Archivbestand
Amt Gaildorf (Bestand)
Inhalt und Bewertung
Seit 1780 württembergisch.
Zur Geschichte von Stadt und Amt Gaildorf: Der Ort Gaildorf bzw. die Herren von Gaildorf ("Geillendorff) werden bereits 1255 erstmals urkundlich erwähnt. Letztere standen zu jener Zeit schon im Dienst der Schenken von Limpurg, die damals Rechte in der Gegend erwarben. Als Besitzer des Dorfes sind die Limpurger 1374 bezeugt; unter ihrer Herrschaft wurde es 1404 zur Stadt erhoben. Als 1441 die Teilungen im Hause der Schenken von Limpurg be gannen, fiel die Stadt (bis 1552) zunächst einer Linie zu; später wurde sie geteilt. Dem Aussterben der männlichen Linie (1713) folgten lange Erbstreitigkeiten, an denen neben Preußen auch Württemberg beteiligt war. Der Anteil der Erbtöchter war kurz zuvor an die Grafen von Wurmbrand und die Grafen von Solms-Assenheim gekommen, wobei die Grafen von Wurmbrand ihren Teil 1780 an Württemberg verkauften. Dieser Teil bildete nun das der Rentkammer unterstellte Amt Gaildorf. 1806 fiel ganz Gaildorf an Württemberg, ein Jahr später wurde es zur Oberamtsstadt erhoben. Literatur: Beschreibung des Oberamts Gaildorf, Stuttgart 1852 Das Land Baden-Württemberg, 4, Stuttgart 1980 Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, 6, Baden-Württemberg, Stuttgart 1965
Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Die Rentkammerämter umfassen nur wenige, erst im 17. und 18. Jahrhundert erworbene Orte und Besitzungen, die nicht der "Landschaft" eingegliedert wurden, keine Vertreter in den Landtag entsandten und daher keine Beiträge an die Landschaftskasse entrichteten. Sie unterstanden lediglich der Rentkammer und leisteten ihre Abgaben und Zahlungen an sie. Die Bestände enhalten keine Membra, sondern setzen sich ausschließlich aus Aktenabgaben lokaler Nachfolgebehörden zusammen (vgl. die "Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv", Stuttgart 1975, S. 150). Der vorliegende Bestand A 427 a L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Er umfaßt ausschließlich Akten der Provenienz "Kameralamt Gaildorf". Weitere Archivalien betreffend Gaildorf finden sich in folgenden Beständen: A 249 Rentkammer: Ämterakten A 302 Weltliche Ämterrechnungen H 206 Lagerbücher von Gemeinden und Spitälern: Großaltdorf Stadt Gaildorf Lkr. Schwäbisch Hall H 207 Lagerbücher von Bürgern: Familie Widmann in Gaildorf. Der ganze Bestand war bisher unverzeichnet. Lediglich Konzept- aufnahmen von Herbert Natale fanden sich bei den Akten selbst. Bei der Neuverzeichnung wurde nach einer Sachgliederung, die von Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt wurde, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1.1997). Die Verzeichnung erfolgte im Oktober 1998 unter Mitwirkung der Anwärterin Anne Kathrin Rowedder und mit Hilfe des Computer- programms Wordstar 5.5. Der Bestand besteht aus 5 Büscheln im Umfang von 0,1 lfd. m. Stuttgart, im Oktober 1998 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Abschr. Abschrift
Ausf. Ausfertigung
Az. Aktenzeichen
Bd. Band
Bl. Blatt
Bü Büschel
L Ludwigsburg
lfd. laufend(en)
Lkr. Landkreis
m Meter(n)
o.D. ohne Datum
u.a. unter anderem
Pap. Papier
S. Seite(n)
Schr. Schriftstück(e)
- Bestandssignatur
-
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 427 a L
- Umfang
-
5 Büschel
- Kontext
-
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Rentkammerämter
- Bestandslaufzeit
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(1766-)1781-1806
- Weitere Objektseiten
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Rechteinformation
-
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- Letzte Aktualisierung
- 13.11.2025, 14:39 MEZ
Datenpartner
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Objekttyp
- Bestand
Entstanden
- (1766-)1781-1806