Die „Täter-Opfer-Umkehr“ – der Antisemitismus der politischen Mitte

Abstract: Am Beispiel neuester Entwicklungen im Bereich der Erinnerung- und Geschichtspolitik untersucht der Beitrag den gegenwärtigen Antisemitismus in Ungarn. Als allgemein verbreiteter wichtigster Typus des Antisemitismus in der Kultur Ungarns wird dabei die Täter-Opfer-Umkehr fokussiert, äußert sich doch der heutige Antisemitismus in Ungarn viel eher als Abneigung gegen symbolische „Juden―, d.h. Menschen, die einem antisemitischen Stereotyp entsprechen. Verhasst sind vor allem sozialistische, sozialdemokratische und liberale Politiker und Medienmenschen. Der Antisemitismus kann sogar als Zeichen einer Weltanschauung oder „Alltagsreligion― betrachtet werden, in der die Abneigung gegen „Juden - mit einer Abneigung gegen alle „Anderen― verbunden ist, denen man vorwirft, keine „echten - Zugehörigen der völkisch gedachten Nation zu sein. Dieser Logik entsprechend können neben Minderheiten, Linken und Liberalen z.B. auch demokratische Einrichtungen, eine demokratisch gewählte Regierung, ja sel

Weitere Titel
The "Perpetrator-Victim-Inversion" - the Antisemitism of the Political Mainstream
Standort
Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main
Umfang
Online-Ressource
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Veröffentlichungsversion
begutachtet
In: Südosteuropäische Hefte ; 2 (2013) 1 ; 49-61

Klassifikation
Politik
Schlagwort
Fiatal Demokraták Szövetsége
Antisemitismus
Verbrechensopfer
Rechtsradikaler
Budapest
Ungarn

Ereignis
Veröffentlichung
(wo)
Mannheim
(wann)
2013
Urheber
Marsovszky, Magdalena

URN
urn:nbn:de:0168-ssoar-360911
Rechteinformation
Open Access; Open Access; Der Zugriff auf das Objekt ist unbeschränkt möglich.
Letzte Aktualisierung
15.08.2025, 07:24 MESZ

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Beteiligte

  • Marsovszky, Magdalena

Entstanden

  • 2013

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