Bilaterale Freihandelsabkommen im asiatisch-pazifischen Raum : Effekte, Motive und Konsequenzen für die Europäische Union

Zusammenfassung: Im Dezember 2005 endete die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Hongkong mit einem eher bescheidenen Ergebnis. Sowohl bei der Frage der Absenkung von Zöllen für Industriegüter - hier vor allem in Schwellenländern - als auch bei der Liberalisierung des Dienstleistungshandels, etwa bei Finanzdienstleistungen, wurde keine Übereinkunft erzielt. Der erfolgreiche Abschluss der Doha-Runde kann deshalb keineswegs als gesichert gelten. In den kommenden Monaten dürfte vermehrt darüber nachgedacht werden, ob die europäische Außenhandelspolitik nicht verstärkt auf bilaterale Freihandelszonen setzen sollte. Vor allem die große Zahl neuer Abkommen im dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt, der Region Asien-Pazifik, wirft die Frage auf, ob die Europäische Union (EU) sich diesem Trend verschließen kann und soll. Die Studie beschäftigt sich zunächst mit einigen konzeptionellen Aspekten und analysiert die Vor- und Nachteile bilateraler Freihandelsabkommen. In weiteren Kapiteln werden die bilateralen Vereinbarungen Australiens, Singapurs und Thailands analysiert. Bilaterale Freihandelszonen sind - im Vergleich zu multilateraler Regulierung in der WTO oder plurilateralen regionalen Abkommen wie der Europäischen Union - nur die drittbeste Lösung für ein zentrales Problem der internationalen Wirtschaftsbeziehungen: die Regulierung des Handels. Ein Netzwerk bilateraler Präferenzabkommen schafft wohlfahrtsmindernde parallele Regulierungswelten. Obwohl bilaterale Freihandelszonen im asiatisch-pazifischen Raum wie Pilze aus dem Boden schießen, sollte die EU diesen Trend nicht weiter verstärken. Vielmehr sollte die EU eine Initiative starten, die es weniger attraktiv macht, die WTO durch bilaterale Abkommen zu unterminieren

Standort
Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main
Umfang
1 Online-Ressource (36 Seiten)
Sprache
Deutsch

Erschienen in
SWP-Studie / Stiftung Wissenschaft und Politik ; 2006, 8 (April 2006)
SWP-Studie ; 2006, 8 (April 2006)

Schlagwort
World Trade Organization
Europäische Union
Europäische Union
USA
Freihandelszone
Handelsabkommen
Internationale Handelspolitik
Wirkungsanalyse
Australien
EU-Staaten
Asiatisch-pazifischer Raum
Singapur
Thailand
Freihandelsabkommen
Handelsabkommen
Bilateraler Staatsvertrag
Wirtschaftliche Integration
Freihandelsabkommen
Wirtschaftsbeziehungen
Bilateraler Staatsvertrag
Ursache
Wirkung
Auswirkung
Freihandelszone
Handelsabkommen
Außenhandelspolitik
Wirkungsanalyse
Asiatisch-Pazifischer Raum
Pazifischer Raum
Australien
Singapur
Thailand

Ereignis
Veröffentlichung
(wo)
Berlin
(wer)
SWP
(wann)
[April 2006]
Urheber
Beteiligte Personen und Organisationen

URN
urn:nbn:de:101:1-2023062209405970913714
Rechteinformation
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Letzte Aktualisierung
14.08.2025, 10:49 MESZ

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Beteiligte

Entstanden

  • [April 2006]

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