Gemme

Kameo mit männlichem Porträt mit Haarbinde (Orientale), 17. Jh.

Der hochovale Ringstein aus blauem Glas zeigt ein bärtiges Porträt im Profil nach links. Der Dargestellte trägt einen Mantel und eine breite Haarbinde mit einem dicken Knoten im Nacken und einer kleinen Kugel auf der Stirn (Diadem?). Der Kopf ist oval, der Der Mund ist schmal, die Nase ist recht lang. Der Dargestellte trägt einen Bart, der als kompakte Bartmasse erscheint, nur wenig untergliedert ist und allem Anschein nach die Oberlippe freilässt sowie lange, leicht strähnige Haare. Die auffällig gebogene Nase und das individuelle Haarmotiv mit dem Nackenknoten deuten auf einen Orientalen (einen Syrer oder Phöniker) hin. Das Stück wurde um 1735 bei dem Hofprediger Jüngst angekauft und dort als „Kopf eines Parthischen Königs mit der Königl: binde“ beschrieben. Diese Benennung findet sich auch in allen folgenden Inventaren. [Marc Kähler]

Standort
Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Sammlung
Kunstkammer der Herzöge von Württemberg; Kunsthandwerk; Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen
Inventarnummer
KK grün 833
Maße
H. 2,03 cm, B. 1,52 cm, T. 0,49 cm
Material/Technik
Glas

Bezug (was)
Porträt
Gemme
Orientalismus
Bezug (wer)
Georg Ludwig Jüngst (-1736)

Ereignis
Herstellung
(wann)
1600-1699

Rechteinformation
Landesmuseum Württemberg
Letzte Aktualisierung
14.03.2023, 06:23 MEZ

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Objekttyp

  • Gemme

Entstanden

  • 1600-1699

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