Schule an der Oderstraße (Bestand)

Enthält: Schülerlisten - Konferenzprotokolle - Prüfungsarbeiten - Sammlungen zum 100jährigen Jubiläum

Geschichte des Bestandsbildners: Das Gebäude der Schule wurde in den Jahren 1908-1909 errichtet. Die Eröffnung der entgeltlichen Volksschule war erforderlich geworden wegen der Überfüllung der Schule an der Kleinen Allee und Aufhebung der St. Martini-Schule. Letztere wurde 1886 verstaatlicht und 1909 aufgelöst. Der erste Schulvorsteher war Albert Remmers, der die Schule von 1909 bis 1915 leitete. Der Schulbetrieb wurde am 1. Mai mit 235 Schülern in sechs Klassen aufgenommen. 1922 erhielt die Schule einen Gehobenen Zug für Mädchen, der Gehobene Zug für Knaben befand sich an der Volksschule an der Woltmershauser Allee. 1926 war der fünfstufige Gehobene Zug voll ausgebaut. 1943 wurden die Klassen der Schule an der Oderstraße im Rahmen der Kinderlandverschickung nach Zittau (Sachsen) evakuiert. Das Schulgebäude überstand den Zweiten Weltkrieg trotz Schäden am Dach des Gebäudes. Die Schüler wurden zunächst in der Schule am Hohentor und in der Delmestraße unterrichtet, bis 1948 der Schulbetrieb an der Oderstraße wieder aufgenommen werden konnte. 1948 wurden die Schulen am Hohentor und an der Oderstraße zusammengelegt.
Die Schule, die 2009 ihr hundertjähriges Jubiläum feierte, ist heute eine Grundschule.

Schulvorsteher Oderstraße:
1. Remmers, Albert (August) 1909-1915
2. Ficken, Joh. (Vertreter) 1915-1918
3. Petermann, Joh. 1918-1935
4. Bauer 1930-1934
5. Brinker, Daniel, Vertreter 1935-1937
6. Zerling, Franz 1937-1945
7. Radecker, Carl 1945-1965
8. Kleimeyer, Herbert 1965-1976, Vertreter Raatz, Herbert 1965-1976
9. Hajek, Barbara 1977-2000, Vertreter: Bischoff, Annegret, 1978-2005
10. Kürpers, Angeli 2000-2007
11. Silke Zimmermann

Geschichte des Bestandsbildners: Bereits 2010 erfolgte eine Kontaktaufnahme zur Schule an der Oderstraße. Damalige Ansprechpartnerin war die Sekretärin Frau Böttjer. Es wurden bei diesem Termin die Akten im Sekretariat, im Zimmer der Schulleiterin sowie in mehreren Kellerräumen, Abstellräumen und auf dem Dachboden gesichtet. Ein Großteil der Unterlagen war kassabel. Es handelte sich hier um Haushaltssachen, Inventarsachen und Personalangelegenheiten von untergeordneter Bedeutung. In einem Abstellraum fanden sich allerdings die Konferenzprotokolle des ausgehenden 19. Jahrhunderts (Schule an der Kleinen Allee) an sowie Schülerlisten vor 1950. Direkt auf dem Dachboden waren die Klassenbücher vor 1950 untergebracht. Ein Jahr später, im Sommer 2011 wendete sich Frau Annegret Bischoff, ehemalige Konrektorin der Schule, an das Staatsarchiv Bremen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Einhundertjährigen Bestehen der Schule hatte sie zusammen mit einer Arbeitsgruppe mit einigen Unterlagen gearbeitet, die sie nun dem Staatsarchiv zur Verfügung stellen wollte. Zu diesen Unterlagen gehörten weitere Bände der Konferenzprotokolle, Schulzeugnisse und Unterlagen zum Schuljubiläum 2009. Im Nachgang zu diesem Besuch wurde nochmals ein Termin an der Schule an der Oderstraße vereinbart. Frau Bischoff konnte mir hier in einem Abstellraum noch weitere Unterlagen u.a. der Nachbarschulen an der Langemarckstraße und am Hohentor zeigen, die mir bei meinem letzten Besuch noch nicht zugänglich waren.

Bestandsgeschichte: Der Bestand ist zunächst geteilt worden in die Schulbestände: Schule an der Oderstraße (4,39/64), Schule am Hohentor (4,39/75) und Schule an der Kleinen Allee/Langemarckstraße (4,39/74).
Der Bestand der Schule an der Oderstraße erhielt drei Klassifikationsgruppen. Zu den Schulunterlagen gehören u.a. die Konferenzprotokolle, die von 1949 bis 1999 lückenlos erhalten sind. Besonders zu erwähnen ist das Berichtsheft, welches 1892 in der Martinischule begonnen wurde. Mit Auflösung der Schule 1909 laufen die Eintragungen weiter als Schule an der Oderstraße bis 1914. Die zweite Klassifikationsgruppe enthält die Schülerlisten, die von 1920 bis 1950 übernommen wurden. Jüngere Listen und Karteien sind in der Schule für Auskunftszwecke verblieben. In der dritten Gruppe befinden sich die Klassenbücher, die von 1920 bis 1950 übernommen wurden. Es ist hier seitens des Archivs keine Auswahl erfolgt, bei den übernommenen Klassenbüchern handelt es sich um die zum Zeitpunkt der Übernahme vorhandenen Exemplare bis 1950. Auf eine weitere Übernahme von Klassenbüchern aus jüngerer Zeit ist zunächst verzichtet worden.
Nimz
2011

Bestandssignatur
Staatsarchiv Bremen, 4.39/64
Umfang
1,4

Kontext
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4. Staatliche Stellen und Eigenbetriebe des Landes und der Stadtgemeinde Bremen >> 4.8. Kultur, Bildung und Kirche >> 4.8.2. Einzelne Schulen

Bestandslaufzeit
1892-2009

Weitere Objektseiten
Online-Beständeübersicht im Angebot des Archivs
Rechteinformation
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.
Letzte Aktualisierung
09.06.2020, 11:02 MESZ

Entstanden

  • 1892-2009

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