Medaille

Wallfahrtsmedaille aus Deggingen mit Hüftbild des Konrad von Parzham

Die barocke Wallfahrtskirche Ave Maria in Deggingen ging aus einem Vorgängerbau des 15. Jahrhunderts hervor, der ebenso unter dem Patrozinium der Gottesmutter gestanden hatte. Das heutige Erscheinungsbild geht schließlich auf einen Neubau des frühen 18. Jahrhunderts zurück. Das Ziel der Wallfahrer bildet seit jeher das spätgotische Gnadenbild der gekrönten Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm. Dieses Motiv hat Eingang auf die Vorderseite dieser Medaille gefunden, die um das Jahr 1960 geprägt wurde. Dort findet sich das Gnadenbild umgeben von der Umschrift: AVE MARIA v(on) DEGGINGEN. Den Revers ziert ein Hüftbild des Hl. Konrad von Parzham, der als Kapuzinermönch im Jahr 1934 heiliggesprochen wurde. Zusätzlich findet sich hier eine an ihn gerichtete Anrufung: HL. BRUDER KONRAD BITTE F(ür) UNS. Dem Kapuzinerorden war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Sorge für die kleine Wallfahrtskirche anvertraut worden. Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert. [Nicolas Schmitt]

Material/Technik
Neusilber
Maße
Durchmesser: 19 mm, Gewicht: 3,54 g
Inschrift/Beschriftung
Vorderseite: AVE MARIA / v . DEGGINGEN Rückseite: HL . BRUDER KONRAD BITTE F . UNS
Standort
Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Inventarnummer
MK 1982-76
Sammlung
Münzkabinett; Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen

Verwandtes Objekt und Literatur
Christoph Friedrich von Stälin, 1842: Beschreibung des Oberamts Geislingen, Stuttgart/Tübingen, S. 172
[n/a], 1982: Sammlung Doktor Busso Peus, Frankfurt Wallfahrtsmedaillen des deutschen Sprachgebietes, Frankfurt am Main

Bezug (was)
Medaille
Wallfahrt
Bezug (wer)

Ereignis
Herstellung
(wann)
1965
Ereignis
Gebrauch
(wo)
Deggingen

Rechteinformation
Landesmuseum Württemberg
Letzte Aktualisierung
14.03.2023, 06:23 MEZ

Objekttyp


  • Medaille

Entstanden


  • 1965

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