Archivbestand

Gaffron, Helmut; Superintendent (Bestand)

Helmut Gaffron (geb. 20.2.1908, gest. 6.7.1984) war seit 1935 in Herford als Pfarrer tätig, zuerst in der Münster-Kirchengemeinde als Hilfsprediger, ab 1936 bis zu seiner Emeritierung 1976 an der Neustädter St. Johannis-Kirchengemeinde. Seit 1967 war er zudem Superintendent des Kirchenkreises Herford.Der Nachlass wurde am 14. Oktober 2020 von seinem Sohn Dr. Hans-Georg Gaffron übergeben. Helmut Gaffron gehörte der Bekennenden Kirche an. Während der Zeit des Nationalsozialismus übte er neben dem Pfarramt Sonderdienste im Auftrag der Provinzialkirche aus. Er kümmerte sich um die Landhelfer von 1935 - 1937 und 1941 um die nach Bayern aus Westfalen landverschickten Kinder. Seinem Einsatz ist die Rettung der historischen Glasfenster der Johanniskirche im Zweiten Weltkrieg zu verdanken. Aus der brennenden Synagoge in Herford rettete Helmut Gaffron die Grundsteinurkunde und konnte diese nach dem Krieg der jüdischen Kultusgemeinde übergeben. Das Verhältnis zu den Juden war ihm zeitlebens besonders wichtig.Der Nachlass umfasst 40 Akteneinheiten aus den Jahren 1932 - 2009. Neben der Dokumentation seiner besonderen Aufgaben liegt der Wert des Nachlasses vor allem in der Sammlung seiner Predigten, die seine theologische Position und Entwicklung im Laufe der Zeit deutlich werden lassen. Ebenso sind alle seine Pfarrkalender vorhanden, die seine Aktivitäten nachvollziehbar machen.Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke „Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter „Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 in der Fassung vom 29.10.2020 bzw. des Aufbewahrungs- und Kassationsplans der EKvW vom 29.10.2020.Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: LkA EKvW 3.67 Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur des entsprechenden Archivales). Das Kürzel steht in dieser Reihenfolge für "Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bestand 3.67 Nr. ...".Weitere Hinweise zu dem Wirken von Helmut Gaffron finden sich im Archiv des Kirchenkreises Herford, das sich vor Ort befindet.Bielefeld, den 27. August 2021Wolfgang Günther

Form und Inhalt: Helmut Gaffron (geb. 20.2.1908, gest. 6.7.1984) war seit 1935 in Herford als Pfarrer tätig, zuerst in der Münster-Kirchengemeinde als Hilfsprediger, ab 1936 bis zu seiner Emeritierung 1976 an der Neustädter St. Johannis-Kirchengemeinde. Seit 1967 war er zudem Superintendent des Kirchenkreises Herford.
Der Nachlass wurde am 14. Oktober 2020 von seinem Sohn Dr. Hans-Georg Gaffron übergeben. Helmut Gaffron gehörte der Bekennenden Kirche an. Während der Zeit des Nationalsozialismus übte er neben dem Pfarramt Sonderdienste im Auftrag der Provinzialkirche aus. Er kümmerte sich um die Landhelfer von 1935 - 1937 und 1941 um die nach Bayern aus Westfalen landverschickten Kinder. Seinem Einsatz ist die Rettung der historischen Glasfenster der Johanniskirche im Zweiten Weltkrieg zu verdanken. Aus der brennenden Synagoge in Herford rettete Helmut Gaffron die Grundsteinurkunde und konnte diese nach dem Krieg der jüdischen Kultusgemeinde übergeben. Das Verhältnis zu den Juden war ihm zeitlebens besonders wichtig.
Der Nachlass umfasst 40 Akteneinheiten aus den Jahren 1932 - 2009. Neben der Dokumentation seiner besonderen Aufgaben liegt der Wert des Nachlasses vor allem in der Sammlung seiner Predigten, die seine theologische Position und Entwicklung im Laufe der Zeit deutlich werden lassen. Ebenso sind alle seine Pfarrkalender vorhanden, die seine Aktivitäten nachvollziehbar machen.
Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke ”Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter ”Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.
Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 in der Fassung vom 29.10.2020 bzw. des Aufbewahrungs- und Kassationsplans der EKvW vom 29.10.2020.
Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.
Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: LkA EKvW 3.67 Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur des entsprechenden Archivales). Das Kürzel steht in dieser Reihenfolge für "Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bestand 3.67 Nr. ...".
Weitere Hinweise zu dem Wirken von Helmut Gaffron finden sich im Archiv des Kirchenkreises Herford, das sich vor Ort befindet.
Bielefeld, den 27. August 2021
Wolfgang Günther

Bestandssignatur
3.67

Kontext
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 07. Nachlässe

Bestandslaufzeit
1932-2009

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Letzte Aktualisierung
05.11.2025, 14:00 MEZ

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Objekttyp

  • Bestand

Entstanden

  • 1932-2009

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