Bestand

Gefangenenanstalten Bautzen (Bestand)

Geschichte: 1900 bis 1904 wurde am nördlichen Stadtrand Bautzens eine Landesgefangenenanstalt gebaut, die dem Ministerium des Innern unterstand. 1906 wurde ein neues Justizgebäude mit einem eigenen Gefängnis eingeweiht, welches hauptsächlich für Untersuchungsgefangene gedacht war und dem Ministerium der Justiz unterstand. 1923 wurden die beiden Haftanstalten unter Leitung des Ministeriums der Justiz vereinigt; sie nannten sich jetzt Vereinigte Gefangenenanstalten Bautzen. Spätere nachweisbare Bezeichnungen sind Landesgefangenenstrafanstalten Bautzen, Vollzugsanstalten Bautzen sowie Strafgefängnis und Untersuchungshaftanstalt Bautzen.

Nach dem 08.05.1945 wurden beide Anstaltsteile durch die Besatzungsmacht genutzt. Die deutschen Behörden bedienten sich in dieser Zeit eines Arresthauses in einem ehemaligen Kasernengelände als provisorischer Untersuchungshaftanstalt.

Der Anstaltsteil Bautzen II (Justizgelände) wurde im August 1949 an die sächsische Justiz übergeben. Die große Anstalt Bautzen I gelangte im Februar / März 1950 an das Ministerium des Innern der DDR, Ende des Jahres folgte Bautzen II.

Weitere Angaben siehe 2.3.3.5 Haftanstalten

Inhalt: Haftakten.

Bestandssignatur
Sächsisches Staatsarchiv, 10833
Umfang
27,30 (nur lfm)

Kontext
Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung) >> 02. Königreich und Freistaat Sachsen 1831 - 1945 >> 02.03 Fachbehörden und nachgeordnete Einrichtungen >> 02.03.03 Inneres >> 02.03.03.05 Haftanstalten

Bestandslaufzeit
1904 - 1945, 1950

Weitere Objektseiten
Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
Rechteinformation
Es gilt die Sächsische Archivbenutzungsverordnung vom 8. September 2022 (SächsGVBl. S. 526).
Letzte Aktualisierung
27.11.2023, 08:58 MEZ

Datenpartner

Dieses Objekt wird bereitgestellt von:
Sächsisches Staatsarchiv. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.

Objekttyp

  • Bestand

Entstanden

  • 1904 - 1945, 1950

Ähnliche Objekte (12)