Münze

Groschen des Bistums Minden, 1596

Wenngleich im 16. Jahrhundert reformatorisches Gedankengut im Bistum Minden auf fruchtbaren Boden fiel und die Bischöfe mehrheitlich der protestantischen Lehre zugeneigt waren, wurde ein offener Glaubensübertritt bis zum Ende des Dreißigjährigen Kriegs vermieden. Im Zuge des Westfälischen Friedens fiel das Bistum als weltliches Fürstentum Minden an die Markgrafschaft Brandeneburg. Graf Anton von Holstein-Schaumburg (reg. 1566–1582) stand anders als seine Vorgänger und Nachfolger auf dem Mindener Bischofsstuhl, die zu großen Teilen aus dem Haus Braunschweig-Lüneburg stammten, reformatorischem Gedankengut deutlich distanzierter gegenüber. In seine Herrschaftszeit fällt die Prägung dieses Groschens, der auf seiner Vorderseite den Wappenschild sowie die Titulatur des Münzherrn in der Umschrift zeigt. Auf der Rückseite ist der gekrönte Doppeladler mit einem Reichsapfel auf der Brust zu sehen; die Umschrift nennt die Titulatur Kaiser Rudolfs II. [Nicolas Schmitt]

Material/Technique
Silber, geprägt
Measurements
Durchmesser: 20,2 mm, Gewicht: 1,62 g, Stempelstellung: 2h
Inscription/Labeling
Vorderseite: Wappenschild des Münzherren Vorderseite: MO(NETA) . NO(VA) . ANTO(NII) . CONF . EP(ISCOPI) . MIN(DENSIS) Rückseite: RVDOL(PHUS) . II . ROM(ANORUM) . IM(PERATOR) . SEM(PER) . AV(GUSTUS); Wertzahl in Reichsapfel: 24; zu beiden Seiten Jahreszahl: 15 - 96
Location
Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Inventory number
MK 27936
Collection
Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen; Münzkabinett; Frühe Neuzeit

Subject (what)
Münze
Geistliches Fürstentum
Subject (where)
Minden
Heiliges Römisches Reich

Event
Herstellung
(when)
1596
Event
Gebrauch
(where)
Minden
Event
Auftrag
(who)

Rights
Landesmuseum Württemberg
Last update
14.03.2023, 6:23 AM CET

Object type

  • Münze

Associated

Time of origin

  • 1596

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