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Gemeinsamer Besitz in Thüringen

Kontext:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Gemeinschaftliche Archive der Neuensteiner Linie
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Beschreibung:

Inhalt und Bewertung
Die Neuensteiner Hauptlinie besaß mehrere Besitzungen in Thüringen, jedoch blieb nur die Obergrafschaft Gleichen um den Mittelpunkt Ohrdruf dauerhaft in ihrem Besitz. Nach Aussterben der Grafen von Gleichen fiel 1631 die Obergrafschaft Gleichen aufgrund eines Erbschaftsvertrages von 1621 und verwandtschaftlicher Verbindungen an die Neuensteiner Hauptlinie. 1607 hatte Graf Wolfgang von Hohenlohe-Weikersheim die Herrschaft Niederkranichfeld erworben, die jedoch 1647 an die Grafen von Mörsberg abgegeben werden mußte. Seine Söhne Kraft von Hohenlohe-Neuenstein und Philipp Ernst von Hohenlohe-Langenburg erwarben 1611 die Herrschaft Krakendorf, die (als Amt) 1694 an die Grafen von Hatzfeldt verkauft wurde. Zunächst besaßen die Linien Langenburg und Neuenstein die Obergrafschaft Gleichen unter der Landeshoheit der Ernestiner, seit 1657 nur Sachsen-Gothas gemeinsam. Kanzlei, Schösserei und Konsistorium in Ohrdruf waren gemeinschaftliche Institutionen. Eine Realteilung wurde 1665 vorgenommen. Beide Linien erhielten je die Hälfte der Stadt Ohrdruf, des Dorfes Werningshausen und des Amtes Krakendorf. An die Langenburger Linie fielen die Dörfer Emleben, Petriroda und Schwabhausen, an die Neuensteiner Wechmar und Pferdingsleben. Die Neuensteiner Hälfte blieb bis 1677 gemeinschaftlich, fiel dann 1689 an Graf Johann Ludwig von Hohenlohe-Künzelsau. Nach dessen erbenlosen Tod kam sie an dessen Bruder Johann Friedrich von Hohenlohe-Oehringen und verblieb auch nach der Teilung zwischen dessen Söhnen bei der Linie Hohenlohe-Oehringen bis zu deren Aussterben 1805. Nach dem Erbfolgestreit konnten die Linien Hohenlohe-Kirchberg und Hohenlohe-Langenburg sich den Besitz der Obergrafschaft Gleichen sichern. Mit dem Erlöschen der Kirchberger Linie 1861 wurde Langenburg alleiniger Besitzer bis zur Aufgabe der thüringischen Besitzungen um 1930.
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Letzte Aktualisierung: 25.02.2022, 08:54 MEZ