Archivbestand

Reichskammer der Bildenden Künste Landesleitung Stuttgart (Bestand)

Vorbemerkung: Die Reichskammer der bildenden Künste war eine von sieben Institutionen der Reichskulturkammer, die durch Gesetz vom 22. September 1933 gegründet wurde. Die Reichskammer unterstand dem Reichsministerium für Propaganda und Volksaufklärung. Ihr Ziel war die Kontrolle und Lenkung des gesamten kulturellen Lebens im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie. Es bestand Zwangsmitgliedschaft aller Berufstätigen im kulturellen Bereich. Voraussetzung für die Mitgliedschaft war die deutsche Staatsangehörigkeit und arische Abstammung. Anfang 1934 ging von einigen Mitgliedern der Versuch einer Spaltung der Reichskammer aus, die jedoch keinen Erfolg hatte. Der Reichskammer der bildenden Künste waren für die einzelnen Gebiete Landesleiter nachgeordnet. Leiter der Landesstelle Württemberg-Hohenzollern waren von 1933-1938 Prof. Waldschmidt und von 1938-1944 Dr. Ing. Ernst Schwaderer (gest. 03.04.1944). Die Landesleitung hatte ihren Sitz in Stuttgart, Neckarstr. 2. Da es keinen Aktenplan gab, wurde die Registratur der Reichskammer im allgemeinen nach dem Korrespondentenprinzip geführt. Doch konnte es in einzelnen Aufgabenbereichen auch zur Sachaktenbildung kommen. Inwieweit das Schriftgut Verluste erlitt und auf welchem Wege es wohl gegen Kriegsende an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart gelangte, lässt sich nicht mehr ermitteln. Von dort wurde der Bestand zusammen mit der Überlieferung der Reichsmusikkammer im Dezember 1964 an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben. 1987/88 wurde das Material von der Zeitangestellten Anja Warsow verzeichnet und geordnet unter Anleitung von Oberarchivrat Dr. Günter Cordes, der auch die Abschlussarbeiten durchführte. Die computergestützte Reinschrift besorgte Frau Hildegard Aufderklamm. Das Schwergewicht des Bestandes, der nunmehr 176 Büschel umfasst, liegt bei den Akten über Wettbewerbe, die von Städten, Firmen oder der Reichskammer selbst ausgeschrieben wurden. Weitere Schwerpunkte bilden die Unterlagen über Ausstellungen sowie Personalangelegenheiten. Ludwigsburg, August 1988 Cordes

Nachtrag: Im Jahr 2018 wurden die Aktentitel zur Auktionsaufsicht (Gliederungspunkt 2.2.3) von Dr. Carl-Jochen Müller im Rahmen des Projekts "Themenorientierte Erschließung von Quellen zur Provenienzforschung in Nordwürttemberg", in dem eine systematische Prüfung auf Hinweise des NS-verfolgungsbedingten Entzugs von Kunst- und Kulturgut erfolgte, durch detaillierte Enthält-Vermerke ergänzt. In diesem Zuge erfolgte auch eine Aufteilung der bis dato jahrgangsweise zusammengefassten Akten nach einzelnen Versteigerungen, verbunden mit Umsignierungen (alt Bü 172-176/neu Bü 172-199; siehe Konkordanz).

Reference number of holding
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, K 746
Extent
199 Büschel (4,0 lfd. m)

Context
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Reichs-/Bundesbehörden und Reichs-/Bundesorganisationen >> Geschäftsbereich Reichsministerium für Propaganda und Volksaufklärung

Date of creation of holding
1933-1941 (Vorakten ab 1929)

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Rights
Last update
13.11.2025, 2:40 PM CET

Data provider

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Object type

  • Bestand

Time of origin

  • 1933-1941 (Vorakten ab 1929)

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