Arbeitspapier | Working paper

US-Nuklearpolitik nach dem Kalten Krieg

'Gemeinhin wird der 11. September als Stichtag und Begründung für zunehmenden Unilateralismus der USA genannt: ein Staat, der sich gegen weitere terroristische Angriffe schützen muss, kann sich nicht durch 'Zauderer' binden lassen, sondern muss sich seinen 'Handlungsspielraum' bewahren. Abkommen und Verträge zur Abrüstung und Rüstungskontrolle werden als Hindernis wahrgenommen, wenn es darum geht, sich gegen seine Feinde zu wappnen. Die Autoren stellen dagegen eine Abkehr vom Multilateralismus schon viel früher fest. Nach dem Ende des Kalten Kriegs war zu erwarten, dass der Wegfall der großen, totalitären Gefahr, die von der Sowjetunion ausging, die Strategie der Abschreckung überflüssig macht. Zumal in demokratischen Gesellschaften Nuklearwaffen als Mittel der Massenvernichtung auf breite Ablehnung stoßen müssten. Die tatsächliche Entwicklung der Nuklearpolitik wird durch die Amtszeiten der beiden Präsidenten namens Bush und Präsident Clintons nachgezeichnet und es zeigt sich, dass das Arsenal größer, einsatzbereiter und aufwuchsfähiger ist als je zuvor. Hierfür gibt es zwei Ursachen: zum einen verharrt die Politik in den im Ost-West-Konflikt entwickelten Denkkonzepten, zum anderen ist die begrenzte und abnehmende öffentliche Debatte im Untersuchungszeitraum auffallend. Eine kritische Öffentlichkeit ist jedoch unbedingt notwendig, um der Eigendynamik des nuklearen Sektors Schranken zu setzen.' (Autorenreferat)

US-Nuklearpolitik nach dem Kalten Krieg

Urheber*in: Müller, Harald; Schaper, Annette

Rechte vorbehalten - Freier Zugang

Weitere Titel
U.S. nuclear policy after the cold war
ISBN
3-933293-76-6
Umfang
Seite(n): IV,68
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Status: Veröffentlichungsversion

Erschienen in
HSFK-Report (3/2003)

Thema
Politikwissenschaft
Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Kernwaffe
Verteidigungspolitik
Sicherheitspolitik
Rüstungskontrolle
Rüstung
USA
Außenpolitik
Nordamerika
deskriptive Studie

Ereignis
Geistige Schöpfung
(wer)
Müller, Harald
Schaper, Annette
Ereignis
Veröffentlichung
(wer)
Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
(wo)
Deutschland, Frankfurt am Main
(wann)
2003

URN
urn:nbn:de:0168-ssoar-285660
Rechteinformation
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Bibliothek Köln
Letzte Aktualisierung
21.06.2024, 14:26 UTC

Datenpartner

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Objekttyp

  • Arbeitspapier

Beteiligte

  • Müller, Harald
  • Schaper, Annette
  • Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Entstanden

  • 2003

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