Bestand
Werbezentralen und Weiterleitungsstellen des XIV. Armeekorps (Bestand)
Inhalt und Bewertung
Es handelt sich um die Akten der Werbezentralen
und Weiterleitungsstellen für den Bereich des XIV.
Armeekorps.
Nachdem nach Kriegsende das kaiserliche Heer
in seiner Struktur nicht mehr zu erhalten war und der Einsatz der
Verbände des Feldheeres in der Heimat sich als undurchführbar
erwies, erachtete die Oberste Heeresleitung die Aufstellung von
Freiwilligenverbänden für notwendig. Diese Formationen waren
zunächst nur geduldet. Doch im Dezember 1918 forderte der Chef der
Operationsabteilung die beiden Heeresgruppenkommandos auf,
Freiwilligenverbände aufzustellen. Am 6. März 1919 wurde das Gesetz
zur Bildung einer vorläufigen Reichswehr beschlossen.
Für die Deckung des Bedarfs an Soldaten für die vorläufige
Reichswehr und die Freikorps - insbesondere für den Grenzschutz Ost
und das badische Volksheer - waren die Werbezentralen und
Weiterleitungsstellen zuständig.
Im Bestand ist das
Schriftgut folgender Werbezentralen überliefert:
Werbezentrale I und Weiterleitungsstelle I in
Donaueschingen;
Werbezentrale II und
Weiterleitungsstelle II in Heidelberg;
Werbezentrale III
und Weiterleitungsstelle III in Bruchsal;
Werbezentrale
Durlach;
Werbezentrale Freiburg
Werbezentrale
Mosbach;
Werbezentrale Radolfzell (bis Mai 1919
Stockach);
Werbezentrale Villingen.
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung
der allgemeinen internen Verwaltung dieser Werbezentralen und ihrem
Aufgabenfeld, genügend Kräfte für die Erfüllung der militärischen
Anforderungen sicher stellen zu können. Besonders nennenswert sind
die Aktengruppen über die Anwerbung von Soldaten, die Einstellung
von Offizieren, die Verpflichtungen zum Militärdienst, den
Grenzschutz Ost, die Aufstellung der Reichswehr und die Verfügungen
des Generalkommandos.
Inhalt: Es handelt sich um
die Akten der Werbezentralen und Weiterleitungsstellen für den
Bereich des XIV. Armeekorps. Nachdem nach Kriegsende das
kaiserliche Heer in seiner Struktur nicht mehr zu erhalten war und
der Einsatz der Verbände des Feldheeres in der Heimat sich als
undurchführbar erwies, erachtete die Oberste Heeresleitung die
Aufstellung von Freiwilligenverbänden für notwendig. Diese
Formationen waren zunächst nur geduldet. Doch im Dezember 1918
forderte der Chef der Operationsabteilung die beiden
Heeresgruppenkommandos auf, Freiwilligenverbände aufzustellen. Am
6. März 1919 wurde das Gesetz zur Bildung einer vorläufigen
Reichswehr beschlossen. Für die Deckung des Bedarfs an Soldaten für
die vorläufige Reichswehr und die Freikorps - insbesondere für den
Grenzschutz Ost und das badische Volksheer - waren die
Werbezentralen und Weiterleitungsstellen zuständig. Im Bestand ist
das Schriftgut folgender Werbezentralen überliefert: Werbezentrale
I und Weiterleitungsstelle I in Donaueschingen; Werbezentrale II
und Weiterleitungsstelle II in Heidelberg; Werbezentrale III und
Weiterleitungsstelle III in Bruchsal; Werbezentrale Durlach;
Werbezentrale Freiburg Werbezentrale Mosbach; Werbezentrale
Radolfzell (bis Mai 1919 Stockach); Werbezentrale Villingen.
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der
allgemeinen internen Verwaltung dieser Werbezentralen und ihrem
Aufgabenfeld, genügend Kräfte für die Erfüllung der militärischen
Anforderungen sicher stellen zu können. Besonders nennenswert sind
die Aktengruppen über die Anwerbung von Soldaten, die Einstellung
von Offizieren, die Verpflichtungen zum Militärdienst, den
Grenzschutz Ost, die Aufstellung der Reichswehr und die Verfügungen
des Generalkommandos.
Bestandsgeschichte: Ab Januar
1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps in
Karlsruhe begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen
zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die
Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv
unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich
des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als
Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam
eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der
Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die
Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische
Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die
Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab
in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps
an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche
Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden
Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten.
Der Bestand umfasst 39 Archivalieneinheiten mit einem Umfang von
0,85 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die
Badener im Weltkrieg 1914/1918, bearbeitet von Wilhelm
Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in
sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen
Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung
im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3,
Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre
Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für
Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger,
Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die
Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen
1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des
Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer
(Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung
Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
- Reference number of holding
-
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 456 F 139
- Extent
-
39 Archivalieneinheiten
- Context
-
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Nachfolge- und Übergangseinrichtungen
- Date of creation of holding
-
1918-1919
- Other object pages
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Last update
-
03.04.2025, 11:03 AM CEST
Data provider
Landesarchiv Baden-Württemberg. If you have any questions about the object, please contact the data provider.
Object type
- Bestand
Time of origin
- 1918-1919