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Kriegsmarine - SMS "Medusa", Kleiner Kreuzer

Kleiner Kreuzer SMS "MEDUSA", Schwesterschiffe "AMAZONE", "ARIADNE", "FRAUENLOB", "ARCONA", "GAZELLE", "NIOBE", "NYMPHE", "UNDINE", "THETIS"; Bauwerft: A.G. Weser; Bremen, Stapellauf 5.12.1900, Indienststellung 26.7.1901; Abmessung: Länge ü.a. 105,1 m (Kwl 104,1 m), Breite 12,2 m, Tiefgang 5,39 m, Wasserverdrängung max. 3082 t; Antrieb: 9 Marine-Wasserrohrkessel/2 Dreizylinder-Expansionsdampfmaschine 7972 Psi (5863 Kw), 2 Schrauben mit 20,9 kn; Bewaffnung: 10 Schnellladekanonen 10,5 cm, 10 Maschinenkanonen 3,7 cm, 2 Torpedorohre 45 cm. Verbleib: Nach Abschluss der Probefahrten wurde "MEDUSA" aufgrund von Personalmangel in die Reserve überführt. Die endgültige Indienststellung erfolgte am 1.4.1903 für den aktiven Einsatz bei den Aufklärungsschiffen des 1. Geschwaders. Bis September 1907 nahm sie regelmäßig an den Reisen und Manövern der Flotte teil. Am 15.9.1907 schied sie aus den Aufklärungsstreitkräften aus, löste ihr Schwesterschiff "NYMPHE" als Artillerieschulschiff für Maschinenwaffen ab, wodurch sie von der Hochseeflotte zur Inspektion der Schiffsartillerie wechselte. Nach der Rückkehr von "NYMPHE" stellte "MEDUSA" am 23.5.1908 in Danzig außer Dienst, wurde auf der dortigen Kaiserlichen Werft grundüberholt und anschließend zur 1. Reserve versetzt. Mit Beginn des 1. Weltkriegs wurde der Kreuzer reaktiviert, stellte am 4.8.1914 wieder in Dienst und machte bis 13.9.1915 Sicherungs- und Vorpostendienst in der Elbmündung. Vom 14.9.-1.12.1915 lag sie mit reduzierter Besatzung in Wilhelmshaven. Nach Auffüllung der Besatzung kam sie zur Küstenschutzdivision der Ostsee mit Stützpunkt Warnemünde, von wo aus sie bis Dezember 1916 als Patrouillenkreuzer in der westlichen und mittleren Ostsee ihren Dienst versah. Am 18.12.1916 in Kiel außer Dienst gestellt, verlegte sie kurz darauf bis Kriegsende als Beischiff des Schulschiffes "KÖNIG WILHELM" nach Flensburg. Nach Kriegsende blieb sie bei der Reichsmarine, wurde nach Indienststellung am 17.7.1920 der Marinestation der Ostsee zugeteilt. Bis zur Außerdienststellung am 26.9.1924 machte "MEDUSA" noch einige Auslandsbesuche in schwedischen und finnischen Häfen, wurde am 27. 3.1929 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und als Wohnschiff in Wilhelmshaven weiter verwandt. Im August 1940 übernahm die Kriegsmarine das Schiff, richtete es als schwimmende Flakbatterie her und verankerte es vor der 4. Einfahrt in Wilhelmshaven. Am 3.5.1945 wurde "MEDUSA" von der eigenen Besatzung versenkt, 1948 gehoben und bis 1950 abgewrackt. (Album 188-146)

DE-MUS-076111, Album 188-146 | Rechtewahrnehmung: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung

Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International

Standort
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
Inventarnummer
Album 188-146
Weitere Nummer(n)
LH 11-2004 (alte Inventarnummer)
Material/Technik
Papier; Lichtdruck
Inschrift/Beschriftung
Signatur: betitelt Wo: o. r. Was: S.M. Kl. Kreuzer Medusa
Signatur: Wo: rückseitig M. l. Was: Photogr. u. Verlag Gebr. Lampe, Kiel. No. 69 Rö.

Verwandtes Objekt und Literatur
Dokumentiert in: Die Deutschen Kriegsschiffe.. Ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart Bd.1-Bd.7. (Seite: 115-116)

Klassifikation
Ansichtskarten (Sachgruppe)
Bezug (was)
Ikonographie: Kriegsmarine, Kriegsschiffe (Zusatz)

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Rechteinformation
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek - Landesgeschichtliche Sammlung
Letzte Aktualisierung
29.04.2025, 09:17 UTC

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