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Volkseigenes Wohnungsunternehmen Leuna (Bestand)

Bestandssignatur:
Landesarchiv Sachsen-Anhalt, I 617 (Benutzungsort: Merseburg)
Kontext:
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.15. Siedlungs- und Wohnungswesen
Bestandsbeschreibung:
Findhilfsmittel:
Ablieferungsverzeichnis
Registraturbildner:
Durch Gesellschafterbeschluss vom 7. Jan. und 3. Mai 1932 wurde die Gemeinnützige Wohnungsbau GmbH Leuna mit Sitz in Leuna b. Merseburg gegründet mit dem Ziel, den Bau und die Betreuung von Kleinwohnungen zu betreiben. Hervorgegangen war die GmbH aus der Gemeinnützigen Wohnungsbau GmbH für Werksangehörige des Ammoniakwerkes Merseburg mit Sitz in Rössen (gegr. 1927). Gesellschafter waren die Pensionskasse der Angestellten der IG Farbenindustrie Ludwigshafen und die Ammoniakwerk Merseburg GmbH Leuna-Werke.
1940 wurde die Gesellschaft in Gemeinnütziges Wohnungsunternehmen Leuna-Werke GmbH umbenannt.

Durch Kontrollratsgesetz Nr. 9 (Überführung von IG-Vermögen in Volkseigentum), Befehl Nr. 64 der SMAD vom 17. April 1948 und Anordnung der DWK vom 28. Okt. 1948 wurde das Unternehmen enteignet und kam in Rechtsträgerschaft des Ministeriums für Arbeit und Gesundheitswesen, Landeswohnungsamt.

Auf Veranlassung des Ministeriums für Wirtschaft, Hauptabteilung Arbeit, erhielt das Unternehmen 1951 die Bezeichnung Volkseigenes Wohnungsunternehmen Leuna in Leuna. 1953 kam es zur Auflösung des Betriebes aufgrund einer Verordnung des Rates des Bezirkes Halle zur Vereinfachung der Wohnungsverwaltungswirtschaft vom 24. Sept. 1951 (Mitteilungsblatt der Räte der Bezirke Halle und Magdeburg, Land Sachsen-Anhalt Nr. 5). In der Folge wurde die Wohnungsverwaltung von den jeweiligen kommunalen Wohnungsverwaltungen der Räte der Städte und Gemeinden wahrgenommen.
Bestandsinformationen:
1953 wurde der damaligen Zweigstelle des Deutschen Zentralarchivs Merseburg Schriftgut des Wohnungsunternehmens Leuna übergeben. 1961 erfolgte bei einer ersten Durchsicht, Bestandsrevision und Bewertung des Aktenbestandes die Kassation einiger Bauabrechnungen, Buchungs- und Kassenbelege. Eine genauere schriftliche Erfassung der Akteninhalte fand jedoch nicht statt.

Zu einem unbestimmten Zeitpunkt gelangte das Schriftgut ins Landesarchiv Magdeburg und wurde von dort 1995 dem damaligen Landesarchiv Merseburg übergeben.
Darin enthalten sind v. a. Bauakten, Kostenanschläge und Zeichnungen zu verschiedenen Investitions- und Siedlungsbauten in Ammendorf, Bad Dürrenberg, Bad Lauchstädt, Großkorbetha, Merseburg, Leuna-Göhlitzsch und Weißenfels sowie allgemeine Siedlungsfragen, Anträge, Anfragen, Erlaubnisse und diverse Angaben der Siedler.
Letzte Aktualisierung: 17.04.2018, 20:22 Uhr

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URL:
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