Bild
Gartenblumenstrauß im Krug
»Auf einer Marmorplatte steht ein irdenes Henkeltöpfchen mit Apfelblüthen, Flieder, Goldlack, Tulpen, Levkoyen und anderen Blumen, an denen noch die Thautröpfchen hängen, und welche von zwei Insekten und einer Schnecke belebt sind«, heißt es im Katalog der Sammlung des Begründers der Nationalgalerie Joachim Heinrich Wilhelm Wagener, der insgesamt sechs Werke Johann Wilhelm Preyers besaß (Verzeichniss der Gemälde-Sammlung des J. H. W. Wagener, Berlin 1861, S. 92–93; eines davon Kriegsverlust). Unter dem Strauß liegt der goldene Siegelring des Sammlers mit dem in Karneol geschnittenen, eine Waage darstellenden Wappen der Familie; daneben anspielungsreich ein Vergißmeinnicht. Als einer der wenigen Stillebenmaler der Düsseldorfer Schule errang Preyer mit Darstellungen dekorativer Arrangements von Früchten und Gegenständen frühzeitig Bekanntheit. Ab 1830, noch vor Beendigung seines Studiums, unternahm er mehrere Reisen. 1835 besuchte er Holland und die dortigen Kunstsammlungen. Seine feine, altmeisterliche, an der holländischen Stillebenkunst des 17. Jahrhunderts orientierte Malerei brachte ihm alsbald den Ruf des besten Maltechnikers der Düsseldorfer Schule ein. Künstlerisch zunehmend erfolgreich, konnte Preyer mit seinen Gemälden seit den 1840er Jahren den Unterhalt seiner Familie sichern. Das Porträt des kleinwüchsigen Künstlers, gemalt vom Freund und Kollegen Johann Peter Hasenclever, wird in der Nationalgalerie bewahrt (Inv.-Nr. A II 357). | Birgit Verwiebe
- Material/Technique
-
Öl auf Leinwand
- Measurements
-
Höhe x Breite: 41 x 36 cm
Rahmenmaß: 56,5 x 50,5 x 6,5 cm
- Location
-
Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
- Inventory number
-
W.S. 169
- Last update
-
08.08.2023, 11:02 AM CEST
Data provider
Alte Nationalgalerie. If you have any questions about the object, please contact the data provider.
Object type
- Bild
Time of origin
- 1831