Kunsthandwerk

Wendelgang

Als "Kunststücke" wurden die als Wendelgänge oder -treppen bezeichneten Elfenbeinarbeiten verstanden. Bei ihnen wurden die gegensätzlichsten Grundformen miteinander verbunden und schnitztechnisch scheinbar Unmögliches doch ermöglicht. Wendelgänge mit ihren spiralig aufgebauten Treppen bilden dabei eine auffällige Gruppe.

Über dem hoch gewölbten und geschweiften Fuß folgt ein Pfeilerbündelschaft, der den von zwei Holzscheiben eingefassten Hauptteil, einen vielfach durchbrochenen Wendelgang, trägt. Als Bekrönung dient, wie bei vielen vergleichbaren Stücken, ein durchbrochener und ausgehöhlter Polyeder in dem sich weitere, immer kleiner werdende befinden. Bei diesem Stück wurde nur ein Polyeder gearbeitet, der einen weiteren massiven Polyeder in sich birgt. Aufgrund dieses charakteristischen Abschlusses ist der Wendelgang wohl mit dem im Inventar von 1740 unter Nr. 279 beschriebenen zu identifizieren: "Ein gantz von helfenbein gewunden gedrehete spitz saulen, oben mit ein 3 fachen in einander gedreheter helfenbeinerer knopf".

Fotograf*in: Thomas Goldschmidt

CC0 1.0 Universal

Location
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
Collection
Kunstkammer-Objekte
Inventory number
95/841
Measurements
Durchmesser: 7.8 cm (Fuß)
Höhe: 29.3 cm (Gesamt)
Material/Technique
Elfenbein; Holz; Ebenholz; Blattvergoldung; geschnitzt; gedrechselt

Event
Herstellung
(where)
Deutschland
(when)
Mitte 17. Jh.

Rights
Badisches Landesmuseum
Last update
12.07.2024, 10:56 AM CEST

Data provider

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Object type

  • Kunsthandwerk

Time of origin

  • Mitte 17. Jh.

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