Humpen

Humpenwandung mit bacchantischem Reigen

Auf der Humpenwandung ist in fein abgestuftem Relief auf dem Runde des Stoßzahns ein Zug von neun Gestalten dargestelt. Nymphen; Satyrn und ein trunkener Silen tanzen zu den Klängen eines Aulos, der von einem der Satyrn geblasen wird. Ein Panther der nach einer Weintraube schnappt und ein umgestürztes Weingefäß unterstreichen den bacchantischen Charakter des wilden Reigens. Eine Fassung aus Metall sowie der Einsatz, der einen Gebrauch als Humpen ermöglichen würde, ist nicht vorhanden.

Bernhard Strauß gehört zu den bedeutendsten Elfenbeinschneidern des 17. Jahrhunderts in Süddeutschland. Er arbeitete in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts in Augsburg. Humpenwandungen mit Göttern und bacchantischen Umzügen sind für ihn besonders charakteristisch. Das vorliegende Exemplar zeichnet sich dabei durch seine Eleganz und Lebendigkeit sowie durch eine besonders differenzierte Behandlung der nackten Körper aus.

Fotograf*in: Thomas Goldschmidt

CC0 1.0 Universell

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Standort
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
Sammlung
Kunstkammer-Objekte
Inventarnummer
83/261
Maße
Höhe: 10.5 cm, Durchmesser: 12.7 cm (Gesamt)
Material/Technik
Elfenbein; Elfenbeinschnitzerei

Ereignis
Herstellung
(wer)
Bernhard Strauß
(wo)
Augsburg
(wann)
1656

Rechteinformation
Badisches Landesmuseum
Letzte Aktualisierung
12.07.2024, 10:56 MESZ

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Objekttyp

  • Humpen

Beteiligte

  • Bernhard Strauß

Entstanden

  • 1656

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