Bestand
Denkmalpflege - Sammlung Karl Weysser (Bestand)
Überlieferungsgeschichte
Karl Weysser wurde am 7. September 1833 in Durlach
geboren. Er war der Jüngste von 10 Geschwistern und wuchs in
großbürgerlichen Verhältnissen ohne finanzielle Probleme auf. Sein
Vater war ein hoch angesehener Kaufmann und zwischen 1830 und 1836
Bürgermeister von Durlach, seine Mutter stammte aus einer
gutsituierten Familie aus dem Elsass.
Nach dem Besuch
des Pädagogiums (eine Höhere Bürgerschule) in Durlach schrieb sich
Karl Weysser 1848 in der Großherzoglich-Badischen Polytechnischen
Schule (später Technische Hochschule, heute Universität) in
Karlsruhe zum mathematisch-technischen Studium ein. Er wechselte
bald in das mechanisch-technische Studium; aus dieser Zeit
existiert auch die erste bekannte Zeichnung von Karl Weysser, die
er 1852/1853 im Fach Figurenzeichnen fertigte. Hier erlernte er
auch die Grundlagen der Architekturmalerei, mit der er sich
zeitlebens beschäftigte. Von 1853 bis 1855 setzte er seine
mathematische Ausbildung in Berlin fort, ehe er sich entschloss,
Maler zu werden. Er studierte an der Großherzoglich-Badischen
Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Nach anfänglichen
Studien in Fach Porträtmalerei entschied er sich mit dem
Studienjahr 1858/59 endgültig für die Richtung Architektur- und
Landschaftsmalerei. In den Ferien unternahm Weysser viele
Studienreisen in Baden, Hessen und Württemberg. Er verbrachte von
November 1860 bis Sommer 1861 ein knappes Jahr in München, kehrte
dann nach Karlsruhe zurück, wo er 1865 sein Studium
abschloss.
An sein Studium schlossen sich viele Reisen
an, es lassen sich über 50 Studienreisen bis zu seinem Tode
nachweisen. Sie führten Weysser hauptsächlich in seine Heimat Baden
und ins deutschsprachige Ausland Südtirol, Nordwestschweiz und
Elsass. Er arbeitete vor allem in kleineren Städten und Gemeinden.
Ständig auf Reisen, wechselte er häufig den Wohnort, bis er sich
1895 in Heidelberg niederließ. Dort verstarb er am 28. März
1904.
Karl Weyssers gesamtes Werk umfasst über 3000
Zeichnungen und circa 600 Ölgemälde und Studien. Seine Zeichnungen
zeigen meist die mittelalterlichen Bauwerke der von ihm besuchten
Ortschaften, ausgeführt mit Bleistift und Tusche sowie gelegentlich
mit Deckweiß gehöht oder mit Aquarellfarben ergänzt.
Der
vorliegende Bestand wurde vom Referat Denkmalpflege Karlsruhe
erworben und 2011 an das Generallandesarchiv Karlsruhe
zuständigkeitshalber abgegeben. Er umfasst knapp über 1000
Zeichnungen auf Papier von (ehemals) badischen Städten und
Gemeinden. Die Zeichnungen wurden einzeln signiert und in
säurefreien Kartons verpackt.
Vorbemerkung: Karl Weysser
wurde am 7. September 1833 in Durlach geboren. Er war der Jüngste
von 10 Geschwistern und wuchs in großbürgerlichen Verhältnissen
ohne finanzielle Probleme auf. Sein Vater war ein hoch angesehener
Kaufmann und zwischen 1830 und 1836 Bürgermeister von Durlach,
seine Mutter stammte aus einer gutsituierten Familie aus dem
Elsass. Nach dem Besuch des Pädagogiums (eine Höhere Bürgerschule)
in Durlach schrieb sich Karl Weysser 1848 in der
Großherzoglich-Badischen Polytechnischen Schule (später Technische
Hochschule, heute Universität) in Karlsruhe zum
mathematisch-technischen Studium ein. Er wechselte bald in das
mechanisch-technische Studium; aus dieser Zeit existiert auch die
erste bekannte Zeichnung von Karl Weysser, die er 1852/53 im Fach
Figurenzeichnen fertigte. Hier erlernte er auch die Grundlagen der
Architekturmalerei, mit der er sich zeitlebens beschäftigte. Von
1853 bis 1855 setzte er seine mathematische Ausbildung in Berlin
fort, ehe er sich entschloss, Maler zu werden. Er studierte an der
Großherzoglich-Badischen Akademie der Bildenden Künste in
Karlsruhe. Nach anfänglichen Studien in Fach Porträtmalerei
entschied er sich mit dem Studienjahr 1858/59 endgültig für die
Richtung Architektur- und Landschaftsmalerei. In den Ferien
unternahm Weysser viele Studienreisen in Baden, Hessen und
Württemberg. Er verbrachte von November 1860 bis Sommer 1861 ein
knappes Jahr in München, kehrte dann nach Karlsruhe zurück, wo er
1865 sein Studium abschloss. An sein Studium schlossen sich viele
Reisen an, es lassen sich über 50 Studienreisen bis zu seinem Tode
nachweisen. Sie führten Weysser hauptsächlich in den südwestlichen
Teil Deutschlands - seine Heimat Baden - und ins deutschsprachige
Ausland - Südtirol, Nordwestschweiz und Elsass. Er arbeitete vor
allem in kleineren Städten und Gemeinden. Ständig auf Reisen,
wechselte er häufig den Wohnort, bis er sich 1895 in Heidelberg
niederließ. Dort verstarb er am 28. März 1904. Karl Weyssers
gesamtes Werk umfasst über 3000 Zeichnungen und ca. 600 Ölgemälde
und Studien. Seine Zeichnungen zeigen meist die mittelalterlichen
Bauwerke der von ihm besuchten Ortschaften, ausgeführt mit
Bleistift und Tusche sowie gelegentlich mit Deckweiß gehöht oder
mit Aquarellfarben ergänzt. Der vorliegende Bestand wurde
seinerzeit vom Referat Denkmalpflege Karlsruhe als Arbeitsgrundlage
erworben und 2011 an das Generallandesarchiv weitergegeben. Er
umfasst knapp über 1000 Zeichnungen auf Papier von (ehemals)
badischen Städten und Gemeinden. Die Arbeiten wurden einzeln
signiert und in säurefreien Kartons verpackt. Peter Ganz und Jürgen
Treffeisen (Februar 2012)
- Bestandssignatur
-
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 498-2
- Umfang
-
1010 Zeichnungen
- Kontext
-
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Kultur >> Denkmalpflege >> Landesamt für Denkmalpflege, Außenstelle Karlsruhe
- Bestandslaufzeit
-
1858-1902
- Weitere Objektseiten
- Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
- Letzte Aktualisierung
- 03.04.2025, 11:03 MESZ
Datenpartner
Landesarchiv Baden-Württemberg. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.
Objekttyp
- Bestand
Entstanden
- 1858-1902