Kalenderblatt: 22. Februar
Von heiligen Jubeljahren, polnischen Walzern, einem SPD-Urgestein, dem ersten Bach-Biografen, einem ruhelosen Expressionisten und einem furchtlosen Geschwisterpaar ...
Letzte Änderung: 21.02.2018, 22:02 Uhr
  • Oskar Kokoschka

    Kokoschka, Oskar
    1980: Oskar Kokoschka stirbt kurz vor Vollendung seines 94. Lebensjahres in Montreux in der Schweiz. Der österreichische Maler und Grafiker des Expressionismus gehörte keiner der berühmten Künstlervereinigungen (Brücke, Neue Künstlervereinigung München) an. Berüchtigt ist sein Liebesverhältnis zu Alma Mahler, der Witwe von Gustav Mahler und späteren Ehefrau von Franz Werfel, aus dem nicht nur ein leidenschaftlicher Briefwechsel, sondern auch mehrere bedeutenden Kunstwerke Kokoschkas hervorgegangen sind. Hier ist ein Selbstportrait des Künstlers mit seiner Muse zu sehen.
  • Ueber Johann Sebastian Bachs Leben, Kunst und Kunstwerke : für patriotische Verehrer echter...

    Forkel, Johann Nikolaus. - Leipzig : Hoffmeister und Kühnel, 1802
    1749: Johann Nikolaus Forkel wird geboren. Der Organist, Musikforscher und Komponist war ein glühender Bewunderer Johann Sebastian Bachs und ist heute vor allem für die erste Bach-Biografie bekannt, die in der Bach-Forschung bis heute als Referenz gilt. In der DDB sind neben weiteren musikhistorischen und musiktheoretischen Werken Forkels auch Auszüge aus der Korrespondenz zu finden, die der er mit den Bach-Söhnen Carl Philipp Emanuel Bach und Wilhelm Friedemann Bach führte.
  • Postkarte von Franz Mehring an August Bebel

    Postkarte
    1840: August Bebel wird in Deutz bei Köln geboren. Der Politiker und Publizist gehört zu den Gründungsvätern der deutschen Sozialdemokratie und gründete 1869 gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht in Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), einer der Vorläuferparteien der SPD, deren Vorsitzender er von 1892 bis 1913 war. Bebel gehörte zu den einflussreichsten Parlamentariern im Kaiserreich und war landläufig unter dem Spitznamen „Kaiser Bebel“ bekannt. Das hier gezeigte Objekt ist eine Postkarte des marxistischen Historikers Franz Mehring an Bebel aus dem Jahr 1903.
  • Sophie Scholl - Die letzten Tage

    Johanna Gastdorf, Julia Jentsch (v.l.n.r.)
    1943: Sophie und Hans Scholl werden in München-Stadelheim hingerichtet. Die Studenten gehörten zur Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, die mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen im Umfeld der Münchener Universität und weit darüber hinaus gegen das NS-Regime aufbegehrte. Nach einer Flugblattaktion, bei der Sophie Scholl am 18. Februar 1943 von einem Universitätspedell verraten und an die Gestapo übergeben wurde, wurde sie verhaftet und nur vier Tage später gemeinsam mit ihrem Bruder Hans sowie Christoph Probst durch den Volksgerichtshof unter dem persönlichen Vorsitz Roland Freislers zum Tode verurteilt. In Marc Rothemunds Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ spielt Julia Jentsch die Rolle der Sophie Scholl. Er erhielt auf der Berlinale 2005 zwei Silberne Bären – für die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin.
  • Monument für Papst Bonifaz VIII. — Verkündung der Bulle für das Heilige Jahr 1300 durch Papst...

    Wandbild
    1300: Papst Bonifatius VIII. verkündet das mit der Bulle „Antiquorum habet fida relatio“ das erste Heilige Jahr. Damit sollte in 100-jährigem Abstand das runde Jubiläum der Geburt Jesu Christi begangen und ein regelmäßiges Ablassjahr geschaffen werden. Seit 1475 werden die Heiligen Jahre oder Jubeljahre in der katholischen Kirche im Abstand von 25 Jahren begangen.
  • Trois valses pour le piano : op. 64. 2

    Chopin, Frédéric. - Leipzig : Breitkopf & Härtel, [1861]
    1810: Frédéric Chopin wird geboren. Der wohl bedeutendste polnische Komponist verbrachte den Großteil seiner Schaffensjahre in Paris und schrieb vor allem Klaviermusik, darunter zahlreiche Walzer.