Herzlichen Dank und auf ein Neues – 2021!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Partner*innen, Freund*innen und Unterstützer*innen der Deutschen Digitalen Bibliothek,
liebe Kolleg*innen,

dieses Jahr wird als ein besonderes in die Geschichtsbücher eingehen. Eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 im Frühjahr 2020 ausgelöste Pandemie hat unser Leben massiv verändert. Erzwungener Stillstand, soziale Distanz und wirtschaftliche Einbrüche bestimmen seitdem den Alltag und die Arbeit: Homeoffice statt Kaffeeschnack, Videokonferenzen statt Dienstreisen – digitale Formate allerorts, statt Sitzungen mit Kolleg*innen und Arbeitsbesprechungen mit Projektpartner*innen.

Dabei fing alles so gut an …

Seit Februar ist die gemeinsame Führungsspitze der Deutschen Digitalen Bibliothek wieder vollständig: Gerke Dunkhase verantwortet die an der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt angesiedelten Bereiche Technik, Entwicklung und Service. Dr. Julia Spohr in Berlin die Bereiche Finanzen, Recht, Kommunikation und Marketing, angesiedelt bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Beide wollen in Zukunft gemeinsam mit der Deutschen Digitalen Bibliothek unser Kulturerbe der Öffentlichkeit vielfältig erlebbar machen.

… doch es kam anders

Wie viele andere Großveranstaltungen auch wurde die Leipziger Buchmesse kurzfristig abgesagt und unser jährlicher Härtetest an unserem Messestand vor Live-Publikum konnte nicht stattfinden. Ebenso erging es uns mit vielen geplanten Präsentationen, Workshops und Konferenzen, auf denen die Deutsche Digitale Bibliothek vorgestellt werden sollte.

Trotzdem haben wir gemeinsam und engagiert weiter an unserem Ziel, das digitale Kulturerbe spartenübergreifend auf einem Portal für alle Bürger*innen frei und kostenlos zugänglich zu machen, gearbeitet, die Vorhaben angepasst, Ideen revidiert und oftmals flexible und kurzfristige Lösungen gefunden.

Besonders eindrücklich ist das dem Team des Kultur-Hackathons Coding da Vinci gelungen, das in der Großregion Saar-Lor-Lux erstmals ein Grenzen überschreitendes Format veranstaltete: das Kick-Off-Treffen im April wurde kurzerhand auf verschiedene digitale Kanäle umorganisiert und fand darüber hinaus zweisprachig statt, die Webseite des Projektes wurde rundumerneuert. Wir finden: Chapeau!

Nicht nachlassender Beliebtheit erfreut sich unser kostenloser Service zum Kuratieren von Ausstellungen, und wir möchten Sie herzlich einladen, der ein oder anderen der über sechzig virtuellen Ausstellungen unserer Partner einen Besuch abzustatten. Sie erzählen von der Vielfalt, die in der Deutschen Digitalen Bibliothek zu finden ist: meisterliche Renaissancegrafik, Künstlernachlässe des 19. und 20. Jahrhunderts, zeitgenössische Kinderbücher, aktuelle Blicke nach Südosteuropa, Rundfunkgeräte nicht nur aus Franken und ja, auch über eine Kulturgeschichte des Social Distancing können wir staunen. Ein herzliches Dankeschön allen Kolleg*innen der teilnehmenden Kulturinstitutionen für ihr Engagement und ihr Vertrauen!

Wie wichtig die Kontextualisierung der Objekte ist, zeigt auch unser Archivportal-D. Es hat ebenfalls einen Relaunch vollzogen und präsentiert darüber hinaus seit Herbst eine eigene Themenseite zur Weimarer Republik, mit der Akten, Fotos und anderes Archivgut in neue Sinnzusammenhänge gestellt werden. Für die Zukunft sind weitere Themenportale geplant. Wir gratulieren herzlich und sind auf die nächsten Themen gespannt!

Unser Rechtsstreit mit der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst zum Framing harrt der Fortsetzung: Nach der mündlichen Verhandlung vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxembourg im Frühjahr publizierte der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs Szpunar im September seine Schlussanträge. Wie bzw. ob die EuGH-Richter diese in ihr Urteil einbinden, ist noch offen. Es bleibt also spannend.

Und es hat sich schon Neues angekündigt:

Die Deutsche Digitale Bibliothek erhält für ihr Projekt „Nutzerorientierte Neustrukturierung der Deutschen Digitalen Bibliothek" Mittel aus dem Förderprogramm NEUSTART KULTUR der Bundesregierung. Ziel ist es, das Nutzungserlebnis intuitiver und besser auf unterschiedliche Bedürfnisse der Nutzer*innen abzustimmen: mit neuen Formaten und Medien stehen interaktive Teilhabe und partizipative Kulturvermittlung im Zentrum.

Seit 7. Dezember 2020 ist Prof. Monika Hagedorn-Saupe kommissarische Leiterin der Geschäftsstelle in Berlin, ihr unterstehen die Bereiche Finanzen, Recht, Kommunikation und Marketing der Deutschen Digitalen Bibliothek, angesiedelt bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sie vertritt Dr. Julia Spohr, die seitdem in Elternzeit ist – wir wünschen alles Gute!

Wir sagen: Herzlichen Dank!

Über 500 Datenpartner, Archive, Bibliotheken, Museen, Denkmalpflegeeinrichtungen, Mediatheken und weitere Wissenseinrichtungen aus ganz Deutschland, machen ihre digitalen Bestände und Sammlungen online über das Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek zugänglich, sichtbar und auffindbar. Fast 36 Millionen Datensätze – Urkunden, Bücher, Museumsobjekte, Musikstücke, Fotografien, Filme, Denkmäler und vieles andere – zeugen von dem Reichtum der Kulturschätze und der Vielfalt unseres kulturellen Erbes.

Ihnen allen – aus Kultur- und Wissenseinrichtungen aller Sparten – die Sie uns durch Ihr Zutun, Ihr Engagement und Ihre hilfreiche Kritik beim Auf- und Ausbau der Deutschen Digitalen Bibliothek begleiten, sei herzlich gedankt! Ohne Sie und Ihre Arbeit für das digitale Kulturerbe wäre uns die Weiterentwicklung der Deutschen Digitalen Bibliothek nicht möglich.

Wir bedanken uns bei allen unseren Partner*innen, Freund*innen und Unterstützer*innen sowie bei allen Kolleg*innen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in diesem besonderen Jahr!

Unser DDB-Panorama zeigt ikonisch die Vielfalt der Objekte und den Reichtum unserer Datenpartner. Wir haben es als Hintergrund für Online-Konferenzen aufbereitet – es ist unser kleines, digitales Weihnachtsgeschenk für Sie zum Download: eine dezente Variante und eine mit etwas mehr Verve. Wir wünschen viel Freude damit.

Ihnen, Ihrem Team und Ihrer Familie wünschen wir vor allem Gesundheit, sodann Durchhaltevermögen und Freude für die nächsten Projekte.

Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie uns weiter gewogen,

Ihre Deutsche Digitale Bibliothek