Plastik

Olympiaglocke; Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf

Die 1935 vom Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation gegossene Olympiaglocke (21), die größte und schwerste Glocke Berlins, überstand beschädigt die Sprengung, wurde aber 1947 vergraben. Beim Wiederaufbau des Turmes wurde sie durch einen kleineren Neuguss ersetzt. Wie ihre Vorgängerin trägt auch sie die Inschrift "Ich rufe die Jugend der Welt". Die originale, über vier Meter hohe und fast zehn Tonnen schwere Glocke grub man 1956 aus und stellte sie 1957 auf einen Sockel vor dem Olympiastadion. Dort steht sie nahe dem Südtor am Coubertinplatz noch heute. Die Olympiaglocke ist als offizielles Symbol der Olympischen Spiele eng mit der nationalsozialistischen Kriegsverherrlichung der Langemarckhalle verbunden. Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten erklärte 1936 "die Olympiaglocke zum ewigen Mahner an den Opfertod unserer Helden und zu einer Verpflichtung für die Lebenden." (22) ° ________________° (21) Für die künstlerische Gestaltung der Glocke war der Bildhauer Walter E. Lemcke verantwortlich. Vgl. Wille, Klaus-Dieter u. a.: Die Glocken von Berlin (West), Geschichte und Inventar, Berlin 1987, S. 53, 131.° (22) https://de.wikipedia.org/wiki/Glockenturm_Berlin (zuletzt aufgerufen 17.03.2022).

Rechtewahrnehmung: Landesdenkmalamt Berlin

Urheberrechtsschutz

Standort
Brombeerweg 40 & 40A & 40B & 40C & 40D & 40E / Olympischer Platz 1 & 2 & 3 & 4 & 5 & 6 & 7 & 8 / Passenheimer Straße 24 & 30 / Rominter Allee 1 & 3 & 5 / Am Glockenturm / Coubertinplatz / Friedrich-Friesen-Allee / Georgiiplatz / Glockenturmstraße / Hanns-Braun-Straße / Jesse-Owens-Allee / Sportforumstraße / Trakehner Allee, Westend, Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin

Klassifikation
Baudenkmal

Ereignis
Vollendung
(wer)
Entwurf: Lemcke, Walter E.
Ausführung: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG
(wann)
1935

Letzte Aktualisierung
17.12.2025, 09:01 MEZ

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Objekttyp

  • Plastik

Beteiligte

  • Entwurf: Lemcke, Walter E.
  • Ausführung: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG

Entstanden

  • 1935

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