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Bemerkenswerte Gerichtsverhandlungen von Zeitungsverboten. Beschlüsse, Beiheft: Überdrucke von Reichsgerichtsbeschlüssen in Pressesachen

Archivaliensignatur:
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 77, Tit. 4043 Nr. 107
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Kontext:
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II - Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.31 Sektion 31 - Politische Polizei (1921 - 1936) >> 03.31.02 Zensur und Überwachung der Medien (1926 - 1934)
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Laufzeit:
1933
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Enthältvermerke:
Enthält:
- "Ostthüringer Tribüne" (Gera); Zeitung: SPD 18. Dez. 1932 - 24. Dez. 1932. Verbotsgründe: Wegen eines Aufsatzes in der Beilage zu Nr. 295 vom 16. Dezember wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Süddeutsche Arbeiterzeitung" (Stuttgart); Zeitung: KPD 31. Jan. 1933 - 8. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 25 vom 31. Januar, in denen offen zum Generalstreik und politischen Massenstreik aufgefordert wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Arbeiterzeitung" (Frankfurt/Main); Zeitung: KPD 2. Febr. 1933 - 17. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen einiger Stellen in Nr. 26 vom 31. Januar und Nr. 27 vom 1. Februar, die zu Streik und Generalstreik auffordern, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Echo des Ostens" (Königsberg); Zeitung: KPD 2. Febr. 1933 - 15. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 25, 26 und 27 vom 30./31. Januar und 1. Februar "Massenstreik schlägt die faschistischen Staatsstreichler" "Kampfeinheit schlägt Terrorregiment" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Vorwärts" (Berlin); Zeitung: SPD 3. Febr. 1933 - 6. Febr. 1933
16. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen eines in Nr. 57 vom 3. Februar 1933 erschienenen Wahlaufrufs wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volkswacht" (Trier); Zeitung: SPD 4. Febr. 1933 - 6. Febr. 1933
16. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Wahlaufrufs in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Rheinische Zeitung" (Köln); Zeitung: SPD für die Obere Rheinprovinz 4. Febr. 1933 - 7. Febr. 1933
20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Veröffentlichung des Wahlaufrufs der SPD in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Ostthüringer Tribüne" (Gera); Zeitung: SPD 4. Febr. 1933 - 17. Febr. 1933
20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Veröffentlichung eines SPD-Wahlaufrufs in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Rheinische Warte" (Koblenz); Zeitung: SPD 4. Febr. 1933 - 6. Febr. 1933
20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Veröffentlichung eines Wahlaufrufs in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volkswacht" (Rostock); Zeitung: KPD für Mecklenburg-Schwerin 4. Febr. 1933 - 4. März 1933
25. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 28 vom 2. Februar "Auf zum Kampf", in dem die Reichsregierung als "Kabinett der faschistischen Diktatur, die Regierung der extremsten Reaktion, das Ministerium der unverhüllten reaktionären Bajonettherrschaft" bezeichnet werden und es heißt "Jetzt heißt es, das Panier des Massenkampfes .. vorwärts zu tragen", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Arbeiterstimme" (Dresden); Zeitung: KPD 4. Febr. 1933 - 10. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 25, 27, 28 vom 30. Januar und 1./2. Februar, in denen zur Protestaktion, zum Generalstreik und zum Kampf gegen die "faschistische Diktaturherrschaft", die "Hitler-Diktatur", die "Papen-Hitler-Diktatur" aufgerufen wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksblatt" (Rüstringen / Oldenburg); Zeitung: SPD für Oldenburg und Ostfriesland 4. Febr. 1933 - 8. Febr. 1933
20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Veröffentlichung eines SPD-Wahlaufrufs in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Das Volk" (Jena); Zeitung: SPD 4. Febr. 1933 - 13. Febr. 1933
20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Veröffentlichung des Wahlaufrufs in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Mecklenburgische Volkszeitung" (Rostock); Zeitung: SPD 5. Febr. 1933 - 7. Febr. 1933
20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Wahlaufrufs in Nr. 30 vom 4. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Das freie Wort" (Rostock); Zeitung: SPD; Kopfblatt der "Mecklenburgischen Volkszeitung" 5. Febr. 1933 - 7. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Wahlaufrufs in Nr. 30 vom 4. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Sächsisches Volksblatt" (Zwickau); Zeitung: 6. März 1933 - 27. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 51/54 vom 4. März wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksblatt" (Saalfeld); Zeitung: SPD 6. Febr. 1933 - 8. Febr. 1933
25. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 29 vom 3. Februar veröffentlichten Wahlaufrufs der SPD wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Ostthüringer Volkszeitung" (Altenburg); Zeitung: SPD 6. Febr. 1933 - 12. Febr. 1933
16. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 29 vom 3. Februar veröffentlichten Wahlaufrufs der SPD wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Reußische Volkszeitung" (Greiz); Zeitung: SPD 6. Febr. 1933 - 8. Febr. 1933
16. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Wahlaufrufs in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volkswacht für Schlesien" (Breslau); Zeitung: SPD 6. Febr. 1933 - 8. Febr. 1933
16. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Veröffentlichung des Wahlaufrufs der SPD, in dem es heißt: "Gebt den Feinden Eurer Freiheit am 5. März die Antwort, die sie verdienen, damit ihnen ein für allemal die Lust vergeht, sich an Euren Rechten zu vergreifen! Freiheitsfront gegen Harzburger Front! Greift an!" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Schlesische Bergwacht" (Waldenburg); Zeitung: SPD 6. Febr. 1933 - 8. Febr. 1933
20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Wahlaufrufs der SPD in Nr. 29 vom 3. Februar wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Kämpfer" (Chemnitz); Zeitung: KPD 7. Febr. 1933 - 14. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 31 vom 6. Februar "Wieder Stimmzettelbetrug der SPD-Führer", der sich scharf dagegen wendet, dass man noch jetzt die Arbeiterschaft mit Stimmzetteln vertröste und zum Generalstreik aufruft, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Arbeiterzeitung" (Mannheim); Zeitung: KPD 11. Febr. 1933 - 17. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 35 vom 10. Februar "Hitler verteuert die Lebensmittel" und "Staatsstreich angekündigt!", in denen zum Generalstreik und zu Massenaktionen aufgerufen wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Die Rote Fahne" (Berlin); Zeitung: KPD 11. Febr. 1933 - 25. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen verschiedener Artikel in Nr. 36 vom 11. Februar, die "Nachrichten wiedergibt, deren Verbreitung geeignet ist, lebenswichtige Interessen des Staates zu gefährden" u.a. "Deutscher Rüstungsverstoß - Völkermorden, das ist die Politik des Faschismus", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Arbeiterzeitung" (Ludwigshafen); Zeitung: KPD 11. Februar 1933 - 17. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Artikels in Nr. 35 vom 10. Februar "Hitler verteuert die Lebensmittel", in dem es heißt: "Entfacht eine Welle des Protestes gegen die Hungermaßnahmen der Hitlerregierung. .. Vorwärts im Zeichen der Einheitsfront unter Führung des Kommunismus" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Gewerkschaft" (Berlin); Zeitschrift: Organ des Gesamtverbandes der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs 11. Febr. 1933 - 26. März 1933
7. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 6 vom 11. Februar "Stimmen aus Kollegenkreisen", "AdGB, SPD und KPD müssen sich zusammenfinden" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Das Reichsbanner" (Magdeburg); Zeitschrift: SPD / Eiserne Front 12. Febr. 1933 - 25. Febr. 1933
21. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 5 vom 4. Februar und Nr. 6 vom 11. Februar "Sie wollen den Kampf - sie sollen ihn haben" und "Besinnung vor dem Sturm" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Berlin am Morgen" (Berlin); 13. Febr. 1933 - 28. Febr. 1933
25. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 37 vom 12. Februar "Nichtangriffspakt oder Angriffspakt?" "Einheitsfront" und "das freie Wort" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Die schwarze Front" (Berlin); Zeitschrift: Kampforgan für die "deutsche Revolution" 13. Febr. 1933 - 26. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 6 vom 12. Februar "Hitlers Regierungsprogramm bekennt sich zum Kapitalismus und zur Erfüllungspolitik. Stark nach innen - schwach nach außen", "Tage des Verrats" und "Was bedeutet der Einbau der Harzburger Front für Deutschland?" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Mecklenburgische Volkszeitung" (Rostock); Zeitung: SPD 14. Febr. 1933 - 21. Febr. 1933
18. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel "Wieder wich Hitler aus!", "Hitler regiert" und "Was verdient Goering?" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Das Freie Wort" (Rostock); Zeitung: SPD; Kopfblatt der "Mecklenburgischen Volkszeitung" 14. Febr. 1933 - 21. Febr. 1933
18. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel "Wieder wich Hitler aus!", "Hitler regiert" und "Was verdient Goering?" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volkszeitung" (Heidelberg); Zeitung: 14. Febr. 1933 - 18. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 22 vom 7. Februar "Was wird die Badische Regierung tun?", der sich mit dem "Aufruf an das deutsche Volk" des Reichskabinetts vom 1. Februar beschäftigt und "leitende Staatsbeamte beschimpft und verächtlich macht", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Deutsche Bodenseezeitung" (Konstanz); Zeitung: 14. Febr. 1933 - 21. Febr. 1933
17. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 36 vom 13. Februar "Parteipolitik im Rundfunk", in dem von der Rundfunkrede des Reichskanzlers am 10. Februar gesagt wird: "Was da an meine Ohren drang, war wilde parteipolitische Agitation und theatralische Stimmungsmacherei mit Marschmusik und Heilgebrüll .. Grauen und Entsetzen mußten den Radiohörer erfassen .. - vor der tobenden Masse Mensch .." wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Neißer Zeitung" (Neiße); Zeitung: Zentrumsorgan 15. Febr. 1933 - 17. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 36 vom 12. Februar "Um's Ganze" in dem es heißt: "In diesen Wochen gibt es zu kämpfen gegen diejenigen, welche nicht sammeln, sondern trennen wollen, welche die Staatsgewalt, die kraft Natur für alle da ist, verbrecherisch mißbrauchen wollen .. welche sich zur Gewinnung der Gewalt über die Staatsmacht heimtückischer Wege bedienen .." wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Rheinische Zeitung" (Köln); Zeitung: 15. Febr. 1933 - 20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 33, 34, 35 und 36 vom 8., 9., 10., 11./12. Februar "Was verdient Minister Göring?", "Adolf Hitlers Vorbild für alle Arbeiter - wie werde ich in 8 Jahren reich?", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Rote Zoller" (Hechingen); Mitteilungsblatt der KPD 15. Febr. 1933 - 18. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 7 vom 15. Februar "Wozu Nichtangriffspakt" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Rheinische Warte" (Koblenz); Zeitung: SPD 16. Febr. 1933 - 19. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 34 vom 9. Februar "Hitlers Kanzlergehalt - der Verzicht ist unzulässig" und des Artikels in Nr. 36 vom 11. Februar "Wieviel erhält Hitler aus Reichsgeldern?", sowie in Nr. 37 vom 13. Februar "Herr Reichskanzler! Wo bleibt der Vierjahresplan? Das Volk verlangt Taten, keine Reden! Nieder mit den Monokelbonzen!" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Proletarier" (Hannover); Zeitschrift: Organ des Verbandes der Fabrikarbeiter Deutschlands 16. Febr. 1933 - 9. März 1933
25. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 7 vom 18. Februar "Das Ende der Freiheit in Deutschland?" in dem es heißt: "Wir sind auf dem besten Wege, ein Zuchthausstaat erster Ordnung zu werden", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Neue Zeitung" (München); Zeitung: KPD 17. Febr. 1933 - 22. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 40 vom 17. Februar "SPD-Arbeiter und Gewerkschaftskollegen", in dem die SPD-Führer angeklagt werden, nicht radikal genug zu sein, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Vorpommer" (Stralsund); Zeitung: 17. Febr. 1933 - 22. Febr. 1933
2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 38 vom 14. Februar "Die Wahrheit über Eisleben", in dem die Nazis des Überfalls angeklagt werden, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Aschaffenburger Volkszeitung" (Aschaffenburg); Zeitung: 17. Febr. 1933 - 23. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 35 und 36 vom 11. und 13. Februar "Mobilmachung", "Tod und Teufel dem Marxismus", "Keine Spur eines Staatsmannes, ein wildgewordener Paukenschläger", in denen u. a. die Rede Adolf Hitlers als "Angelegenheit der Irrenärzte" bezeichnet wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksstimme" (Frankfurt am Main); Zeitung: SPD 17. Febr. 1933 - 23. Febr. 1933
2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 38 vom 14. Februar "Die Bestien von Eisleben. - Die Nazis waren die Angreifer - eine Lügenflut kann die Wahrheit nicht töten" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Märkische Volksstimme" (Cottbus); Zeitung: 18. Febr. 1933 - 22. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 37 vom 13. Februar "Die Marxisten von Neunkirchen" in dem es heißt: "Und diese Marxisten" zu vernichten, dazu flehte der Reichskanzler den Segen des Himmels herbei" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Freie Presse" (Pforzheim); Zeitung: 18. Febr. 1933 - 20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 40 vom 16. Februar, in dem der Reichskanzler "beschimpft und böswillig verächtlich gemacht" werde, wurde die Zeitung verboten.
[siehe "Volksfreund" Karlsruhe]. Ohne Exemplar.
- "Volksfreund" (Karlsruhe); Zeitung: 18. Febr. 1933 - 20. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Artikels in Nr. 40 vom 16. Februar, in dem es heißt: "Herr Adolf Hitler ist gegenwärtig nämlich nicht nur Osaf aller braunen Erneuerer und Heldengestalten des 3. Reiches .. sondern er ist so nebenbei auch seit dem 30. Janurar 1933 Kanzler des Deutschen Reiches, eine Nebenbeschäftigung, die Herr Adolf Hitler gestern Abend in Stuttgart offenbar einen Augenblick ganz vergessen hatte", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volkswacht" (Luckenwalde); Zeitung: 18. Febr. 1933 - 24. Febr. 1933
2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 38 "Die Wahrheit über Eisleben", in dem die Nazis des Überfalls angeklagt werden, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Schwiebuser Grenzzeitung" (Schwiebus); Tageszeitung für Schwiebus und Züllichau 19. Febr. 1933 - 25. Febr. 1933
2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 38 vom 14. Februar "Die Wahrheit über Eisleben", in dem die Nazis des Überfalls angeklagt werden, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Rote Leuchtturm" (Kolberg / Pommern); Zeitschrift: KPD 20. Febr. 1933 - 25. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 7 vom 12. Februar "Hitler mal ranlassen!", "Adolf Hitler verzichtet auf sein Gehalt", "Arbeiter!! Augen auf !!" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Alarm" (Berlin); Zeitschrift: KPD 20. Febr. 1933 - 31. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 7 vom 16. Februar "Der Kuhhirt bläst", in dem der Reichskanzler "böswillig verächtlich gemacht" worden sei, wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Kreuznacher Zeitung" (Kreuznach); Zeitung: 20. Febr. 1933 - 24. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 38, 39, 40 vom 14., 15., 16. Februar "Zentrum Kreis Kreuznach marschier", "Die Saarbevölkerung und Herr von Papen", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Ortszeitung der KPD Köslin" (Köslin / Pommern); Zeitschrift: 21. Febr. 1933 - 25. März 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Gedichts in Nr. 7 vom 17. Februar "Blütenlese aus dem Führertum des 3. Reiches" in dem es heißt, die braunen Untertanen sollten immer Treu und Redlichkeit üben, bis sie verhungert seien und "Er" sie als Dörrgemüse nach dem 4-jahresplan fressen würde und "Üb' immer Treu und Redlichkeit mit Schlagring und mit Dolch. Und trag' die Schnoddernase im Heer der braunen Blase als braver brauner Strolch", wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Freie Presse" (Osnabrück); Zeitung: SPD 21. Febr. 1933 - 25. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Artikels in Nr. 40 vom 16. Februar "Auftakt zum Wahlkampf" in dem es heißt: "Ein siebzehnjähriger Gymnasiast darf einen sozialdemokratischen Bürgermeister niederschießen", "Die Zustände in Deutschland erinnern an solche bei den Hottentotten und Zulus", "über der Regierung könnte stehen: Wer betrügt wen?" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Euskirchener Volksblatt" (Euskirchen); Zeitung: katholisches Organ 21. Febr. 1933 - 23. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 33 und 34 vom 9./10. Februar "Der kommunale Großwahltag", in dem Kritik an der Auflösung der preußischen Gemeindeparlamente geübt wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Neumärkisches Volksblatt" (Landsberg a./W.); Zeitung: 21. Febr. 1933 - 25. Febr. 1933
2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 39 vom 15. Februar "Die Wahrheit über Eisleben", in dem die Nazis des Überfalls angeklagt werden, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksfreund" (Frankfurt an der Oder, Fürstenwalde); Zeitung: 21. Febr. 1933 - 25. Febr. 1933
4. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels "Die Wahrheit über Eisleben", in dem die Nazis des Überfalls angeklagt werden, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Lausitzer Volkszeitung" (Forst i./L.); Zeitung: 21. Febr. 1933 - 28. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 37, 38 vom 13. und 14. Februar "Die Marxisten in Neunkirchen" und "Der Blutsonntag von Eisleben" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Mecklenburgische Blätter" (Rostock); Mitteilungsblatt der Deutschen Staatspartei 21. Febr. 1933 - 31. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 3 Februar 1933 "Nun, deutsches Schicksal, gehe deinen Gang" und "Das Kabinett Hitler!" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Mitteilungsblatt des ADGB" (Rosenheim / Bayern); Zeitschrift: 21. Febr. 1933 - 4. Apr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 6 vom 9. Februar, in dem es heißt, Hitler habe "alles mögliche und unmögliche seinen gutgläubigen Wählern versprochen, aber nichts gehalten .. trotzdem schreibt Adolf Hitler in seinem Buch "Mein Kampf": "Ich habe noch niemals gelogen" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Illustrierte Rote Post" (Berlin); Zeitschrift: KPD 21. Febr. 1933 - 20. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 8 Februar 1933 mit Zeichnungen "Dem Potemkin Ostasiens", der sich mit der Matrosenmeuterei auf dem Panzerkreuzer "Zeven Provinzien" beschäftigt und "Unser Wahlplakat" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Dürener Zeitung" (Düren / Rhein); Zeitung: katholisches Organ . Verbotsgründe: Wegen eines Artikels in Nr. 34 vom 9. Februar "der kommunale Großwahltag" in dem die Auflösung der preußischen Gemeindeparlamente kritisiert wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksbote" (Zeitz); Zeitschrift: SPD für Zeitz, Weißenfels und Naumburg 22. Febr. 1933 - 28. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 42, 43 vom 18. und 20. Februar u.a. "2 Millionen", in dem es heißt: "Diese Männer werden verleumdet, weil sie den Osthilfeskandal aufgedeckt haben. Braun und Severing waren dagegen, daß den adligen Großgrundbesitzern über 1000 Millionen geschenkt worden sind", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksstimme" (Schmalkalden); Zeitung: 22. Febr. 1933 - 27. Febr. 1933
4. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels "Eisleben", der die Nazis des Überfalls anklagt und in dem es heißt, der Schuß aus dem Hause des "Klassenkampf" sei ein Märchen, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Unsere Zeit" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Febr. 1933 - 21. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in der Nummer vom 15. Februar "Potentiels de guerre", in dem von der ideologischen und militärischen Kriegsvorbereitung die Rede ist und "Hitler und die Stillhaltekonferenz" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksblatt" (Saalfeld); Zeitung: 22. Febr. 1933 - 28. Febr. 1933
4. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels "Die Wahrheit über Eisleben", in dem die Nationalsozialisten des Mordes beschuldigt werden, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Reußische Volkszeitung" (Greiz); Zeitung: SPD 22. Febr. 1933 - 28. Febr. 1933
9. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels "die Wahrheit über Eisleben" wurde die Zeitung verboten, weil die Nazis des Überfalls angeklagt wurden. Ohne Exemplar.
- "Der Arbeitslose" (Mannheim); Zeitschrift: 23. Febr. 1933 - 23. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 8 vom Februar 1933 wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksstimme" (Mannheim); Zeitung: 23. Febr. 1933 - 27. Febr. 1933. Verbotsgründe: Aufgrund des § 9 Absatz 1 Nr. 5 der Verordnung vom 4. Februar 1933 wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Wähler" (Braunschweig); erscheint nach Bedarf 23. Febr. 1933 - 8. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 2 "Unsere Antwort an Hitler und Papen", "Wir, Adolf von Hugenbergs Gnaden", "Der stinkende Misthaufen" wurde die Druckschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Volkswacht" (Bielefeld); Zeitung: 23. Febr. 1933 - 25. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 41 vom 17. Februar "Unser täglich Brot nimmt uns Herr von Papen" mit einer Zeichnung, die einen an einem leeren Tisch sitzenden Arbeiter und neben ihm ein völlig unterernährtes und erschöpftes kleines Mädchen darstellt, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Aufwärts" (Berlin); Zeitschrift: 24. Febr. 1933 - 1. Apr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 5/6 vom 9. Februar "Koalitionspolitik Hitler-Hugenberg" in dem es heißt: "Da man einem Kanzler nicht vorwerfen kann und darf, er habe wissentlich falsch geschworen, da man annehmen muß, daß er bei der Eidesleistung im Besitz seiner vollen Geisteskräfte gewesen ist, sonst hätte er doch nicht Kanzler werden können, muß man annehmen, daß Hitler diesen Eid zu halten gedenkt! Wer leben wird, wird sehen! .." wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Metallarbeiter-Zeitung" (Berlin); Wochenblatt des Deutschen Metallarbeiterverbandes 24. Febr. 1933 - 15. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 7 vom 18. Februar "Des dritten Reiches erste Woche" wurde die Zeitschrift wegen "böswilliger Verächtlichmachung der Reichsregierung" verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Proletarier im Eulengebirge" (Langenbielau / Schlesien); Zeitung: KPD 24. Febr. 1933 - 28. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen einer Notiz in Nr. 37 vom 16. Februar "Genau lesen .. Die großen Plakate des Aufrufs der Reichsregierung wurden an die hiesigen Plakatsäulen angeklebt. Der Aufruf der mindestens 30 Mill. Deutsche, darunter 20 Mill. Hindenburgwähler, beschimpft, wie noch nie ein Volk von einer Regierung beschimpft worden ist", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Jungdeutsche" (Berlin); Zeitung: 25. Febr. 1933 - 15. März 1933
7. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 42, 43, 44 und 45 vom 18., 19., 21. und 22. Februar "Zum Beamtenschub in Preußen: Neue Bonzenwirtschaft? Gefährdung des Berufsbeamtentums, Leistung oder Parteibuch entscheidend?", "Hugenberg arbeitet", "Görings Wege ins Chaos", "Metternich-Geist geht um", "Irrwege der Außenpolitik" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Christlicher Volksdienst" (Korntal /Stuttgart); Zeitschrift: 25. Febr. 1933 - 18. März 1933
11. März 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Artikels am 11. Februar "14 Jahre!", in dem die Rede Adolf Hitlers am 10. Februar als "Wahlspruch" bezeichnet wird, ein "Agitationstrick, berechnet auf die Kritiklosigkeit und abendliche Denkfaulheit der Zuhörerschaft", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Altöttinger Liebfrauenbote" (Altötting / Bayern); Zeitschrift: 27. Febr. 1933 - 27. März 1933
13. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 6 vom 12. Februar "Weltrundguck", "die Leut, die sich sonst zum Speien gern haben, haben in scheinbarer brüderlicher Eintracht dem "großen" Adolf einen Fackelzug dargebracht .. Einstweilen gibt Hitler seinen Anhängern statt Brot und Arbeit Wahlen", wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksfreund" (Karlsruhe); Zeitung: 27. Febr. 1933 - 29. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Artikels und einer Karikatur in Nr. 47 vom 25. Februar, in denen dem Reichskanzler der Vorwurf gemacht wird, Ankündigungen und Versprechungen nicht zu halten, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Freie Presse" (Pforzheim); Zeitung: 27. Febr. 1933 - 29. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 47 vom 25. Februar und einer Karikatur, in dem dem Reichskanzler der Vorwurf gemacht wird, daß seine Ankündigungen und Versprechungen nicht erfüllt würden, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Freie Presse" (Elbing); Zeitung: SPD 27. Febr. 1933 - 5. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel vom 23., 24. und 25. Februar "Großer Beamtenschub", "SA- und SS-Hilfspolizei. Ein bedenklicher Weg", "Klick" im Telefon. - Stimmungsbericht des Korrespondenten des "Daily Express" über die ersten 21 Tage Hitlerregierung" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volksblatt für Anhalt" (Dessau); Zeitung: SPD 27. Febr. 1933 - 6. März 1933
4. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 45 und 48 "Frick behandelt das Saargebiet als Ausland!", "Ein dreister Harzburger Schwindel entlarvt" und "Verbote, Aufhebung, Schadenersatz - Am laufenden Band" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Münchner Post" (München); Zeitung: 27. Febr. 1933 - 2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 42 vom 18./19. Februar "Deutschland unter dem neuen "System" - Wo bleibt der Ordnungsstaat?" und "Kunst unter der Nazi-Knute!" in dem es heißt: "Terror ist das einzige Argument, das den braunen Ignoranten zur Verfügung steht", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Norddeutsche Volksstimme" (Wesermünde); Zeitung: 27. Febr. 1933 - 29. Febr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 39 und 40 vom 15. und 16. Februar "Hitlers Kabinett in der Wochenschau" und "Der Vierjahresplan - Hast lange nun genug geschrien, zehn Jahre und noch drüber! In Worten immer stolz und kühn, doch nun zur Tat, mein Lieber!" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Fränkische Bauer" (Würzburg); Zeitschrift: 27. Febr. 1933 - 26. März 1933
12. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 7 vom 18. Februar "Der Verzicht" in dem Hitler die "Wiedereinführung jüdischer Unsitten" vorgeworfen wird "Alles für de Reklame, alles for das Geschäft", wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Weserwarte" (Minden); Zeitung: SPD für Minden, Lübbecke und Schaumburg-Lippe 28. Febr. 1933 - 2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 45/46 vom 22. und 23. Februar "Die Abschaffung des "raffenden Kapitals" und "Zucht und Ordnung?" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Fränkische Tagespost" (Nürnberg); Zeitung: SPD 28. Febr. 1933 - 2. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Erklärung des SPD-Vorstandes in Nr. 50 vom 28. Februar in Sachen des Reichstagsbrandes wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Tribüne" (Erfurt); Zeitung: SPD 1. März 1933 - 14. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 47 vom 24. Februar "An das deutsche Volk", "Mörder frei", in denen es heißt, Einheit, Recht und Freiheit, verbrieft durch die Weimarer Nationalversammlung, seien in äußerster Gefahr, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Berlin am Morgen" (Berlin); Zeitung: KPD 1. März 1933 - 28. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Wahlaufrufe und des Artikels in Nr. 39 und 40 vom 26./28. Februar "Kein Ständiger Ausschuß", in dem von der Ablehnung der Einberufung des Ständigen Ausschusses beim preußischen Landtag, die von der KPD gefordert wurde, die Rede ist, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Oberfränkische Volkszeitung" (Hof); Zeitung: SPD 1. März 1933 - 3. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der in Nr. 50 vom 28. Februar veröffentlichten Erklärung der SPD", die den amtlichen Stellen den Vorwurf der Geisteskrankheit macht, wenn sie dem Brandstifter glaube [van der Lubbe], wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Sächsisches Volksblatt" (Zwickau); Zeitung: SPD 1. März 1933 - 3. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 50 vom 28. Februar "Der verhaftete Brandstifter" [van der Lubbe], in dem den Entdeckern des "Schuldigen" vorgeworfen wird, ihr Vorgehen sei nur durch Geisteskrankheit zu erklären, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Volkswacht" (Bernburg); Zeitung: SPD 1. März 1933 - 4. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 37, 38 und 48 von Februar/März "Sie tragen die Verantwortung! Nationalsozialisten haben nichts für's Volk geleistet", "Die Wahrheit über Eisleben", "Neue Opfer verderblicher Mordhetze" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Regensburger Neueste Nachrichten" (Regensburg); Zeitung: 2. März 1933 - 6. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 47 vom 25. Februar, in dem von "verbrecherischem Treiben" der süddeutschen Staatsregierungen, "verantwortungslosem Vorgehen" und "Mißbrauch ihrer staatspolitischen Stellung" gesprochen wird, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Schwäbische Volkszeitung" (Augsburg); Zeitung: SPD 2. März 1933 - 3. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 47 und 50 vom 25. Februar und 1. März "Hitler verleumdet Ebert", in dem es heißt: "Am Donnerstag Abend sprach Hitler in Frankfurt am Main. Dabei leistete er sich eine schamlose und unerhört geschmacklose Verleumdung Ebert's" und "Erinnert Ihr Euch?" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Gazeta Olsztynka" (Allenstein / Ostpreußen); polnische Zeitung: 2. März 1933 - 16. März 1933. Verbotsgründe: Wegen eines in Nr. 36 vom 12. Februar veröffentlichten Wahlaufrufs "Polnisches Volk in Deutschland!" wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Coburger Volksblatt" (Coburg); Zeitung: SPD 3. März 1933 - 6. März 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Artikels in Nr. 50 vom 28. Februar, in dem dem preußischen Innenministerium der Vorwurf geistiger Anormalität gemacht wird, wenn es dem Brandstifter Glauben schenke [van der Lubbe], wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Rhein-Mainische Volkszeitung" (Frankfurt am Main); Zeitung: 3. März 1933 - 8. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 49 vom 27. Februar "Untergang des Rechtsstaates?", der eine Beschimpfung Görings darstellt, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Westfälisches Volksblatt" (Paderborn); Zeitung: 3. März 1933 - 5. März 1933. Verbotsgründe: Wegen eines Artikels in Nr. 48 vom 27. Februar, in dem gesagt wird, man habe in Berlin bei der Regierungsbildung die Katholiken nicht haben wollen, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Kreis-Zeitung" (Heilsberg-Guttstadt / Ostpreußen); Zeitung: Zentrumsorgan 6. März 1933 - 12. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 51 vom 2. März "Zentrums-Ruhmestafel", in dem nach Aufzählung der Verbote der Zentrumsblätter der Regierung der Vorwurf gemacht wird, planmäßig gegen die Zentrumspresse vorzugehen, wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Keramischer Bund" (Berlin); Zeitschrift: 7. März 1933 - 3. Apr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 9 vom 4. März, in dem es heißt: "Die brutalsten Leidenschaften können sich ungeniert gegen die regierungsseitig angeprangerten "Novemberverbrecher" austoben", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Westdeutsche Arbeiterzeitung" (Köln); Zeitschrift: 14. März 1933 - 3. Apr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des § 9 Absatz 1 Ziffer 5 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des deutschen Volkes vom 4. Februar wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Nassauer Bote" (Limburg); Zeitung: 14. März 1933 - 17. März 1933. Verbotsgründe: Aufgrund des § 9 Absatz 1 Nr. 5 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des deutschen Volkes vom 4. Februar 1933 wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Einigkeit" (Berlin); Zeitschrift: Organ des Verbandes der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter 19. März 1933 - 15. Apr. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 11 vom 16. März, in dem von der "Einseitigkeit, in der die Wahlfreiheit den verschiedenen Parteien zugemessen wurde" gesprochen wird, verbot man die Zeitschrift. Ohne Exemplar.
- "Bekleidungsarbeiter" (Berlin); Zeitschrift des deutschen Bekleidungsarbeiterverbandes: hen Arbeiter wollen freie Gewerkschaften" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Hakenkreuz" (Leipzig); Zeitschrift: 12. Juli 1933 - 12. Okt. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 16 vom 23. Juni "Dr. Dr. Gereke" wurde die Zeitschrift von der Gestapo wegen Schädigung des Ansehens der preußischen Justiz im In- und Ausland verboten. Ohne Exemplar.

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Letzte Aktualisierung: 24.11.2021, 10:46 MEZ