• Ergebnis 1 von 1

Steuerdeputation (Bestand)

Bestandssignatur:
Staatsarchiv Hamburg, 313-3
Kontext:
Staatsarchiv Hamburg (Archivtektonik) >> FACHVERWALTUNG >> FINANZWESEN >> DIREKTE STEUERN
Bestandslaufzeit:
1603-1928
Bestandsbeschreibung:
Verwaltungsgeschichte:
Nach dem Abzug der Franzosen aus Hamburg im Jahre 1814 wurde im Zuge der Verwaltungsreform die Sterdeputation geschaffen (Rats- und Bürgerschluß vom 9. März 1815). Von 1863 bis 1896 unterstand diese Behörde als "Deputation für direkte Steuern" der Verwaltungsabteilung für die Finanzen, bis 1920 führte sie dann wieder die Bezeichnung "Steuerdeputation". Am 1. April 1920 wurde die Steuerdeputation aufgehoben; die Aufgaben gingen zum Teil auf die Finanzdeputation, zum Teil auf das Landesfinanzamt Unterelbe über.
Folgende Steuern wurden der Steuerdeputation zur Verwaltung und Erhebung zugewiesen: Grundsteuer 1815-1920.- Außerordentliche Kriegs- und Vermögensabgabe 1815.- Bürgermilitärsteuer 1814-1866.- Entfestigungssteuer 1819-1866.- Brandsteuer 1842-1866.- Erwerbs-, Einkommens- und Luxussteuer 1831,1832,1836,1837,1841.- Einkommensteuer 1866-1920.- Sielrente 1866-1920.- Wasserbeiträge 1870-1920.- Schulgeld für die höheren Schulen 1880-1920.- Deichbeitrag 1891-1920.- Abfuhrgebühren 1900-1920.- Privatstraßenreinigungsabgaben 1903-1920.- Wanderlagersteuer 1903-1920.- Wertzuwachssteuer 1908-1920.- Immobilienabgabe 1912-1920.- Erbschaftssteuer und Testamentsstempelabgabe 1914-1920.- Reichswehrbeitrag 1914-1920.- Reichserbschaftssteuer 1914-1920.- Kirchensteuer 1915-1920.- Vermögenssteuer 1917-1919.- Besitzssteuer 1917-1919.- Kriegssteuer 1917-1919.- außerordentliche Kriegsabgabe 1918-1919.
Näheres zu den einzelnen Steuern und die Ablieferungen sind im maschinenschriftlichen Findbuch in den Bemerkungen zu den Klassifikationen enthalten.
10.12.1958
Plog

Archivierungsgeschichte:
Die Retrokonversion der Daten erfolgte im Jahre 2012.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Staatsarchiv Hamburg, 313-3 Steuerdeputation, Nr. ... .

Bestandsbeschreibung:
1814 wurde die Steuerdeputation eingerichtet. Sie war mit der Erhebung der direkten Steuern, Beiträge und Gebühren beauftragt. 1863 wurde ihr Name in Deputation für direkte Steuern und 1896 wieder in Steuerdeputation geändert. Nach der Einführung der Reichsfinanzverwaltung gingen die meisten Aufgaben der Deputation auf das Landesfinanzamt Unterelbe, heute Oberfinanzdirektion Hamburg, über.

Der Best. umfaßt neben den Deputationsprotokollen und den allgemeinen Akten die Steuer-Hebelisten. Von Bedeutung sind die Einkommensteuerakten der juristischen Personen, also der größeren Firmen.

Lit.: L. Behrends, Die Entwicklung der direkten Steuern in Hamburg und die Errichtung der Steuerdeputation 1815, Hamburg 1915
(Bz)
Umfang:
Laufmeter: 11.6
Verwandte Bestände und Literatur:
Literatur:
L. Behrends, Die Entwicklung der direkten Steuern in Hamburg und die Errichtung der Steuerdeputation 1815, Hamburg 1915

Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten:
311-2 IV Finanzdeputation IV, 1875-1996 (Bestand) [siehe auch]
313-8 Landesfinanzamt Abteilung I (Oberfinanzdirektion-Steuern), 1922-1980 (Bestand) [siehe auch]
311-1 II Kämmerei II, 1754-1907 (Bestand) [siehe auch]
311-2 I-III Finanzdeputation I-III, 1855-1932 (Bestand) [siehe auch]
Indexbegriff Sache:
Steuerdeputation
Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs:
Rechteinformation:
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.
Link zum Objekt beim Datengeber nicht verfügbar
Letzte Aktualisierung: 18.04.2018, 08:54 Uhr

Ähnliche Objekte

URL:
http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/GGGN73P2PMGKWFMUEGWNAFKWQZITWJZK