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Kriegsmarine - SMS "Goeben", Großer Kreuzer
Großer Kreuzer SMS "GOEBEN", Schwesterschiff "MOLTKE"; Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg, Stapellauf 27.3.1911, Indienststellung 2.7.1912; Abmessung: Länge ü.a. 186,5 m (Kwl 186,0 m), Breite 29,5 m, Tiefgang 9,19 m, Wasserverdrängung max. 25400 t; Antrieb: 24 Marinewasserrohrkessel/2 Satz Parsons-Turbinen 85661 PSw (63004 kW), 2 Ruder, 4 Schrauben mit 25,5 kn; Bewaffnung: 10 Schnellladekanonen 28 cm, 12 Schnellladekanonen 15 cm, 12 Schnellladekanonen 8,8 cm, 4 Torpedorohre 50 cm 1 Heck, 1 Bug, 2 seitlich). Verbleib: Ab 29.8.1912 nahm "GOEBEN" in dem 2. Aufklärungsverband an den Herbstmanövern der Hochseeflotte teil. Danach wurden die hierfür unterbrochenen Probefahrten fortgesetzt. Anfang November kam sie zusammen mit dem Kleinen Kreuzer "BRESLAU" wegen des ersten Balkankrieges neugebildeten Mittelmeerdivision. Nach Übernahme der Ausrüstung in Kiel verließen beide Schiffe am 4.11.1912 Wilhelmshaven und erreichten am 13.11. Malta. Ab dem 10. April 1913 nahmen sie dann an der internationalen Blockade der Küste von Montenegro teil. Sie machte mehrere Reisen durch das Mittelmeer und die Adria. Nach Kriegsausbruch wurde die Mittelmeerdivision zur Behinderung französischer Truppenbewegungen aus Algerien ins Mutterland an die nordafrikanische Küste beordert. Nach Versorgung mit Kohlen von im Hafen liegenden deutschen Handelsschiffen verließ "GOEBEN" zusammen mit "BRESLAU" am 3.8. Messina und lief entlang der Nordküste Siziliens und der Südspitze Sardiniens nach Algerien. Nach der inzwischen erfolgten Kriegserklärung an Frankreich beschossen am 4.8.1914 die beiden Schiffe Häfen in Algerien. Inzwischen befand sich auch Großbritannien mit Deutschland im Krieg. Der seit 23.10.1913 amtierende Divisionschef Konteradmiral (ab 27.1.1915 Vizeadmiral) Souchon versuchte deshalb, mit den beiden Schiffen ohne in Gefechte mit überlegenen britischen Seestreitkräften verwickelt zu werden, in die Türkei zu gelangen. Am 10.8. lief er mit seinen Schiffen in die Dardanellen ein und mit türkischer Erlaubnis weiter nach Konstantinopel. Beide Schiffe wurden offiziell an die Türkei verkauft und am 16.8.1914 die "GOEBEN" als "YAWUZ SULTAN SELIM" und die "BRESLAU" als "MIDILLI" unter türkischer Flagge in Dienst gestellt. Am gleichen Tag wurde Souchon auch türkischer Flottenchef. Es folgten jetzt mehrere Einsätze in den Dardanellen und im Schwarzen Meer. Am 4. September 1917 wurde Vizeadmiral von Rebeur-Paschwitz als Nachfolger des zur Hochseeflotte berufenen Souchon Chef der MittelmeerDivision und türkischer Flottenchef. Im Januar 1918 machte er einen Vorstoß nach Imbros, bei dem sein Verband in ein Minenfeld geriet. Die "YAWUZ SULTAN SELIM" wurde schwer beschädigt, blieb jedoch schwimmfähig und konnte in den Dardanellen auf Grundgesetzt werden. Die "MIDILLI" dagegen sank nach fünf Minentreffern, wobei von der Besatzung nur 133 Mann überlebten, 330 fanden den Tod. Nach dem Waffenstillstand wurde der deutsche Besatzungsteil nach Odessa gebracht. Die Minentreffer wurden erst nach dem Bau eines geeigneten Schwimmdocks 1928 gedichtet und repariert. "YAWUZ SULTAN SELIM" war 1930 wieder voll fahrbereit, fuhr unter dem Namen "YAVUZ" noch bis 14.11.1954 unter türkischer Flagge und wurde 1973-1976 abgewrackt. Übrigens trug die deutsche Besatzung nach Übernahme durch die Türkei den Fes als offizielle Kopfbedeckung. (Album 188-85)
- Location
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Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Inventory number
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Album 188-85
- Other number(s)
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LH 11-2004 (alte Inventarnummer)
- Material/Technique
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Papier; Lichtdruck
- Inscription/Labeling
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Signatur: betitelt und bezeichnet Wo: o. l. Was: S.M. Panzerkeuzer Goeben (Türkischer Name: "Sultan Jawus Selim")
Signatur: Wo: rückseitig M. l. Was: Photogr. u. Verlag Gebr. Lampe, Kiel. No. 127 Rö.
- Related object and literature
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Dokumentiert in: Die Deutschen Kriegsschiffe.. Ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart Bd.1-Bd.7. (Seite: 9-13)
- Classification
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Ansichtskarten (Sachgruppe)
- Subject (what)
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Ikonographie: Kriegsmarine, Kriegsschiffe (Zusatz)
- Delivered via
- Rights
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Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
- Last update
- 29.04.2025, 11:17 AM CEST
Data provider
This object is provided by:
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung.
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Object type
- Postkarte