Medaille

Medaille, 1673

Erläuterungen: Die Wallfahrtsmedaillen zeichnen sich durch eine große Vielfalt in Form und Material aus. Dabei haben sich die Darstellungsarten und äußeren Formen im Laufe der Zeit deutlich gewandelt. So entwickelten sich aus den relativ einfachen Pilgerzeichen des Mittelalters die aufwändig gestalteten Wallfahrtsmedaillen der Frühen Neuzeit, die sich ab der industriellen Revolution zu immer einfacheren und zum Teil auch keinem speziellen Ort zuweisbaren Massenobjekten entwickelten. Dies lässt sich auch anhand von Stücken aus bayerischen Wallfahrtsorten nachvollziehen. Dieses Exemplar wurde für das Kloster Benediktbeuern gefertigt. Es zeigt auf der Vorderseite das Kopfreliquiar der Heiligen Anastasia († um 304). Nur wenige Jahrzehnte später soll eben diese Heilige das Kloster 1703 vor der Zerstörung durch Tiroler Truppen bewahrt haben. Die Rückseite der Medaille ist dem Benediktusschild vorbehalten, das für den Ordensgründer Benedikt von Nursia (um 480-547) steht.
Authentizität: Original

Originaltitel
Medaille des Klosters Benediktbeuern auf die Heilige Anastasia
Alternativer Titel
1673
Material/Technik
Silber; vergoldet; gegossen
Maße
Höhe: 39,1 mm Breite: 33,5 mm Gewicht: 8,74 g Stempelstellung: 12 h
Inschrift/Beschriftung
Vorderseite: S ANASTASIA PATRONA IN BENEDICTBEVRN (Kopfreliquiar der Heiligen Anastasia. Außen Schriftkreis.)
Rückseite: Benediktusschild.
Standort
Staatliche Münzsammlung München
Inventarnummer
12-00301

Bezug (was)
Heiliger
Wallfahrt

Ereignis
Herstellung
(wo)
Benediktbeuern
(wann)
1673

Geliefert über
Letzte Aktualisierung
13.06.2023, 10:04 MESZ

Objekttyp


  • Medaille

Entstanden


  • 1673

Ähnliche Objekte (12)