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014 Rheinische Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe

Alternativer Titel:
Revolutionäre Schriften: Bücher, Zeitschriften und Gedichte (Untertitel)
Objektbezeichnung:
Druck- und Schriftgut
Objektbeschreibung:
Art/Anzahl/Umfang: Zeitung
"Glauben Sie übrigens nicht, dass wir am Rhein in einem politischen Eldorado leben. Es gehört die konsequenteste Zähigkeit dazu, um eine Zeitung wie die >Rheinische< durchzuschlagen.", berichtete ihr Chefredakteur Karl Marx im Juli 1842. In der Tat verfolgte das am 1. Januar 1842 als "Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe" erschienene Blatt demokratisch-reformerische Ziele einer Gruppe junger, bürgerlicher Intellektueller ("Jung Köln"). Diese hingen einer von Berlin einströmenden linkshegelianischen Geisteshaltung an. Ursprünglich war die Rheinische Zeitung als Gegenpol zur ultramontanen "Kölnischen Zeitung", die nach den Kölner Bischofswirren die Interessen des Katholizismus vertrat, gegründet worden.

Seit Mai 1842 schrieb Karl Marx für die Rheinische Zeitung. Im Oktober 1842 übernahm er schließlich die Redaktionsleitung. Marx schrieb immer unter Pseudonymen und es gelang ihm bis zum Untergang der Zeitung seine Tätigkeit als Redakteur geheim zu halten. Im November 1842 besuchte Friedrich Engels das Büro der Rheinischen Zeitung, wo er erstmals Marx traf. Von England aus schrieb Engels eine Serie von Artikeln für die Rheinische Zeitung, aus denen später seine Analyse "Die Lage der arbeitenden Klasse in England" wurde.

Mit Artikeln über Pressefreiheit, "Holzdiebstahlgesetze" und über das Schicksal der "Moselbauern" geriet das Blatt mit der Zensur sowie dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Konflikt. Die preußische Regierung hoffte zunächst auf eine Einstellung der Zeitung aus wirtschaftlichen Gründen, doch gelang ihr Anfang 1843 erneut eine beachtliche Steigerung der Abonnentenzahl.

Zum 1. April 1843 erfolgte das Verbot der Zeitung durch die preußische Zensur.

Abb. 1: Titelseite der ersten Nummer der Rheinischen Zeitung (1.1.1842)
Abb. 2: Anzeigenseite - das liberale Kölner Wirtschaftsbürgertum Gustav von Mevissen, Ludolf Camphausen, David Hansemann u.a. gehörten zu den Förderern und teilweise sogar Beiträgern der Rheinischen Zeitung. Das spiegeln auch die Anzeigen wider, denn alle drei waren auch am Eisenbahngeschäft beteiligt. Ebenso wurden regelmäßig Anzeigen der verschiedenen Rheinschifffahrtsgesellschaften geschaltet - die niederländische, die Kölner und die Düsseldorfer Gesellschaft befanden sich zu dieser Zeit in einem erbitterten Konkurrenzkampf.

ULB Düsseldorf, 90 Sign.: Z 182 (2)

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Zum Leitobjekt der virtuellen Ausstellung zum Vormärz:
http://www.duesseldorf.de/dkult/DE-MUS-037814/446364

Zu den Objekten der virtuellen Ausstellung zum Vormärz:
https://emuseum.duesseldorf.de/quicksearchwrapper/vormaerz/
Ereignis:
Herstellung
(wann):
1. Januar 1842
Ereignis:
Provenienz
(wer):
Provenienz: Universitäts- und Landesbibliothek <Düsseldorf>
Klassifikation:
Druck- und Schriftgut (Sachgruppe); Schriften (Schlagwort)
Standort:
Heinrich-Heine-Institut - Literatur - Museum / Bibliothek / Archiv, Düsseldorf
Inventarnummer:
HHI.Rkult.vormaerz14
Letzte Aktualisierung: 23.03.2017, 01:42 Uhr

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