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Kriegsmarine - SMS "Hildebrand", Küstenpanzerschiff

Küstenpanzerschiff SMS "HILDEBRAND", Schwesterschiffe "SIEGFRIED", "BEOWULF", "FRITHJOF", "HAGEN", "HEIMDALL"; Bauwerft: Kaiserliche Werft, Kiel, Stapellauf 6.8.1892, Indienststellung 28.10.1893; Abmessung: Länge ü.a. 79 m (Kwl 76,4 m), Breite 14,9 m, Tiefgang 5,74 m, Wasserverdrängung max. 3741 t, ab 1902: Abmessung: Länge ü.a. 86,13 m (Kwl 84,8 m), Breite 14,9 m, Tiefgang 5,49 m, Wasserverdrängung max. 4236 t; Antrieb: 4 Lokomotivkessel/ 2 Dreizylinder-Expansionsdampfmaschine 4608 Psi (3389 Kw), 2 Schrauben mit 14 kn, ab 1902: 8 Marinewasserrohrkessel/ 2 Dreizylinder-Expansionsdampfmaschine 5338 Psi (3926 Kw), 2 Schrauben mit 15,3 kn; Bewaffnung: 2 Ringkanonen 24 cm, 8 Schnellladekanonen 8,8 cm, 6 Maschinenkanonen 3,7 cm, 4 Torpedorohre 35 cm, ab 1902: 3 Ringkanonen 24 cm, 10 Schnellladekanonen 8,8 cm, 3 Torpedorohre 45 cm, 1 Torpedorohr 35 cm.; Verbleib: Nach Reparatur der während der Probefahrten aufgetretenen Kesselleckagen kam "HILDEBRAND" am 5.8.1894 als Divisionsflaggschiff zur Reservedivision der Nordsee. Sie nahm an Manövern und Übungen im Divisionsverband, wurde ab 27.10. in Wilhelmshaven 1. Stammschiff der Reservedivision. In 1895 wurden die üblichen Einzelfahrten und Schießübungen durchgeführt, unterbrochen von der Teilnahme an den Einweihungsfeierlichkeiten des Kaiser-Wilhelm-Kanals. Die folgenden Jahre verliefen ähnlich ohne besondere Ereignisse. Am 2.10.1900 wurde "HILDEBRAND" zwecks Umbau außer Dienst gestellt. Im Frühjahr 1901 begann der Umbau, bei dem durch Trennen des Schiffsrumpfes und Einsetzen einer neuen Rumpfsektion die Länge um 8,4 Meter vergrößert. Auch wurde eine neue Kesselanlage eingebaut und die Bewaffnung verändert. Danach nahm "HILDEBRAND" im 2. Geschwader an den Flottenmanövern teil. Für die Herbstmanöver 1909 kam sie letztmalig in Friedenszeiten zum Einsatz und wurde dann am 15.9.1909 außer Dienst gestellt. Bei Kriegsausbruch 1914 wurde sie reaktiviert und bildete mit den anderen Küstenpanzerschiffen das 6. Geschwader, das im Vorpostendienst sowie Küstenschutz in der Deutschen Bucht eingesetzt wurde. Nach Auflösung des Geschwaders am 31.8.1915 kam sie zur Hafenflottille der Elbe. Aufgrund des Personalmangels in der Kaiserlichen Marine wurde das inzwischen vollkommen veraltete Schiff am 9.1.1916 aus der Hafenflottille entlassen, lief über Kiel nach Danzig und wurde dort am 16.1. endgültig außer Dienst gestellt. Nach ihrer Desarmierung wurde "HILDEBRAND" als Wohnschiff in zunächst nach Libau und später nach Windau geschleppt, wo sie bis Anfang 1919 blieb. Am 17.6.1919 wurde sie aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und zum Abwracken in die Niederlande verkauft. Während der Überführungsfahrt strandete das Schiff am 21.12. 1919 in einem Sturm vor Scheveningen. Die sechs Mann der Überführungsmannschaft konnten gerettet, das Schiff musste aber aufgegeben werden. Das Wrack der "HILDEBRAND" wurde 1933 gesprengt. (Album 188-106)

DE-MUS-076111, Album 188-106 | Rechtewahrnehmung: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung

Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International

Standort
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
Inventarnummer
Album 188-106
Weitere Nummer(n)
LH 11-2004 (alte Inventarnummer)
Material/Technik
Papier; Lichtdruck
Inschrift/Beschriftung
Signatur: betitelt Wo: o. l. Was: S.M.S. Hildebrand
Signatur: Wo: rückseitig M. l. Was: Photogr. u. Verlag Gebr. Lampe, Kiel. No. 47 Rö.

Verwandtes Objekt und Literatur
Dokumentiert in: Die Deutschen Kriegsschiffe.. Ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart Bd.1-Bd.7. (Seite: 82-84)

Klassifikation
Ansichtskarten (Sachgruppe)
Bezug (was)
Ikonographie: Kriegsmarine, Kriegsschiffe (Zusatz)

Geliefert über
Rechteinformation
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
Letzte Aktualisierung
29.04.2025, 11:17 MESZ

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