Figurengruppe

Skulptur: Kleopatra und Lucretia

Die Elfenbeinstatuetten der Kleopatra (Inv.-Nr. 95/895) und der Lucretia (Inv.-Nr. 95/896) bilden ein inhaltlich und kompositionell aufeinander bezogenes Paar. Beide Frauen sind im Augenblick der Selbsttötung dargestellt.

Die ägyptische Königin Kleopatra verlor ihre Herrschaft in der Schlacht bei Actium im Jahre 31 n. Chr. an die Römer. Sie entzog sich der Schmach, im Triumphzug als Beute durch Rom geführt zu werden, indem sie sich selbst tötet, angeblich durch den Biss einer Kobra. Diesen Augenblick hat der Künstler in der Elfenbeinfigur festgehalten.

Lucretia war eine vornehme Römerin, die gegen ihren Willen vom Sohn des Königs Tarquinius zum Ehebruch gezwungen wurde. Nach der Tat berichtete Lucretia ihrem Mann und ihrem Vater von dem Verbrechen und bestand auf Rache. Daraufhin tötete sie sich selbst. Der Selbstmord der Lucretia soll zum Sturz des Königtums der Tarquinier und damit zur Gründung der römischen Republik um 510 v. Chr. geführt haben.

Der "böse" Selbstmord Cleopatras und der "gute" der Lucretia ist an der unterschiedlichen Blickführung zu erkennen, die eine starrt finster zu Boden, die andere blickt zum Himmel auf.

95/896 | Fotograf*in: Thomas Goldschmidt

CC0 1.0 Universal

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Location
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
Collection
Skulpturen
Inventory number
95/895 - 95/896
Measurements
Höhe: 15.7 cm, Breite: 6.8 cm (Objekt a)
Höhe: 16.5 cm, Breite: 5.6 cm (Objekt b)
Material/Technique
Elfenbein; geschnitzt

Event
Herstellung
(when)
2. Hälfte 17. Jh.
Event
Fund
(where)
Süddeutschland

Rights
Badisches Landesmuseum
Last update
12.07.2024, 10:56 AM CEST

Data provider

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Object type

  • Figurengruppe

Time of origin

  • 2. Hälfte 17. Jh.

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