Modell

Henke, Johannes: 1977 Kleist

Vorderseite: 1777 - 1811 / HEINRICH VON KLEIST - Brustbild des Heinrich von Kleist nach links, der Kopf ist in die in Frontalansicht gedreht.
Rückseite: BUNDESREPUBLIK / DEUTSCHLAND / 19 - 5 - 77 / DEUTSCHE MARK - Bundesadler. Münzstättenkürzel G für Karlsruhe.
Erläuterung: Münzentwurf. Guss, zweiteilig (zwei einseitige Güsse, Gewicht der Vs. 384 g, der Rs. 374 g). - Es handelt sich bei diesem Modell um den Entwurf für den Bundes-Gedenkmünzen-Wettbewerb 5 Mark 1977, einer Gedenkmünze zu 5 DM anlässlich des 200. Geburtstages von Heinrich von Kleist. - Dieser Entwurf entstand nach einer Illustration von Peter Friedel, die der Dichter 1801 für seine Verlobte Wilhelmine von Zenge anfertigen ließ. - Heinrich von Kleist (1777-1811) war ein bekannter deutscher Dichter. Sein Werk lässt sich nur schwer einer literarischen Epoche zuordnen, da es in Problemstellungen und Artifizialität der Sprache bereits auf die Moderne verweist. Am Anfang seiner Werke steht das tief pessimistische Trauerspiel 'Die Familie Schroffenstein' (1803); es folgten die beiden Lustspiele 'Amphitryon' (1807) und 'Der zerbrochne Krug' (1811), das Schauspiel 'Penthesilea' (1808) und das Ritterstück 'Käthchen von Heilbronn' (1810), die gegen Napoleon I. gerichtete 'Hermannsschlacht' (1808), das Preußendrama 'Prinz Friedrich von Homburg' (1809-1811, posthum herausgegeben 1821). Daneben schrieb Kleist in knapper, realistischer Art 'Erzählungen' (1810/11) um menschliche Konflikte ('Michael Kohlhaas', 'Die Marquise von O...', 'Das Erdbeben in Chili') sowie Abhandlungen, Anekdoten und Gedichte. Zur damaligen Zeit stießen seine Werke teilweise auf negative Resonanz bei Publikum und Kritik. Heinrich von Kleist erschoss sich am Morgen des 21. November 1811 am Ufer des Kleinen Wannsees in Berlin, gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel. - Erst drei Generationen später wurde Kleists wegweisendes Schaffen gewürdigt. Einer der angesehensten deutschen Literaturpreise (1911 eingerichtet) ist nach ihm benannt. Träger des Kleist-Preises waren u. a.: Bertolt Brecht (1922), Robert Musil (1923), Ödön von Horváth (1931) und Alexander Kluge (1985).

Fotograf*in: Dirk Sonnenwald

Public Domain Mark 1.0 Universell

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Standort
Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Sammlung
Neuzeit
Unterabteilung: Deutschland Gedenkmünzen 20.-21. Jh.
Inventarnummer
18216256
Weitere Nummer(n)
Maße
Durchmesser: 145 mm, Gewicht: 0.00 g
Material/Technik
Bronze; gegossen

Verwandtes Objekt und Literatur
Literatur zum Stück: G. Dethlefs - W. Steguweit (Hrsg.), GeldKunst KunstGeld. Deutsche Gedenkmünzen seit 1949. Gestaltung und Gestalter. Die Kunstmedaille in Deutschland 22 (2005) 454; B. Weisser, Das Medaillenwerk von Johannes Henke, in: G. Dethlefs u.a. (Hrsg.), Westfalia Numismatica 2013. Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete (2013) 375-376 Nr. 32 (dieses Stück).

Bezug (was)
20. Jh.
Berühmte Persönlichkeiten
Bronze / Kupfer
Deutschland
Heraldik und Wappen
Modelle
Neuzeit
Porträts
Stempelschneider / Entwerfer
Bezug (wer)

Periode/Stil
Moderne seit 1900
Ereignis
Herstellung
(wer)
(wo)
Deutschland
(wann)
1977
Ereignis
Eigentumswechsel
(wann)
2008
Provenienz
Akzession/Erwerbungsnummer: 2008/174

Letzte Aktualisierung
29.04.2025, 12:12 MESZ

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Objekttyp

  • Modell

Entstanden

  • 1977
  • 2008

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