Druckgraphik

Fortuna (Das kleine Glück)

Der Künstler kopierte Dürers um 1495/96 gefertigten Kupferstich "Fortuna (Das kleine Glück)" von der Gegenseite. Dabei orientierte er sich deutlich an der Vorlage. Das mythologische Sujet ermöglichte die Darstellung eines weiblichen Akts. Nur die Kugel, auf der die junge Frau balanciert, weist sie als Göttin des Glücks, hier des wankenden Liebesglücks, aus (vgl. Schoch I.36.5). Sie stützt sich mit ihrer rechten Hand, in der sie zugleich einen Distelzweig hält, auf einen Stab. Die Drehung des Körpers, der den Betrachtenden mit dem Rücken zugewandt ist, wird durch eine wehende Draperie betont. Auf die Gestaltung eines Hintergrundes wird vollkommen verzichtet. Das Monogramm Dürers ist - anders als in der Vorlage - auf einem Täfelchen am linken Blattrand, während Hinweise auf den eigentlichen Künstler und die Entstehungszeit fehlen.
Erhaltungszustand: Bis an die Darstellung beschnitten, fleckig

Rechtewahrnehmung: Staatsbibliothek Bamberg

Attribution - ShareAlike 4.0 International

Location
Staatsbibliothek Bamberg
Other number(s)
I D 7ab (Signatur)
Measurements
Bogen: 48,5 x 36,0 cm
Blatt: 11,1 x 9,4 cm (beschnitten)
Material/Technique
Radierung
Inscription/Labeling
Inschrift: AD (Unten links auf dem Monogrammtäfelchen)
Inschrift: MH (Rückseitig, oben links)
Marke: HELLER [ligiert] (Rückseitig, unten links)

Related object and literature

Subject (what)
Pflanzen und Kräuter: Distel
stehende Figur - AA - weibliche Figur (+ nackter Mensch)
Wanderstab, Spazierstock
Glück, glückliche Fügung; Ripa: Fato, Fortuna, Fortuna aurea, Fortuna buona, Fortuna pacifica overo clemente, Sorte

Event
Konzeption des Werks/der Idee
(who)
(when)
Circa 1495/96
Event
Herstellung
(when)
Datierung nicht exakt ermittelbar
Event
Provenienz
(who)
(where)
Bamberg
(when)
Spätestens 1827-1849

Last update
28.03.2025, 6:54 AM UTC

Data provider

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Object type

  • Druckgraphik

Time of origin

  • Circa 1495/96
  • Datierung nicht exakt ermittelbar
  • Spätestens 1827-1849

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