Kalenderblatt: 20. Januar
Freiherr vom Stein: Liebe zur Geschichte, Sebastian Münster: lieber der ganz große Wurf, Eduard VIII.: Liebe(r) ohne Krone
Letzte Änderung: 19.01.2018, 21:37 Uhr
  • Eduard VIII., König von Großbritannien

    1936: Mit dem Tod seines Vaters wird Eduard VIII. britischer König. Seine Regierungszeit ist eine der kürzesten in der Geschichte Großbritanniens. Im Dezember desselben Jahres dankt er ab, da es ihm als König nicht möglich gewesen wäre, die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson zu heiraten, ohne eine Verfassungskrise heraufzubeschwören. Sein jüngerer Bruder folgt ihm als Georg VI. auf den Thron und übergibt diesen wiederum 1952 an seine Tochter Elisabeth II. Sie hat die „Scharte“ ihres Onkels ausgewetzt: Ihre Regentschaft ist die bisher längste aller britischen Monarchen. Im September 2015 hat Elisabeth ihrer Ururgroßmutter Queen Victoria diesen Record abgenommen.
  • Monumenta Germaniae Historica / 1 / 5 : inde ab anno Christi quingentesimo usque ad annum...

    Monumenta Germaniae Historica (München). - Stuttgart u.a. ; Hannover : Hiersemann u.a., 1826
    1819: In Frankfurt am Main wird die „Wissenschaftliche Gesellschaft für Deutschlands ältere Geschichtskunde“ gegründet. Gründervater ist Reichsfreiherr Heinrich Friedrich Karl vom Stein, ihr Hauptverdienst ist die Edition mittelalterlicher Quellentexte, die – mit kurzen Unterbrechungen – bis heute fortgesetzt wird. Seit der ersten Ausgabe 1826 werden diese Dokumente als „Monumenta Germaniae Historica“ herausgegeben, inzwischen von einem wissenschaftlichen Institut in München gleichen Namens. Im Rahmen eines DFG-geförderten Gemeinschaftsprojekts zwischen den MGH und der Bayerischen Staatsbibliothek werden sämtliche Editionsbände digitalisiert und Open Access zur Verfügung gestellt. Neue Bände werden nach einer Schutzfrist von drei Jahren freigeschaltet.
  • Cosmographia : in welcher begriffen aller Völcker Herschafften, Stetten und namhafftiger Flecken...

    Münster, Sebastian. - Basel : 1544
    1488: Sebastian Münster, deutscher Kosmograph und Hebraist, wird geboren. Münster verfasst über 70 Werke, zum Beispiel zur Hebraistik, zur Geographie, aber auch zur Bibelwissenschaft. Sein Hauptwerk, die „Cosmographia“ (Weltbeschreibung), vereint seine Kenntnisse auf den verschiedenen Feldern, denn mit ihr legt er die erste wissenschaftliche und zugleich allgemeinverständliche Weltbeschreibung in deutscher Sprache vor. In den sechs Büchern der „Cosmographia“ geht es neben Geschichte und Geographie um Astronomie und Naturwissenschaften sowie Landes- und Volkskunde. Das Werk, das 1544 erscheint, wird zu einem der bekanntesten Bücher des 16. Jahrhunderts und wird in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zu seinem Erfolg tragen auch die illustrierenden Holzschnitte bei, von denen einige von Hans Holbein dem Jüngeren geschaffen werden.