Medaille

Medaille, nach 1758?

Erläuterungen: Die Wallfahrtsmedaillen zeichnen sich durch eine große Vielfalt in Form und Material aus. Dabei haben sich die Darstellungsarten und äußeren Formen im Laufe der Zeit deutlich gewandelt. So entwickelten sich aus den relativ einfachen Pilgerzeichen des Mittelalters die aufwändig gestalteten Wallfahrtsmedaillen der Frühen Neuzeit, die sich ab der industriellen Revolution zu immer einfacheren und zum Teil auch keinem speziellen Ort zuweisbaren Massenobjekten entwickelten. Dies lässt sich auch anhand von Stücken aus bayerischen Wallfahrtsorten nachvollziehen. Dieses Exemplar wurde für das Kloster Benediktbeuern gefertigt. Es zeigt auf der Vorderseite das Kopfreliquiar der Heiligen Anastasia († um 304) über dem Klostergebäude. Nur wenige Jahrzehnte früher soll eben diese Heilige das Kloster 1703 vor der Zerstörung durch Tiroler Truppen bewahrt haben. Die Rückseite der Medaille ist dem Ordensgründer Benedikt von Nursia (um 480-547) vorbehalten.
Authentizität: Original

Originaltitel
Medaille des Klosters Benediktbeuern auf die Heilige Anastasia
Alternativer Titel
nach 1758?
Material/Technik
Silber; gegossen
Maße
Höhe: 46,7 mm Breite: 28,6 mm Gewicht: 14,73 g Stempelstellung: 12 h
Inschrift/Beschriftung
Vorderseite: S ANASTASIA P IN B BAYRN (Brustbild der Heiligen Anastasia über Wolken, darunter Klosteransicht. Im Abschnitt Schrift.)
Rückseite: SANCTUS - BENEDICT (Heiliger Benedikt von Nursia mit Schlangenkelch und Krummstab, davor Benediktusschild. Außen Schrift.)
Standort
Staatliche Münzsammlung München
Inventarnummer
12-00307

Bezug (was)
Kloster
Heiliger
Wallfahrt

Ereignis
Herstellung
(wo)
Benediktbeuern
(wann)
nach 1758?

Geliefert über
Letzte Aktualisierung
13.06.2023, 10:04 MESZ

Objekttyp


  • Medaille

Entstanden


  • nach 1758?

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