Buchbeitrag
Das Zusammenspiel von qualitativen und quantitativen Methoden in der Korpuslinguistik
Es gibt viele linguistische Forschungsfragen, für deren Beantwortung man Korpusdaten qualitativ und quantitativ auswerten möchte. Beide Auswertungsmethoden können sich auf den Korpustext, aber auch auf Annotationsebenen beziehen. Jede Art von Annotation, also Kategorisierung, stellt einen kontrollierten und notwendigen Informationsverlust dar. Das bedeutet, dass jede Art von Kategorisierung auch eine Interpretation der Daten ist. In den meisten großen Korpora wird zu jeder vorgesehenen Annotationsebene, wie z. B. Wortart-Ebene oder Lemma-Ebene, genau eine Interpretation angeboten. In den letzten Jahren haben sich neben den großen, ,,flach“ annotierten Korpora Korpusmodelle herausgebildet, mit denen man konfligierende Informationen kodieren kann, die so genannten Mehrebenen-Modelle (multilevel standoff corpora), in denen alle Annotationsebenen unabhängig vom Text gespeichert werden und nur auf bestimmte Textanker verweisen. Ich argumentiere anhand der Fehlerannotation in einem Lernerkorpus dafür, dass zumindest Korpora, in denen es stark variierende Annotationsbedürfnisse und umstrittene Analysen geben kann, davon profitieren, in Mehrebenen-Modellen kodiert zu werden.
- Language
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Deutsch
- Subject
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Korpus <Linguistik>
Sprachstatistik
Methodologie
Annotation
Deutsch
Germanische Sprachen; Deutsch
- Event
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Geistige Schöpfung
- (who)
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Lüdeling, Anke
- Event
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Veröffentlichung
- (who)
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Berlin [u.a.] : de Gruyter
- (when)
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2018-09-25
- Last update
-
06.03.2025, 9:00 AM CET
Data provider
Leibniz-Institut für Deutsche Sprache - Bibliothek. If you have any questions about the object, please contact the data provider.
Object type
- Buchbeitrag
Associated
- Lüdeling, Anke
- Berlin [u.a.] : de Gruyter
Time of origin
- 2018-09-25