12.05.2014

Thema des Monats: Fundstücke der Fußballgeschichte

Für viele Menschen ist Fußball ohnehin ein Dauerthema, doch aktuell dreht sich überdurchschnittlich viel um den nicht zuletzt in Deutschland so beliebten Ballsport. Denn nach dem Saisonabschluss der Bundesliga beginnt in diesem Jahr mitnichten die fußballfreie Zeit, sondern die heiße Vorbereitungsphase für die Endrunde der FIFA-Weltmeisterschaft, die vom 12. Juni bis 13. Juli in Brasilien ausgetragen wird.

Adidas Fußballschuh argentiniaAdidas Fußballschuh "Argentinia"; 5. FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 1954, SchweizDeutsches Sport & Olympia Museum)

Zur Einstimmung auf das Turnier lohnt ein Blick in die Deutsche Digitale Bibliothek, denn wie alle Bereiche des Lebens hat auch die Geschichte des Sports ihren Platz im digitalen Kultur- und Wissensangebot. Das Deutsche Sport & Olympia Museum, Köln präsentiert in der DDB beispielsweise ausgewählte Stücke seiner Sammlung. Darunter finden sich einige ebenso ungewöhnliche wie sehenswerte Exponate aus der bewegten Historie des Fußballs. Und die ausführlichen Erläuterungen zu den Objekten halten selbst für sport- und fußballbegeisterte Nutzer überraschende Erkenntnisse bereit.

So erfährt man, dass Herbert Burdenski den Fußballschuh mit dem klangvollen Namen "Atom" trug, als er 1950 für Deutschland das erste Nachkriegstor in einem Länderspiel erzielte. Nicht minder denkwürdig das einige Jahre später aufgelegte Schuhwerk "Argentina", welches auf jenem, damals neuartigen Modell mit auswechselbaren Stollen basierte, mit dem sich die Deutsche Nationalmannschaft beim Finale 1954 auf regennassem Platz den entscheidenden Vorteil und damit den WM-Titel erspielte.

Auch die sonstigen, äußerst detailreichen Objektbeschreibungen in der Sammlung bieten erstaunliches Fakten- und Anekdotenmaterial. Hier erfährt man unter anderem von der Sinn- und Spielkrise, die "Mr. Crack" – der offizielle Ball der WM 1962 in Chile – aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften bei einigen Beteiligten auslöste, und Sepp Herberger zu dieser fatalistischen Feststellung verleitete: "Der Ball ist nicht lebendig; er hat keine Seele". Ohne Zweifel lebendig ist hingegen das Interesse an diesen und weiteren sporthistorischen Sammlungsstücken, die sich in der Deutschen Digitalen Bibliothek entdecken lassen.

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