1796 wurde in Bremen ein amerikanisches Konsulat eröffnet — auf Initiative George Washingtons, des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten.
    von DDB Redaktion
  • 10

    Seenotrettungskreuzer vor Cuxhaven

    Gerig, Uwe (Fotograf), 2004
    29.05.2015, 00:14 Uhr
    1865: In Kiel vereinigen sich mehrere norddeutsche Rettungsvereine zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.
    von DDB Redaktion
  • 11

    Romy Schneider

    "Die Spaziergängerin von Sans Souci" (1982)
    29.05.2015, 00:33 Uhr
    1981: Romy Schneider stirbt in Paris. „Aber ich will doch gar nicht Kaiserin von Österreich werden.“ — dieses Zitat ihrer in Deutschland populärsten Filmrolle, der Kaiserin Elisabeth von Österreich, ist ein frühes Omen für die Kämpfe, die Schneider führen musste, um der Typisierung als schön-naive junge Adlige zu entgehen. Sie ging 1958 nach Frankreich und etablierte sich mit großem Erfolg als ernsthafte Theaterschauspielerin. Romy Schneider stieg danach zu einem internationalen Filmstar auf, ihre Arbeit wird weltweit gefeiert, nur im heimischen Deutschland bleibt sie fast ausschließlich für die „Sissi“-Filme bekannt.
    von DDB Redaktion
  • 1453: Mit der Eroberung von Konstantinopel durch den osmanischen Sultan Mehmed II. geht das Oströmische Reich unter. Der Fall Byzanz' wird in der gesamten Christenheit als schicksalhaftes Fanal gedeutet. In dieser Darstellung des Reformators Melanchthon wird dementsprechend auch der Kriegskunst der osmanischen Truppen kaum die gebührende Anerkennung erwiesen. Beispielsweise erwähnt er die von den christlichen Verteidigern über das Goldene Horn gespannte Sperrkette („und der anfurt war mit einer eisern ketten beschlossen / also / das der Türcken Schiff nicht kondten hinein komen'', Scanseite. 25). Die List, mit der die Osmanen diese Sperkette umgingen, wird dann nicht näher ausgeführt („Zu letzt hat man eine kunst erdacht / dadurch der Türcke in den anfurt komen ist.”, ibid.), obwohl das Schleppen einer Anzahl von Schiffen über den Galata-Berg in den Rücken der Verteidiger eine beeindruckende Lesitung darstellt, die an Werner Herzogs Film Fitzcarraldo erinnert. Den Sturm auf die byzantinischen Verteidigungsmauern am 29. Mai stellt Melanchthon wie folgt dar: „Da wurden erst die mauren von allen Seiten beide zu wasser und zu lande zerworffen / und der Tyrann hatte ein hoffnung bekomen / er wolt nu die Stad gewinnen / und nach dem die Stadmauren an vielen Orten eingeworffen / und aus dem anfurt leichtlich ein einfal geschehen möchte / haben sich die Türcken den 29. tag Maij / als sie die sturmleitern an die mauren gesetzt / aus dem anfurt und andern orten mit grossem geschrey in die Stad einzubrechen / beflissen.“
    von DDB Redaktion
  • 29.05.2015, 00:55 Uhr
    1613: Schwere Gewitter lösen die „Thüringer Sintflut“ aus, durch die Tausende von Menschen umkommen. In der DDB finden sie zahlreiche zeitgenössische Bericht zu dieser Naturkatastrophe, in diesem setzt die Schilderung der Ereignisse ab Seite 6 ein: „Am 29. Maji / Sonnabends vor Trinitatis / des 1613. Jahrs / thürmeten sich bald im Mittage an allen Orten des Himmels Wetterwolken auff, ...“
    von DDB Redaktion
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