Baudenkmal

Bremen, Altstadt, Am Markt 20, Börsendurchgang 1

Das Haus der Bürgerschaft wurde in den Jahren 1962-66 nach vierjährigem Planungsvorlauf nach Entwurf von Wassili Luckhardt, Berlin, erbaut. Es handelt sich um einen aus zwei einander achsial zugeordneten Blöcken (Festsaal und Foyer im vorderen, Plenarsaal im hinteren) bestehenden Komplex, dessen vorstechende Charakteristika eine Stahlbetonskelettbauweise mit Vorhangfassade in Metall und Glas und ergänzend das Backsteinmauerwerk sind. Die Schaufronten zum Markt und zum Dom sind straff vertikal gegliedert, wobei innerhalb der großen Gliederung filigranes Rahmen- und Sprossenwerk an den erkerartig vor die Flucht tretenden Fensterelementen, Ziergitter und die Reliefplatten aus Aluminiumguß nach Entwürfen von Bernhard Heiliger eine Binnengliederung bilden. Charakteristisch für diesen seinerzeit ungewöhnlich, ja unversöhnlich, umstrittenen Bau ist das für die Architektur Luckhardts untypische Zackenband des Dachgesimses - der Versuch der Bauherrschaft und der sie beratenden modernen Architekten, das Projekt mit den mehr traditionalistisch argumentierenden bürgerlichen Kreisen zu versöhnen. (Hoffmann 1992)

Landesamt für Denkmalpflege Bremen

Rechte vorbehalten - Freier Zugang

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Bezeichnung
Haus der Bürgerschaft
Land
Bremen
Ort
Bremen, Altstadt
Straße und Hausnummer
Am Markt 20, Börsendurchgang 1

Ereignis
Herstellung
(wann)
1962-1966
Beteiligte
Colberg, Günter [Entwurf]
Heiliger, Bernhard [Entwurf]
Luckhardt, Wassili [Entwurf]

Rechteinformation
Landesamt für Denkmalpflege Bremen
Letzte Aktualisierung
28.01.2022, 14:07 MEZ

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Objekttyp

  • Parlament

Beteiligte

  • Colberg, Günter [Entwurf]
  • Heiliger, Bernhard [Entwurf]
  • Luckhardt, Wassili [Entwurf]

Entstanden

  • 1962-1966

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