Museum

Lottehaus

Das Lottehaus in Wetzlar ist eine Literaturgedenkstätte im Zusammenhang mit Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werthers". Die noch heute gebräuchliche Bezeichnung "Lottehaus" erhielt das Gebäude 1863, als Wetzlarer Bürger dort eine Gedenkstätte für Charlotte Kestner, geb. Buff, dem Urvorbild für die Romanfigur der "Lotte" eingerichtet hatten. Goethe lernte "Lotte" in seiner Wetzlarer Praktikantenzeit am Reichskammergericht während der Sommermonate 1772 kennen. Sie inspirierte ihn - als Teil des autobiografischen Hintergrunds - zur Figur seines Romans. In der ständigen Ausstellung des Lottehauses sind Bildnisse der Familie Buff, Gegenstände des persönlichen Bedarfs, aber auch bürgerliches Mobiliar und Hausrat des 18. Jahrhunderts ausgestellt. Drei Räume des Hauses sind Goethes Roman gewidmet, die neben internationalen Werther-Ausgaben des 18. bis 20. Jahrhunderts auch Druckgrafik und Gemälde mit literarischen Motiven zeigen. Neben dem "Erstdruck" des Romans machen Nachahmungen, Streitschriften, Parodien und Übersetzungen sowie die Adaption des Romans im Kunsthandwerk in der Dauerausstellung die Rezeption des Buchs in seiner Zeit spürbar - das bald nach seinem Erscheinen einsetzende sprichwörtliche "Werther-Fieber".

Lottehaus
Lottestraße 8-10
35578 Wetzlar