Humpen
Humpenwandung mit bacchantischem Reigen
Auf der Humpenwandung ist in fein abgestuftem Relief auf dem Runde des Stoßzahns ein Zug von neun Gestalten dargestelt. Nymphen; Satyrn und ein trunkener Silen tanzen zu den Klängen eines Aulos, der von einem der Satyrn geblasen wird. Ein Panther der nach einer Weintraube schnappt und ein umgestürztes Weingefäß unterstreichen den bacchantischen Charakter des wilden Reigens. Eine Fassung aus Metall sowie der Einsatz, der einen Gebrauch als Humpen ermöglichen würde, ist nicht vorhanden.
Bernhard Strauß gehört zu den bedeutendsten Elfenbeinschneidern des 17. Jahrhunderts in Süddeutschland. Er arbeitete in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts in Augsburg. Humpenwandungen mit Göttern und bacchantischen Umzügen sind für ihn besonders charakteristisch. Das vorliegende Exemplar zeichnet sich dabei durch seine Eleganz und Lebendigkeit sowie durch eine besonders differenzierte Behandlung der nackten Körper aus.
- Standort
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Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
- Sammlung
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Kunstkammer-Objekte
- Inventarnummer
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83/261
- Maße
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Höhe: 10.5 cm, Durchmesser: 12.7 cm (Gesamt)
- Material/Technik
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Elfenbein; Elfenbeinschnitzerei
- Ereignis
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Herstellung
- (wer)
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Bernhard Strauß
- (wo)
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Augsburg
- (wann)
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1656
- Rechteinformation
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Badisches Landesmuseum
- Letzte Aktualisierung
- 12.07.2024, 10:56 MESZ
Datenpartner
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Objekttyp
- Humpen
Beteiligte
- Bernhard Strauß
Entstanden
- 1656