Medaille

Medaille auf Sündenfall und Kreuzigung von Hans Reinhart, 1536

Die Medaille, die auf der Vorderseite den Sündenfall und auf der Rückseite den Kreuzestod Christi zeigt, vermittelt ein Grundelement der evangelischen Lehre: Allein durch die Gnade Gottes (sola gratia) erlangt der Mensch das ewige Leben. Diese Meinung steht im Widerspruch zur katholischen Kirche. Sie geht davon aus, dass der Mensch durch sein Handeln - etwa durch gute Werke - an seiner Erlösung mitwirken kann. Diese Medaille wurde vom sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich bei Hans Reinhart dem Älteren, einem der führenden deutschen Renaissance-Medailleure, in Auftrag gegeben. Reinhart stellte die Medaille in aufwendiger Technik her: Zunächst wurde sie gegossen, dann wurden in einem zweiten Schritt Details - wie das Laub der Bäume auf der Vorderseite - aufgelötet. [Matthias Ohm]

Standort
Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Sammlung
Münzkabinett; Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen
Inventarnummer
MK 6
Maße
Dm. 69 mm, G. 65,50 g
Material/Technik
Silber, gegossen, gelötet

Bezug (was)
Kreuzigung
Reformation
Medaille
Sündenfall
Kreuzigung Christi
Bezug (wer)

Ereignis
Herstellung
(wer)
(wann)
1536

Rechteinformation
Landesmuseum Württemberg
Letzte Aktualisierung
14.03.2023, 06:23 MEZ

Datenpartner

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Objekttyp

  • Medaille

Beteiligte

Entstanden

  • 1536

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