Bestand
28. Reserve-Division (Bestand)
Überlieferungsgeschichte
Bei Kriegsbeginn gehörte die 28. Reserve-Division
zum XIV. Reservekorps. Ihr unterstanden die 55. und 56.
Reserve-Infanterie-Brigade, das Reserve-Dragonerregiment Nr. 8, das
Reserve-Feldartillerieregiment Nr. 29 und die 1. und 2.
Reservekompanie des Pionierbataillons Nr. 13. Die
Reserve-Divisionen waren schwächer ausgestattet als die
Infanterie-Divisionen. Die Division wurde gemäß dem
Mobilmachungsplan im August 1914 aufgestellt und bei der
Demobilmachung aufgelöst. Die Infanterie-Divisionen waren die
untersten Kommandobehörden, die über einen Generalstab
verfügten.
Inhalt und Bewertung
Es handelt sich um die Kriegsakten der 28.
Reserve-Division für den Zeitraum des 1. Weltkriegs bis zur
Demobilmachung.
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem
aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung einer
militärischen Großeinheit, ihren Gefechten und Bewegungen, der
Organisation des Nachschubs und der Gewährleistung der permanenten
Kampfbereitschaft des Verbandes. Besonders nennenswert sind die
Aktengruppen über die militärischen Operationen, die
Kriegstätigkeit, die Kampfhandlungen, die Kriegstagebücher, die
militärischen Befehle, die Artillerietätigkeit, die
Kriegsgefangenen, die Kampfaufklärung und die
Demobilmachung.
Divisionsgeschichte: Bei
Kriegsbeginn gehörte die Division zum XIV. Reservekorps. Ihr
unterstanden die 55. und 56. Reserve-Infanterie-Brigade, das
Reserve-Dragonerregiment Nr. 8, das Reserve-Feldartillerieregiment
Nr. 29 und die 1. und 2. Reservekompanie des Pionierbataillons Nr.
13. Die Reserve-Divisionen waren schwächer ausgestattet als die
Infanterie-Divisionen. Die Division wurde gemäß dem
Mobilmachungsplan im August 1914 aufgestellt und bei der
Demobilmachung aufgelöst. Die Infanterie-Divisionen waren die
untersten Kommandobehörden, die über einen Generalstab verfügten.
Die kommandierenden Generale waren: . General der Infanterie Kurt
von Pavel 02.08.1914 bis 03.01.1916 Generalleutnant Ferdinand von
Hahn 04.01.1916 bis 04.02.1917 Generalmajor Alfred Ziethen
05.02.1917 bis 07.10.1917 Generalmajor August Adolf von Geyser
08.10.1917 bis 16.12.1917 Generalmajor Siegfried von Held
17.12.1917 bis 24.04.1918 Generalleutnant Konstantin von Altrock ab
dem 25.04.1918 . Im Freistaat Baden begann am 13. Januar 1919 mit
der Annahme von Freiwilligen die Neubildung des badischen
Volksheeres. Reichs- und Badische Volksregierung ließen als
Reaktion auf den sogenannten "Spartakus-Aufstand" im Februar 1919
zusätzlich zu den bereits bestehenden Freiwilligenformationen bei
allen Einheiten weitere Freiwilligenverbände aufstellen.
Bestandsgeschichte: Nach
Kriegsende verblieben die Akten bei der Abwicklungsstelle des
Grenadier-Regiments Nr. 109. Ab Januar 1920 wurde mit der
Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die
Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst
1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab
Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung
Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums
des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle
Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge
der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und
Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die
Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart
übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des
XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr
ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des
Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456
F 8) enthalten.
Literaturhinweise: Die
Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm
Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in
sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen
Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung
im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3,
Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre
Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für
Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger,
Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die
Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen
1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des
Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer
(Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung
Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
- Reference number of holding
-
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 456 F 16
- Extent
-
530 Archivalieneinheiten
- Context
-
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Divisionen
- Related materials
-
Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
- Date of creation of holding
-
1914-1918
- Other object pages
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Last update
- 2025-04-03T11:03:15+0200
Data provider
Landesarchiv Baden-Württemberg. If you have any questions about the object, please contact the data provider.
Object type
- Bestand
Time of origin
- 1914-1918