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Nachlass Fürstin Feodora (*1807, +1872) (Bestand)

Bestandssignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, La 138
Kontext:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Langenburg >> Nachlässe
Bestandslaufzeit:
1824-1872, Nachakten
Bestandsbeschreibung:
1. Zur Biographie der Fürstin Feodora zu Hohenlohe-Langenburg:
Fürstin Anna Feodorowna (Feodora) zu Hohenlohe-Langenburg wurde am 7. Dezember 1807 als drittes und jüngstes Kind des Erbprinzen (und späteren Fürsten) Emich Karl zu Leiningen in Amorbach geboren. Sie war das zweite Kind aus dessen Ehe mit Erbprinzessin Viktoria, geb. Prinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Nachdem sie die ersten Jahre ihres Lebens in ihrer Heimatstadt verbracht hatte, folgte Feodora ihrer früh verwitweten Mutter nach London, als diese 1818 Herzog Eduard von Kent ehelichte. Dieser Ehe entstammte Prinzessin Viktoria, die spätere Königin von Großbritannien, die mit ihrer Halbschwester aus dem Odenwald eine lebenslange Freundschaft verband.1828 heiratete Feodora Fürst Ernst zu Hohenlohe-Langenburg (1794-1860) und bezog dessen Stammschloss im Königreich Württemberg. Das Paar brachte sechs Kinder zur Welt: Karl, Elise, Hermann, Viktor, Adelheid und Feodora. Da ihr politisch engagierter Gatte häufig in Stuttgart anwesend sein musste, wählte auch die Fürstin in der Landeshauptstadt ihren neben Langenburg zweiten Hauptwohnsitz. Feodora unternahm zudem zahlreiche Reisen zu ihren Verwandten nach England, wo sie sich rege am gesellschaftlichen Leben beteiligte. Sie machte sich dort wie auch in der Heimat durch ihr ausgleichendes Wesen, ihre eigenständige Denkweise sowie durch ihre religiös inspirierte Mildtätigkeit einen Namen.Nachdem Ernst gestorben war, siedelte die Witwe nach Baden-Baden über, das ab 1861 zu ihrem letzten dauerhaften Wohnort wurde. Dort starb Fürstin Feodora am 23. September 1872 nach schwerer Krankheit, und ihr Leichnam wurde auf dem Friedhof in Baden-Baden beigesetzt.

2. Zum Nachlass und seine Bearbeitung:
Der Nachlass der Fürstin Feodora besteht vor allem aus Korrespondenzen mit der Verwandtschaft, ergänzt durch persönliche Schreibbücher und Erinnerungsstücke, die größtenteils über die Nachlässe von Feodoras Tochter Adelheid und deren Tochter Kaiserin Auguste Viktoria in den 1940er Jahren wieder nach Langenburg kamen. Weiterhin zählen zu diesem Bestand einige wenige Akten, die sich auf die Haushaltsführung und Privatvermögensverwaltung der Fürstin beziehen. Die Unterlagen wurden wohl im Laufe der 1960er und 70er Jahre, zum Teil vermischt mit Archivalien anderer Provenienz, an das Hohenlohe-Zentralarchiv abgegeben und dort grob sortiert.Der Bestand La 138, Nachlass Fürstin Feodora, wurde im Januar 2005 von Archivassessor Thomas Kreutzer im Rahmen eines durch die Kulturstiftung Baden-Württemberg geförderten Projekts geordnet und verzeichnet. Er umfasst 0,5 lfd.m. Akten und Schreibbücher in 21 Faszikeln bzw. Bänden mit einer Laufzeit von 1824-1873 (1913, 1942).Neuenstein, im April 2005Thomas Kreutzer

3. Literatur::
Schwäbische Chronik 1922, Nr. 425, S. 6.Unsere Zeit NF. 8,2 (1872), S. 793f.
Umfang:
21 Bü (0,5 lfd. m)
Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs:
Letzte Aktualisierung: 26.04.2018, 20:01 Uhr
URL:
http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/XBP6NHLVWOTXPLSMT3HUVGMJETRSB3CO