Abstrakte Plastik | Denkmal | Mahnmal

Deportations-Mahnmal

Das Deportationsdenkmal an der Putlitzbrücke besteht aus zwei hintereinander gestellten flachen Stelen aus silbrig mattem Stahl, deren Standfuß aus einer grauen Granitplatte besteht. Die hintere der beiden Stelen ist nach etwa einem Drittel nach hinten abgeknickt und ragt dramatisch über das Brückengeländer hinaus. Im oberen Bereich löst sich die Stele in einzelne Rechtecke auf und bildet das Motiv einer einstürzenden Treppe. Die davor stehende Stele ist etwa halb so hoch und meint formal einen jüdischen Grabstein. Dieses Element neigt sich nach vorne in Richtung Gehsteig. Der obere Abschluss wird durch den teilweise plastisch nach oben herausragenden ‚Mogen David’ (Schild Davids, sogen. Davidstern) gebildet. Die obere Zacke ist Teil der Kontur, die Rückseite dieser ersten Stele zeigt den ‚Magen David’ in plastischer Form, der mit schwarzen patinierten Linien gezeichnet wurde. In der unteren Hälfte dieser Stele befindet sich vertieft ein Inschriftenfeld, es wurde schräg in die Stele eingearbeitet. Die Schriftgestaltung spiegelt das Treppenmotiv der hinteren Stele wieder. Eine rechteckige Inschriftentafel wurde links im Bereich des Brückengeländers 1993 hinzugefügt (Susanne Kähler, Jörg Kuhn).

Urheber*in: Haase, Volkmar / Fotograf*in: Susanne Kähler / Rechtewahrnehmung: HTW Berlin, FB 5 (Gestaltung und Kultur)

Namensnennung 4.0 International

Standort
Berlin/Mitte (aktueller Bezirk)/Tiergarten (Altbezirk)/Moabit (Ortsteil)/Putlitzbrücke, Ostseite Mitte
Maße
Höhe: 55 m (gesamt)
Höhe: 26 m (kleine Stele)
Material/Technik
Edelstahl; Granit; geschnitten; geschweißt; geschmiedet; poliert; mattiert; geschwärzt; montiert; eingeschlagen
Inschrift/Beschriftung
Inschrift: STUFEN / DIE KEINE / STUFEN / MEHR SIND / EINE TREPPE / DIE KEINE TREPPE / MEHR IST / AUFGEBROCHEN / SYMBOL DES WEGES / DER KEIN WEG MEHR WAR / FUER DIE / DIE / ÜBER RAMPEN / GLEISE / STUFEN / UND TREPPEN / DIESEN LETZTEN WEG GEHEN MUSSTEN. / VOM BAHNHOF PUTLITZSTRASSE / WURDEN IN DEN JAHREN / 1941-1944 / ZEHNTAUSENDE JÜDISCHE MITBÜRGER BERLINS IN VERNICHTUNGSLAGER / DEPORTIERT / UND / ERMORDET. (am Objekt)
Tafel: DAS MAHNMAL / über den Gleisen des ehemaligen Deportationsbahnhofs Putlitzstraße / 1987 eingeweiht / seither Ziel diffamierender Schändungen / ein Sprengstoffanschlag am 29. August 1992 beschädigte das Mahnmal / teilweise schwer / restauriert und wieder aufgestellt im März 1993 / SCHULD / die nicht verjährt / betroffen sind wir alle / NIE WIEDER (am Geländer nahebei)

Periode/Stil
2. Hälfte 20. Jh.
Ereignis
Herstellung
(wer)
(wann)
1986/1987

Förderung
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Letzte Aktualisierung
02.06.2025, 10:31 MESZ

Datenpartner

Dieses Objekt wird bereitgestellt von:
Sammlungen des Fachbereichs Gestaltung und Kultur der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Bei Fragen zum Objekt wenden Sie sich bitte an den Datenpartner.

Objekttyp

  • Mahnmal; Denkmal; Abstrakte Plastik

Beteiligte

Entstanden

  • 1986/1987

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