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Aktuelle Sendung - War das Dritte Reich legal?

Der Münchner Rechtsanwalt Berthold führt einen Prozeß in den USA um Vermögen von Deutsch-Amerikanern im Ausland. Ihnen wird vorgeworfen, Nazis gewesen zu sein. Grund: In ihren deutschen Heimatgemeinden erhielt die NSDAP bei Abstimmungen 100 Prozent. Nachweis der Wahlfälschung gelingt, insbesonders "für die historisch entscheidende Wahl" vom 05.03.1933. Hintergrund: Alliierte haben Formel der Kollektivschuld längst fallengelassen. Jalta und Potsdam basieren jedoch auf Voraussetzung, die Deutschen und ihre Gewalttäter seien eins gewesen Beweis: Die Wahlresultate. Zum Problem der Rechtmäßigkeit der NS-Regierung: Erstes Kabinett Hitler ohne Mehrheit. Schon vor Neuwahlen werden nach Reichstagsbrand wichtige Grundrechte beseitigt und "damit praktisch der Rechtsstaat kassiert". Neuwahl bringt NSDAP nur 44 Prozent. Ausschluß aller Mandatsträger der KPD und 20 der SPD aus dem Reichstag ermöglicht Zweidrittelmehrheit für das Ermächtigungsgesetz. Damit wird ein großer Teil des Volkes "um sein Stimmrecht betrogen". Urteil: Amerikanisches Gericht akzeptiert NS-Wahlergebnisse nicht als Rechtsgrundlage. Impliziert Distanzierung vom Tatbestand der Kollektivschuld und Mitverantwortung der Alliierten für Vertreibung der Deutschen aus dem Osten.

Archivaliensignatur
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451122/010
Umfang
0:10:00

Kontext
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1950 >> Februar 1950
Bestand
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949

Indexbegriff Person
Indexbegriff Sache
Kommentar

Laufzeit
Donnerstag, 9. Februar 1950

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Rechteinformation
Letzte Aktualisierung
20.01.2023, 16:50 MEZ

Objekttyp


  • AV-Materialien

Entstanden


  • Donnerstag, 9. Februar 1950

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