Archivbestand
Geistliche Lagerbücher: Kloster Kniebis (Bestand)
1. Zur Überlieferung des Klosters Kniebis: Die schriftliche Ersterwähnung einer Kapelle auf dem Kniebis stammt aus dem Jahre 1267. Im gleichen Jahr erfolgte die Erhebung dieser Kapelle zur Pfarrkirche mit einem eigenen Zehntbezirk. 1278 verzichtete Heinrich von Fürstenberg auf seine Lehenshoheit und schenkte die Kirche samt Zubehör den Franziskanermönchen, die sich auf dem Kniebis angesiedelt hatten. In der Folge kam es zu zahlreichen Schenkungen und käuflichen Erwerbungen durch das Kloster. Im Jahre 1341 nahm der Konvent auf dem Kniebis die Regel des hl. Benedikt an und unterstellte sich dem Kloster Alpirsbach, allerdings unter Vorbehalt des Rechts auf freie Priorswahl und freie Verfügung über ihre Einkünfte. Zur weiteren Geschichte des Klosters sei hier auf die Internetseite www.kloester-bw.de verwiesen. Dort findet sich eine umfassende Darstellung von Kerstin Arnold. Das Kloster wurde 1534/35 unter Herzog Ulrich von Württemberg reformiert. Die Güter des aufgehobenen Klosters kamen dann bis 1810 unter die Verwaltung des neu eingerichteten Klosteramtes Alpirsbach. Weitere Unterlagen bzgl. des Klosters finden sich u.a. in folgenden Beständen: A 55 Darlehen und Schulden A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten A 281 Kirchenvisitationsakten A 284/3 Kirchenrat: Ämterregistratur, hier Kloster- u. Forstverwaltung Alpirsbach A 284/24 Kirchenrat: Ämterregistratur, hier Geistliche Verwaltung Dornstetten A 284/68 Kirchenrat: Ämterregistratur, hier Nagold: Geistliche Verwaltung und Alpirsbacher Klosterpflege A 284/78 Kirchenrat: Ämterregistratur, hier Reichenbach: Klosterschaffnerei und Forstverwaltung A 297 Weltliche Zins- und Haischbücher A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 339 Dornstetten W A 340 Dornstetten G A 340 L Dornstetten W und G A 343, L Freudenstadt W A 344, L Freudenstadt G A 381, L Nagold W A 382 Nagold G A 468 Geistl. Zins- und Haischbücher A 470 Kloster Alpirsbach A 470 L Klosteramt Alpirsbach A 494 Kloster Kniebis A 516 Reichenbach (Klosterreichenbach) A 516 L Klosteramt Reichenbach A 602 Württembergische Regesten H 101/16 Weltl. Lagerbücher: Oberamt Dornstetten H 101/19 Weltl. Lagerbücher: Oberamt Freudenstadt H 101/42 Weltl. Lagerbücher: Oberamt Nagold H 102/2 Geistl. Lagerbücher: Kloster Alpirsbach H 102/3 Geistl. Lagerbücher: GV Alpirsbach H 102/21 Geistl. Lagerbücher: GV Dornstetten H 102/24 Geistl. Lagerbücher: GV Freudenstadt H 102/32 Geistl. Lagerbücher: StV Herrenberg H 102/55 Geistl. Lagerbücher: GV Nagold H 102/63 Geistl. Lagerbücher: Kloster Reichenbach
2. Zur Verzeichnung des Bestandes: Für den vorliegenden Bestand H 102/38 fertigte Dieter Wunder 1957 ein handschriftliches, Herbert Natale 1974 ein maschinenschriftliches Repertorium an. Die Bearbeitung der Titelaufnahmen (in Scope) wurde im Oktober 2019 von den Anwärtern des geh. Dienstes Lena Kirchner und Raphael Schmitz durchgeführt. Die Endredaktion übernahm Gabriele Löffler. Der Bestand umfasst 36 Bände ( 1,1 lfd. m). Im Findbuch werden außerdem 7 Einzelurkunden erwähnt, die z. T. mehrfach als Abschriften in den Lagerbüchern überliefert sind. Soweit vorhanden wurde auf die Originale verwiesen. Stuttgart, Dezember 2019 Gabriele Löffler
- Bestandssignatur
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 102/38
- Umfang
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36 Bände (1,10 lfd. m)
- Kontext
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Selekte >> Altwürttembergische Lagerbücher >> Hauptreihen des Kammer- und Kirchenguts >> Geistliche Lagerbücher der Kirchengutsverwaltung (gesamt)
- Bestandslaufzeit
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1521-1844
- Weitere Objektseiten
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Rechteinformation
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- Letzte Aktualisierung
- 13.11.2025, 13:39 UTC
Datenpartner
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Objekttyp
- Bestand
Entstanden
- 1521-1844