Plastik

Porträtmaske Mechthilde Lichnowsky

1909 war Georg Kolbe nach Schloss Graetz in Schlesien eingeladen worden, um das Fürstenpaar Max Karl und Mechtilde von Lichnowsky, sowie deren fünfjährigen Sohn Wilhelm zu porträtieren. Das Bildnis des Fürsten war aus Anlass seines 50. Geburtstages in Auftrag gegeben worden. Wie das Kinderporträt ist es verschollen. Erhalten blieb das Marmorbildnis von Mechtilde Lichnowsky. Gegenüber der ausladenden, vom Jugendstil beeinflussten Marmorbüste beschränkt sich die Porträtmaske auf das Gesicht und einen knappen Büstenausschnitt. Der abrupt wirkende obere Abschluss, der die Stirn gleichsam durchschneidet, erinnert an ägyptische Porträtköpfe. Die Form der Makse war sinnig gewählt: 1911 war Mechtilde Lichnowsky nach Ägypten gereist und sie besaß ägyptische Masken. Die Porträtmaske war 1916 in der Galerie Arnold in Dresden ausgestellt. Für Schloss Graetz führte Kolbe noch ein großes Steinrelief mit dem Profilbildnis Ludwig van Beethovens aus, das dort noch erhalten ist.

Fotograf*in: Markus Hilbich, Berlin

Public Domain Mark 1.0

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Material/Technik
Eisen
Maße
31,5 cm (Höhe)
Inschrift/Beschriftung
Signatur: GK
Standort
Georg Kolbe Museum, Berlin
Inventarnummer
P167

Verwandtes Objekt und Literatur
Fotografie: GKFo-0064_001, Ludwig Schnorr von Carolsfeld (1877 - 1945), Porträtmaske Mechtilde Fürstin Lichnowsky
bezogen auf: Ursel Berger: Georg Kolbe. Leben und Werk, mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1990, Kat. Nr. 26

Bezug (wer)

Ereignis
Entwurf
(wer)
(wann)
1909/16
Ereignis
Herstellung
(wer)
Kunstgießerei Lauchhammer, Bildgießerei
(wann)
1916

Förderung
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Rechteinformation
Georg Kolbe Museum
Letzte Aktualisierung
06.02.2023, 08:29 MEZ

Objekttyp


  • Plastik

Beteiligte


Entstanden


  • 1909/16
  • 1916

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