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12. Januar

Eine Liste von DDB Redaktion

Beschreibung:
Tetanus-Impfstoff, griechische Unabhängigkeit, Geburt Pestalozzis

Erstellt: 12.01.2015, 16:36 Uhr
Letzte Änderung: 12.01.2018, 08:36 Uhr



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  • 1

    Pestalozzi's Selbstschilderung

    Erschienen in: J. P. Rossel's allgemeine Monatschrift für Erziehung und Unterricht [Elektronische Ressource] ; 5
    12.01.2015, 16:37 Uhr
    1746: Geburt von Johann Heinrich Pestalozzi, einem der bedeutendsten europäischen Pädagogen und Bildungsreformatoren. Sein pädagogisches Ziel ist es, Menschen zu befähigen, sich selbst zu helfen. Bei der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten strebt seine Pädagogik an, Kräfte zu entfalten, die bei den Schülern bereits natürlich angelegt sind. In seiner „Selbstschilderung“ (1802) beschreibt Pestalozzi, wie seine eigenen Talente und Charakterzüge in der jugendlichen Erziehung nicht gebührend berücksichtigt wurden und wie er darunter zu leiden hatte: „Die Folge dieser stillen, aber nichts desto weniger fürchterlichen Achtserklärung, gab mir zu allem, wozu ich etwa tauglich gewesen wäre, den Ausschluß. Sie entschied über das fast namenlose Unglück meines Lebens … “. Er fügt dann allerdings hinzu „ … aber sie entschied wahrlich auch über den Erfolg meines jetzigen Unternehmens, und wenn ich irgend etwas in der Welt gewiß weiß, so ist es dieses: ich wäre heute nicht so glücklich, wenn ich gestern nicht so unglücklich gewesen wäre“.
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  • 12.01.2015, 16:36 Uhr
    1822: Die Nationalversammlung in Epidaurus erklärt die Unabhängigkeit Griechenlands. In Zeiten von „Grexit“-Diskussionen, scheint in Vergessenheit geraten, dass vor 200 Jahren die sogenannte „Griechenlandbegeisterung“ viele europäische Länder erfasst hat. Damals sehen Intellektuelle im antiken Griechenland die Grundlagen der eigenen Kultur und als die Griechen sich in einem Unabhängigkeitskrieg (1821–1829) vom Osmanischen Reich lösen, erfahren sie große Unterstützung aus Europa. Philhellenische Vereine werden gegründet, Geld gesammelt und mancher zieht sogar persönlich in den Krieg. Lord Byron (1788–1824) zum Beispiel, einer der berühmtesten englischen Dichter der Romantik, ist ein glühender Philhellene, der 1823 nach Messolongi aufbricht und dort aus eigenen Mitteln eine Kampftruppe organisiert. Er erliegt allerdings noch während seiner militärischen Vorbereitungen dem Sumpffieber. Nach dem Ende des Krieges wird in Griechenland auf Druck der Großmächte eine Monarchie errichtet – da die Griechen über kein eigenes Königshaus verfügen, wird der deutsche Prinz Otto von Bayern zum griechischen König erklärt. Im „Gedicht zur Thronbesteigung“, das den Freiheitskampf der Griechen mit unzähligen Anspielungen auf die antiken Helden verklärt, heißt es zum Schluss „ … zu beglücken sein Volk, das ihn mit Sehnsucht verlanget/und ihm setzet die Kron‘ auf das geweihte Haupt!!/Dich nun, o Fürst, begrüßet die Zeit als König von Hellas!!/Und der Griechenheit Ruf jauchzt Dir entgegen mit Lust!“. Ottos Herrschaft ist allerdings kein Glück beschieden – nach zwei Aufständen muss er 1862 zurück nach Bayern flüchten.
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  • 1926: Das französische Institut Pasteur gibt bekannt, einen Impfstoff gegen Tetanus entwickelt zu haben. Tetanus, auch Wundstarrkrampf, wird vom Bakterium „Clostridium tetani“ hervorgerufen, das bereits bei kleinsten Hautverletzungen in die Blutbahn gelangen kann. Die Giftstoffe, die es absondert, befallen die mit der Muskelsteuerung betrauten Nervenzellen, was die für die Krankheit typischen Krämpfe hervorruft und unbehandelt in vielen Fällen zum Tod durch Ersticken führt. Früher eine häufige Todesursache, gehen die Infektionen mit Tetanus nach der Einführung der Schutzimpfung rapide zurück. In Deutschland werden heute pro Jahr nur noch einige wenige Fälle registriert. Überall dort, wo Schutzimpfungen nicht üblich sind, fallen allerdings auch heute noch sehr viele Menschen dem Erreger zum Opfer. So sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation alleine in Indien jährlich über eine Million Menschen äußerst schmerzhaft am Wundstarrkrampf.
    von DDB Redaktion
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